hallo brown-eye,
die Aussage deines Vermieters das du schlecht lüftest ist eine Schutzbehauptung die erst vor kurzem von einem deutschen Gericht widersprochen wurde. Das Urteil habe ich im Moment nicht zur Hand, es wurde in einer Zeitschrift eines Mieterschutzbundes veröffentlicht. Sinngemäß heißt es das Außenwände baupyhsikalisch so hergestellt werden müssen das sie, wenn die Wohnung vermietet ist, nicht schimmeln dürfen.
Zu deinem Problem, es handelt sich meines erachtens bei dir um eine sogenannte geometrische Wärmebrücke. Die Oberfläche der Außenwand ist hier immer bei weitem größer als die Fläche der Innenwand, so kommt es das diese Ecke besonders schnell auskühlt. Du solltest einmal die Oberflächentemperatur innen (an der Wand) messen. Hier darfst du nicht weniger wie (ich glaube aus dem Kopf) 12,6 °C haben. Ist es kühler schlägt der Wasserdampf nieder (Kondensiert). Da du dort organische Bestandteile hast (Tapete, dispersionsfarbe, Tapetenkleber) fängt es an zu schimmeln. Selbst wenn du nun die Tapete entfernst, alles organische abwäschst, kann es wieder schimmeln, da sich dort auch gerne Hausstaub nieder legt. Das sind bekannte Probleme die nur mit Außenwanddämmungen zu beseitigen sind. Sicherlich sollte man mal die Wärmedämmung am Haus prüfen, nicht das dort irgendwo Fugen sind die "kalte Luft" ins System lassen.
grüße von HausH