Die KI berechnet anhand der Kiez-Daten und des Baujahrs, wie hoch die realen Nebenkosten sein werden, damit ihr wisst
Und das KI Tool weiß dann ganz automatisch, welche Verträge mit Hausmeistern, Versicherungen, anderen Dienstleistern (Umfang der Arbeiten, Häufigkeit,...) bestehen oder zu welchem Preis der Vermieter Öl oder Gas einkauft?
Aus meiner Sicht ist der Vergleich von Nebenkosten zwischen verschiedenen Häusern weitgehend sinnfrei. Es macht keinen Sinn, ohne Kenntnis der genauen Verträge, hier etwas zu vergleichen. Sollen die alle in der App hinterlegt werden? Wenn man es ganz genau wissen will, muss man sich die Verträge vorab zeigen lassen und selbst das heißt nicht, dass sich da in Zukunft nichts ändert. Es kann schon allein große Differenzen geben, wenn z.B. ein Versicherungsvertrag neu abgeschlossen wurde, weil kein guter Altvertrag bestand. So war das bei unserem Haus. Das Haus war bei der Gebäudeversicherung weit unter Wert versichert und praktisch ohne Schutz, die Versicherung hätte kaum was geleistet, aber sie war für die Mieter spottbillig (und der Eigentümer im Schadenfall in der Insolvenz). Ist das nun ein guter Wert für deinen Vergleich in der App? Gegenüber einem vergleichbaren Altvertrag zahlen wir wahrscheinlich trotzdem das doppelte, aber ich habe darauf keinerlei Einfluss. Das hat nichts mit "Vermieter macht sich die Taschen voll" zu tun. Ich habe schlicht keine andere Möglichkeit, wenn ich nicht meine eigene Insolvenz riskieren will. Ähnlich kann das z.B. auch bei Winterdienstanbietern, Wartung für Heizung usw sein. Wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt schon Kunde war, sind gute und günstige Dienstleister einfach ausgebucht und nehmen keine Neukunden. So einfach ist das. Wenn man dann nicht verzichten kann oder will, kostet das eben einfach mehr. Das kann man sich alles mit der Belegeeinsicht nachweisen lassen. Genauso gibt es Schwankungen bei Reinigungsintervallen usw. Das müsste man bei einem Vergleich alles berücksichtigen.
Natürlich gibt es Fälle von überhöhten Nebenkosten, gerade bei großen Wohnungsanbietern, die ihre Tochterbetriebe mit allem möglichen beauftragen. Trotzdem muss man erstmal beweisen, dass der Vermieter hier das Wirtschaftlichkeitsgebot bricht.