Hohe Nebenkostennachzahlung nach Ablesung vom Messdienstleister

  • Moin in die Gemeine, nach Umzug dachte ich eigentlich das Ende solcher Nervereien noch erleben zu dürfen, aber das entpuppt sich leider als Illusion! Was ist passiert?

    Ich erhalte eine Bk Nachforderung von 532€, erstellt von einem Messdienstleister. Für eine 35 qm Wohnung im 2. Og, in der ich höchstens eine Raumtemparatur von max. 20⁰ fahre. Der Warmwasserverbrauch ist extrem hoch, obwohl ich überhaupt kein Warmwasser verwende, außer eher selten zum Haarewaschen, wobei sich das 16⁰ Kaltwasser auf 20⁰ erhöht. Die Zuläufe der anderen Zapfstellen wurden dicht gedreht. Es gibt keine Badewanne. Die mtl. Vorauszahlungen betragen für Heizung und Nk jeweils 65€, also 130€. Frage: wie kann es bei solchem Verhalten zu so einer hohen Nachzahlung kommen?

    Könnten falsch zugrunde gelegte Ablesedaten zu Beginn des Mietverhältnisses verantwortlich sein? Wer ist dann dafür in der Pflicht? Oder anders gefragt: bin ich dafür haftbar, dass ich keine Zählerstände bei Einzug erfasste? Natürlich habe ich Widerspruch eingelegt, und um Geduld wegen Überprüfung gebeten, da die Forderung auf Zahlung nach Erhalt der Rechnung lautete.

    Vielen Dank im voraus!

  • bin ich dafür haftbar, dass ich keine Zählerstände bei Einzug erfasste?

    Wurden denn in einem Übergabeprotokoll Zählerstände festgehalten? Wenn keine Zähler abgelesen wurden, ist man gezwungen, sinnvoll zu schätzen. In der Regel werden dann die Kosten des Jahres einfach gleichmäßig übers Jahr und damit die verschiedenen Nutzer verteilt. Dass du kein Warmwasser verwendest, wird man hierbei nicht annehmen, denn das ist sehr untypisches Verhalten und ja auch gar nicht nachweisbar.

    Die mtl. Vorauszahlungen betragen für Heizung und Nk jeweils 65€, also 130€.

    Wann bist du denn eingezogen? Wenn das eher Ende des Jahres war, wäre eine Nachzahlung ganz normal, weil die Vorauszahlungen in den Sommermonaten fehlen.

    Außerdem werden deine Warmwasserkosten nicht 0 werden, denn es wird bei zentraler Aufbereitung immer ein Teil (meistens 30-50 %) über die Wohnfläche verteilt, quasi für die Bereitstellung.

    Wenn du möchtest, kannst du deine Abrechnung hier anonymisiert einstellen, dann können die Nutzer hier drüber schauen, ob Unstimmigkeiten auffallen.

  • Moin, vielen Dank für die Rückmeldung! Ja, es wurden die Zählerstände im Übergabeprotokoll festgehalten. Darauf wurde ich kürzlich von der Vermieterin aufmerksam gemacht.

    Mein Einzug war am 31. 04.2024. Die Abrechnun bezieht sich somit auf einen Zeitraum von nicht 12 Monaten, wenn ich das so richtig sehe? Vor zwei Tagen hatte ich die glückhafte Gelegenheit, meinen Nachbarn direkt unter mir mit exakt gleichem Schnitt der Wohnung zu sprechen, und der soll für ZWEI Monate über 700€ nachzahlen, und wohnt noch kein ganzes Jahr dort.

    Also mal angenommen, die Zahlen stimmten, könnten wir, mein Nachbar und ich zusammen, zu niedrig angesetzte Vorauszahlungen (72%) ins Feld führen? Welche Bedingungen müssten dafür eingetreten sein?

    Grüße Peeches

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