Fehlende Trittschalldämmung und nicht zumutbare Erschütterungen von oben

  • Wenn der Mangel nur in falsch verlegten Laminat besteht, wird es schwierig damit umfangreiche Umbauarbeiten wegen Trittschall zu argumentieren ohne in den Bereich der Modernisierung zu kommen.

    Erst einmal vielen Dank! Die angedachte Maßnahme besteht darin, dass das alte Laminat entfernt werden soll und dass eine Entkoppelungsmatte und ein Trittschallschutz sowie ein Parkettboden verlegt werden sollen (so in etwa). Ein Bauingenieur hat das für die HV so empfohlen und geplant. Die Sockelleisten sind neu anzubringen und wahrscheinlich müssen zwei Türen gekürzt werden. Es sollen aber keine Bodenbretter entfernt oder gar in die Holzbalkenkonstruktion eingegriffen werden. Insofern dürfte es wahrscheinlich keine Modernisierung sein, oder? Abgesehen davon, dass das Ziel der Maßnahme überhaupt nicht einer Modernisierung entspricht und auch keine Mieterhöhung damit verbunden ist. Ziel ist, dass die Erschütterungen in meiner Wohnung gemindert werden, mit dem positiven Nebeneffekt, dass in der Wohnen der Oben-Mieterin ein alter Laminatboden durch einen neuen Boden ersetzt wird.

    Wobei ich der Meinung bin, dass ein Mangel für dich nur besteht, wenn der Trittschall unzureichend ist nach dem Baujahr/Modernisierungsjahr

    Bei der normierten Messung des Trittschalls werden m. E. jedoch die Erschütterungen, die durch falsch verlegtes Laminat verursacht werden, außer Acht gelassen (tieffrequentes Bummern und Beben). Insofern ist es nicht (nur) die fehlende Trittschalldämmung, sondern insbesondere (auch) die fehlerhafte Bodenverlegung für die massiven Störungen verantwortlich, welche m. E. nicht von der DIN 4109 berücksichtigt werden. Ich bin keine Baufachfrau, aber die Einhaltung von Trittschall-Normwerten ist hier nicht das Kernproblem und sollte auch nicht Haupt-Gegenstand der Betrachtungen durch einen Gutachter sein. (Gegen reinen Lärm könnte ich wenigstens noise cancelling-Kopfhörer benutzen, die jedoch gegen die Erschütterungen nichts bringen.)

    Der Aufwand ist immens, das Ergebnis aber ggfs. Zweifelhaft.

    Der Aufwand für die Mieterin besteht voraussichtlich in einer Woche eingeschränkter Nutzbarkeit ihrer Wohnung. Es geht um zwei Zimmer und den Flur. Die Terminplanung könnte langfristig sein, z. B. wenn sie mal in Urlaub fährt (den ich ihr gerne über die HV bezahlen würde). Sie müsste natürlich vorher ihre Sachen einigermaßen zusammenräumen und Persönliches zB in die Küche bringen. Alles andere machen die Handwerker und wenn sie aus dem Urlaub zurückkommt, hat sie kostenlos einen neuen Parkettboden. Eigentlich doch ganz nett, die Vorstellung... Das Ergebnis wird von dem Bauingenieur so eingeschätzt, dass das Problem danach nicht gänzlich weg ist, aber deutlich gemindert. Das wäre für mich schon sehr sehr hilfreich.

    Ohne Anwalt kommst Du hier nicht weiter, wenn Du möchtest, dass etwas passiert.

    Ja, eine Rechtschutzversicherung habe ich sogar (bisher noch nie benötigt). Das werde ich auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Ich hatte gehofft, dass hier eine win win-Situation zustande kommt und das Verhältnis zwischen den Beteiligten nicht über Anwälte und Richter unnötig belastet werden muss.

    Herzlichen Dank an alle für die Mühe und Tipps!

  • Zum Abschluss des Themas kann ich dir nur nochmal den Rat geben, die Sache von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Das Thema ist sehr viel komplizierter als es den Anschein hat und wir werden es hier im Forum nicht klären können. Der Anwalt hat aber andere Möglichkeiten. Dabei musst du den Anwalt ja noch nicht unbedingt beauftragen, für dich tätig zu werden, sondern du kannst die Sache dann erst mal selber weiter verfolgen. Aber die Einschätzung von ihm wird helfen, falls dann doch eine gerichtliche Lösung gefunden werden muss.

  • Der Aufwand für die Mieterin besteht voraussichtlich in einer Woche eingeschränkter Nutzbarkeit ihrer Wohnung. Es geht um zwei Zimmer und den Flur.

    Abschließen dazu, da sonst eigentlich alles gesagt ist.

    Auch wenn es "nur" um zwei Zimmer geht, müssen diese komplett beräumt werden. Da geht es halt nicht nur um eine Woche, sondern auch um die Zeit, in der Schränke ausgeräumt und aus der Wohnung geschafft werden müssen. Reißt Du dort den Boden raus, greifst Du auch in die Substanz der Wände ein, d.h. Du darfst dort schlimmstenfalls auch tapezieren.

    Ich persönlich würde auch keine Handwerker in die Wohnung lassen, während ich im Urlaub bin. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo Miriamm,

    ich kann hier echt mitfühlen.

    Regelmäßige laute Geräusche können ganz schön auf die Psyche gehen.

    Da weiß man einfach nicht mehr weiter.

    Du sagtest, dass deine Nachbarin eigentlich ganz nett wäre. Ich persönlich finde so Angebote wie "eine halbe Stunde am Tag ruhiger sein" ehrlich gesagt einen Schlag ins Gesicht. Eine halbe Stunde Ruhe am Tag macht leider keine 5 Stunden Lärm wieder gut.

    Wenn sie natürlich ein kleines Kind hat werden sich Geräusche nicht vermeiden lassen, aber wenn du ihr dann sogar Hilfe und Entschädigung anbietest um bauliche Maßnahmen vornehmen zu können, die ja auch ihr dienen, sollte sie als gute Nachbarin doch versuchen auf dich einzugehen.

    Dann hat man schon das Glück, dass die Vermieter einem anbieten da nachzubessern und dann schießt der Nachbar quer.

    Ich hätte auch keine Lust meine Wohnung zu räumen um zu renovieren, aber wenn man nicht gerade einen Flügel im Wohnzimmer stehen hat, ist das sicher in Etappen machbar (Raum für Raum).

    Sie hätte sich von deiner Entschädigung ja sogar Sonderurlaub nehmen können und damit am Ende nichts verloren.

    Man kann zwar nur schwer in einem Altbau den Schallschutz eines Neubaus erreichen, aber meiner Auffassung nach geht schon extrem viel.

    Gerade wenn beim Bodenbelag einfach xxxxx gebaut wurde.

    In meinem Elternhaus war der Holzboden unter dem Teppich auf Balken genagelt. Der Raum zwischen den Balken war leer.

    Wenn man darauf rum gelaufen ist hat das Holz an den Nägeln natürlich geknarzt.

    Boden raus, Holraum mit feinem Splitt ausgeschüttet, 2-3 cm Styrodur platten auf den Split gelegt (frei schwimmend ohne Verbindung zur Wand und darauf erst Spanplatten ineinander gesteckt (wieder frei schwimmend).

    Das Ergebnis hat einen Unterschied wie Tag und Nacht gemacht. Im Raum und auch darunter hat man normale Schritte garnicht mehr gehört.

    Habe auch einen Nachbar über mir, der vor und an jedem freien Tag die Woche bis in die Morgenstunden über mir lärmt.

    Leider hört man nicht nur den Schall, sondern die Stimmen, das Gelächter und das allgemeine "Saufgeschehen".

    Man hat wirlich keine Lust mehr die eigene Wohnung zu betreten und lebt ständig in der Angst, dass es gleich wieder los geht.

    Wenn man mit ihm redet tut er so, als wäre er Einsichtig und würde ab jetzt zumindest ab 22 Uhr ruhig sein. Leider geht er dann meist rein und stellt die Musik lauter.

    Der Vermieter ist da auch keine große Hilfe, da das ja dazu führen könnte, dass die Wohnung Mal ein paar Tage leer stünde.

    Wenn du deiner Nachbarin eine Entschädigung angeboten hast: Kannst du das Geld nicht eventuell nutzen um doch auszuziehen?

    Ich finde das auch extrem nervig, dass der/die Gepeinigte oft den Kürzeren zieht, aber man muss sich auch fragen,

    wie lange man das aushalten will und wie viel Zeit und Geld man in einen Anwalt und sonstiges investieren will und kann.

    Ich wäre hier auch längst raus, wenn es finanziell gehen würde. Wohnungen sind leider auch absolute Mangelware und werden erst in gehobenen Preisklassen bewohnbar.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe es wird besser.

  • Hallo Miriamm,

    Dein Beitrag ist aus Januar diesen Jahres, und ich weiß nicht, ob sich bei Dir die Lage zum - hoffentlich Besseren - gewendet hat.

    Ich wünsche es Dir.

    Falls nicht, und das wäre sehr schade, informiere Dich bitte über "tieffrequenten Trittschall".

    Usw. usf. Wenn Du in eine Suchmaschine die Schlagwörter tieffrequenter Trittschall eingibst, wirst Du fündig werden. Das in Verbindung mit schutzbedürftigen Räumen und Auswirkungen auf Gesundheit.

    Tieffrequenter Trittschall kann einen Menschen umbringen, wenn dieser dieser Art Schallbelastung längere Zeit ausgesetzt ist. Dein Fluchtverhalten und wie es Dir mittlerweile psychisch ergeht, sind dabei völlig normal.

    Nebenbei bemerkt: Geheimdienste nutzen diese Art der Schallbelastung ganz gern als Zersetzungsmethode.

    Während ich Dir diese Zeilen schreibe, befinde ich mich in einer ähnlichen Situation wie Du - Dein Ausgangstext könnte auch meiner sein - inkl. der Verzweiflung. Auch über mir wohnt eine eigentlich "nette" Familie. Der Ich-ich-ich-Drang zur Eigenentfaltung bringt es mit sich, rücksichtslos hinzunehmen, daß Du ein vorzeitiges Ableben haben kannst, während sich diese Familie ihre ignorant und rücksichtslos ihre nicht vorhandenen Freiheiten auslebt. Doch die Grenzen der Freiheit eines jeden liegen dort, wo ein anderer Schaden nimmt.

    Die Art tieffrequenter Trittschall in Verbindung mit Ich-ich-ich-Leuten ist schier eine Katastrophe und sorgt augenscheinlich für viel Krach und Gerichtsarbeit in diesem Land - Laminat ist ein Fluch.

    Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen gehen über Kopfweh, Schwindel, Übelkeit, Angstzustände, Depressionen bis hin zu Suizidgedanken, Aggressionen, Hilflosigkeit, Rauschen in den Ohren, Tinnitus, Hörsturz, Unsicherheit, flache Atmung, Herz-Kreislaufstörungen, bis hin zu Herzinfarkt und/oder Schlaganfällen. Und die Liste ist längst noch nicht abschließend, da erst jetzt ausgiebig daran geforscht wird.

    Erkundige Dich diesbezüglich und ziehe einen Rechtsbeistand mit den Rechercheergebnissen hinzu - das mache ich ab Montag auch. Du hast einen Anspruch auf körperliche Unversehrtheit und einen privatrechtlichen Anspruch auf Immisionsschutz (schutzbedürftige Räume) Das müßte §906 BGB sein.

    Mache auch unbedingt eine Liste - auch wenn Du das nicht mußt - daß und wann und wie diese Flut an tieffrequenten Geräuschen auf Dich einwirken. Möglicherweise wäre ein Gang zum Arzt ganz gut, um abzuklären, wie weit Deine Ohren schon Schaden genommen haben - von dem Rest ganz zu schweigen.

    Viel Glück wünsche ich Dir.


    Warum können tieffrequente

    Geräusche

    besonders lästig sein?

    5.1 Lärmwirkung

    Im tieffrequenten Bereich ist das Lautstärke- und Tonhöhenempfinden des

    Menschen weniger ausgeprägt als im mittleren Tonhöhenbereich („Sprachbereich“).

    Von tieffrequenten Geräuschen geht häufig eine erhöhte Belästigung

    aus, da man sie als besonders bedrohlich empfindet. Zusätzlich kann

    tieffrequenten Geräuschen meist nicht ausgewichen werden, denn sie treten

    im gesamten Wohnbereich auf. Zudem hat die Belästigung oftmals einen

    konkreten Verursachenden (z. B. den Betreibenden eines stationären Geräts),

    was den Grad der Verärgerung möglicherweise noch erhöht.

  • Wenn das Problem tatsächlich nur in einer fehlenden vielleicht 2-3mm starken Folie liegen soll (die bei einer Holzbalkendecke gar nichts bringt), frage ich mich, warum man das Problem nicht dahingehend löst, über das Laminat einfach einen PVC-Belag zu legen? Warum das Laminat rausreißen?

    Meiner laienhaften Meinung nach muss das Laminat doch von den Wänden entkoppelt werden, also durch Schaffung einer Fuge. Wäre da ein Rausriss nicht tatsächlich die praktikablere Lösung? Oder?


    Miriamm

    Vielen vielen Dank für deine ausführliche Schilderung deines Martyriums, und vielen Dank auch an all jene, die dazu beigetragen haben, eine Lösung für dich zu finden!

    Ich habe gerade heute Abend mein fast schon gleiches Problem geschildert, und konnte d.d. Verfolgen deines Threads sehr viel Neues Anregendes für mich finden. Allein schon die Erwähnung der Betondecke im Altbau, und das dazugehörige BGH Urteil ist goldwert!

    Ich kann deine körperlichen Symptome wie Herzrasen und den Stress gut nachvollziehen, das Alles erlebe ich auch so.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld ! Peeches

  • Liebe Miriamm,

    ich lese den Beitrag jetzt, wo sich deine Situation hoffentlich schon längst zufriedenstellend gelöst hat! Ich muss dennoch antworten, weil mich das Verhalten der Nachbarin, ich kann mich da nur einem Beitrag weiter oben anschließen, wütend macht.

    Dass die Frau „Mitleid“ mit Dir hat und anbietet, „mal eine halbe Stunde Pause zu machen“ und die Umbaumaßnahme ablehnt, zeigt eindeutig, dass sie keine nette Nachbarin ist. Da hast du dich veräppeln lassen, denn wer sich so verhält, meint es nicht gut mit einem und ist auch nicht nett.

    Falls so eine Situation nochmal kommt, wünsche ich Dir und jedem, der ähnliches erlebt, dass er erkennt, dass das nicht ok ist. Sie ist am Ende des Tages diejenige, die die Lautstärke verursacht, der Boden ist nur der Multiplikator. Das solchen Leuten so durchgehen zu lassen und sie nicht in die Verantwortung zu ziehen, bringt nichts. Dann soll sie doch die Wohnung mit Dir tauschen, dann erlebt sie das mal selber mit dem Trittschall. Klopf jedes Mal mit einem Besenstiel gegen die Decke wenn sie stampft oder geh hoch zu ihr, dann lernt sie wenigstens, dass das was zurückkommt.

    Ich hatte immer wieder Nachbarn, die laut und rücksichtslos waren und wenn ich sie lieb und freundlich angesprochen habe, immer mit Verweis auf die Hellhörigkeit im Haus, mich noch unter der Gürtellinie beleidigten. Geändert hat nur Klopfen gegen die Decke/Wand mit einem Besen (dann auch mal richtig laut) und den Verwalter kontaktieren. Leute, lasst so ein Problem nicht vom Nachbarn, der Verursacher ist, auf Euch abwälzen! Es ist löblich, ein umgänglicher Typ zu sein, aber manche, wie Deine (frühere) Nachbarin nutzen sowas aus – lass das nicht zu!

    Liebe Grüße

  • Miriam

    Moin,

    eigentlich wäre ich, und vmtl. Alle, an dem finalen Update interessiert, falls sich (trotz Umzugs?) dafür Zeit findet!

    Meine ja wie geschildert vergleichbare Situation endete letztlich mit meinem Umzug. Aber die Verwaltung hat sich gerächt dadurch, dass die in perfidester Weise die Kaution nicht zurückzahlte, ich konnte erst mit anwaltlicher Unterstützung, dem entsprechenden BGH Beschluss und Klagedrohung der Dreistigkeit ein Ende bereiten.

    Viel Kraft zum Erfolg!

  • Ja, es wäre sehr interessant zu erfahren, was sich bei Dir ergeben hat, liebe Miriamm.

    Ich selbst stehe vor der Kapitualtion. Gleichwohl das Wohnungsproblem und die Finanzierung eines Umzuges im Raum steht, welche kaum zu stemmen ist.

    Dieses Haus hier verfügt über schwimmenden Estrich - also eigentlich alles chic. Aber der Vormieter der nun über uns wohnenden und lärmenden Nachbarn hat eigenständig Laminat verlegt und diesen dabei wohl "kaputt" gemacht. So etwas wie hier habe ich noch nie erlebt. Noch nicht einmal in dem Altbau, in welchem mein Sohn nun lebt. (Holzdecken) Den Vermieter (eine Wohnungs-Aktiengesellschaft) juckt es nicht.

    Wir sind mittlerweile Mitglieder im deutschen Mieterbund - und Ende letzten Jahres in etwa habe ich in Eigenregie beim Amtsgericht einen Antrag auf ein selbständiges Beweisverfahren gestellt da ich das ja nun zu beweisen habe und mir per se keinen Gutachter leisten kann. Aber mir geht die Kraft aus und ich habe schon sehr mit den Auswirkungen des Dauer-Lärms zu kämpfen. Wenn man mir vor einigen Jahren gesagt hätte, wie es mir heute gehen wird aufgrund von Lärm - ich hätte wohl gelacht. Aber es ist überhaupt nicht mehr witzig. Mit diesem Antrag habe ich wenigstens nicht das Gefühl, dem Ganzen hier hilflos ausgeliefert zu sein - und ich suche gleichzeitig mit Hochdruck eine neue - und hoffentlich auch bezahlbare - Bleibe.

    Die Leute, die nach uns hier einziehen werden, tun mir schon jetzt sehr leid. Sie werden es möglicherweise nicht von Anfang an bemerken - aber es wird auch sie zersetzen im Laufe der Zeit.

    Ich will jetzt nur noch hier weg.......weg von diesen schrecklichen Leuten und aus dieser Lärm-Hölle.....von dieser alltäglichen Verge-Rumms-waltigung.

  • habe ich in Eigenregie beim Amtsgericht einen Antrag auf ein selbständiges Beweisverfahren gestellt da ich das ja nun zu beweisen habe und mir per se keinen Gutachter leisten kann.

    Beim selbstständigen Beweisverfahren muss der Antragsteller die Gerichts- und Gutachterkosten vorstrecken. Das kostet Dich also (erstmal) mehr als nur der Gutachter. Oder hast Du eine Rechtsschutzversicherung, die das übernimmt?

  • Moin Anna, ging mir, in Kürze, ähnlich, gg. Seilschaften kommst du alleine nicht an, und bin wieder nach nur drei Jahren ausgezogen. Ich hatte dabei das Glück, dass wegen meines Pflegegrades der Umzug von der Pflegekasse/ Krankenkasse bezahlt wurde. Bei der Wohnungswechsel bei Kleinanzeigen hatte ich auch Glück. Suche gezielt nach Gemeinnützigkeitsangeboten, da könnte dir das Wohnraumvermittlungsamt im Rathaus deiner Stadt/Kreis helfen. Du kannst es auch mit einer Schadensersatzklage versuchen gg. die WBGmbH, weil die ist als Vermieterin die allein verantwortliche Partei. Versuche, ob du mit deinen finanziellen Verhältnissen Anspruch auf zuerst Beratungshilfe, und im folgenden zweiten Zug Prozesskostenhilfe über den dich beratenden Anwalt bekommst. Frage den Mieterschutzbund nach Vertragsanwälten. Hast du eine Mietrechtschutzversicherung, Löcher diese mit Fragen. Die Anwaltskammern der Bundesländer geben auch Auskunft über Fachanwälte Mietrecht in deiner Nähe. Wenn du erstmal deine Kampfgefährten*Innen kennst, fühlst du dich nicht mehr so klein und allein. Das gibt Kraft! Falls du vorher was Passendes findest, würde ich das Feld kampflos räumen.

    Viel Erfolg weiterhin wünscht, mit Grüßen

    [Bitte keine Vollzitate zur besseren Übersichtlichkeit!]

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