Kosten für Zähler und Abrechnung der Neben-/Heizkosten

  • In unserem 6-Familienhaus übernimmt eine kombinierte Zentralheizung im Keller die Aufgabe, die Wohnungen (Heizkörper) zu erwärmen und warmes Brauchwasser zur Verfügung zu stellen. Die Nebenkosten/Heizkosten werden jährlich vom Vermieter abgerechnet.

    Wenn ich meine Nebenkosten/Heizkostenabrechnung betrachte, fällt mir jedes Jahr ein Posten auf, der die Kosten für die Miete der Warm-/Kaltwasserzähler und der Wärmemengenzähler sowie die Abrechnung der Heizkosten betrifft.

    In unserem 6-Familienhaus gibt es 12 Kaltwasserzähler, 6 Warmwasserzähler und 7 Wärmemengenzähler.

    Es fallen Kosten in Höhe von insgesamt 670 €/Jahr an. Diese werden auf die 6 Mietparteien umgelegt, wodurch sich für jede Mietpartei dann ungefähr 112 €/Jahr ergeben dürften.

    Da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe, frage ich mich, ob das ein niedriger oder hoher Wert ist.

    Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir eure diesbezüglichen Werte mitteilen könntet. Interessant ist eigentlich nur der Anteil, den ihr für Zählermiete + Abrechnungskosten pro Jahr (Verbrauchserfassung Warm-/Kaltwasser und Wärmemenge sowie die Abrechnung der Nebenkosten/Heizkosten) bezahlt. Bitte keine Schätzungen, sondern nur belastbare Angaben, die in der Nebenkosten-/Heizkostenabrechnung stehen sollten.

    Wenn ihr Verdunstungsröhrchen habt, dann auch bitte angeben, da die zu ganz anderen Preisen führen dürften.

  • Ich würde sagen, normal.

    Bei uns kosten die Wärmemengenzähler 60 €/Jahr und die Kaltwasserzähler je knapp 11 €/Jahr. Warmwasserzähler haben wir nicht. Wir stellen die Heizkostenabrechnung mit 120 € in Rechnung, allerdings für ein 3-Familienhaus. Das Angebot des Wärmedienstleisters war sehr deutlich darüber, weil dieser eine pauschale Liegenschaftsgebühr von 200 € verlangt zzgl. der Abrechnung.

  • Mir ist nicht ganz klar, ob das 60 + 11 + 120 = 191 €/Jahr insgesamt sind. Dann wäre das für eine einzelne Mietpartei knapp 64 €/Jahr.

    Oder war das schon der Preis für eine Mietpartei?

    Darf ich wissen, warum es keine Warmwasseruhren gibt?

    Bei uns beträgt die Miete für die Warmwasseruhren und Wärmemengenzähler 447 €/Jahr; Bemerkung: scheint mir teuer

    Die Miete für die Kaltwasseruhren beträgt 133 €/Jahr.

    Die Abrechnungssoftware kostet 70 €/Jahr (Wiso). Für die Abrechnung der Heizkosten nehme ich 20 €/Jahr (wenig).

    Das ergibt dann ungefähr 670 €/Jahr/Mietpartei.

    3 Mal editiert, zuletzt von Padrone (11. März 2020 um 11:58)

  • Es gibt keine Warmwasserzähler, weil das Wasser bisher dezentral elektrisch erzeugt wurde bzw die eine Mietpartei eine eigene Heizung mit Warmwasseraufbereitung hat.

    Es gab 2 Wärmemengenzähler je 60€ und 7 Kaltwasserzähler je 11€. Eine Mietpartei wie gesagt eigene Heizung, deshalb auch kein Wärmemengenzähler für diese.

    Partei A: 60€+22€+40€= 122€/Jahr

    Partei B: 60+33€+40€=133€/Jahr

    Partei C mit eigener Heizung= 22€+40€= 62€

  • Danke für die Info.

    Dann sind die 112 €/Jahr/Mietpartei bei uns wohl in etwa auf gleicher Höhe wie bei dir. Außerdem sind die Warmwasseruhren bei uns im Preis enthalten.

  • Hallo Padrone,

    ein Vergleich mit anderen Usern nützt nicht allzuviel. Damit hast du vielleicht eine Orientierung, aber wenn du der Meinung bist, dass die Kosten zu hoch sind, dann ist dies noch nicht gleich ein Grund, die Abrechnung zu anzuzweifeln. Denn generell darf der Vermieter die Kosten umlegen, die ihm entstanden sind.

    Es wäre daher zielführender, wenn du dein Recht auf persönliche Belegeinsicht in Anspruch nimmst. So kannst du sehen, welche Kosten entstanden sind, und wenn sich die Zahlen mit der Nebenkostenabrechnung decken, kannst du nichts machen.

  • Es geht vielleicht aus meinen obenstehenden Beiträgen nicht ganz klar hervor, aber ich bin der Vermieter und mache die Nebenkostenabrechnung selbst.

    Als Vermieter von Wohnungen "auf dem Lande" muss ich bestrebt sein, auch die Nebenkosten niedrig zu halten. Sonst könnten mir meine guten Mieter weglaufen.

    Meine Frage zielte in Richtung meines Heizungsbauers, von dem ich die Wärmemengenzähler und Wasseruhren miete. Ich habe das Gefühl, dass besonders die Miete der Wärmemengenzähler immer etwas hoch ausfällt, Tendenz weiter steigend.

    Wie du oben siehst, nehme ich für die Heizkostenabrechnung als Teil der Nebenkostenabrechnung selbst nur 20 €. Die Nebenkostenabrechnung ist kostenlos. Trotzdem fallen halt jedes Jahr für jede Mietpartei ca. 112 € für Wasseruhren, Wärmemengenzähler + Abrechnung an.

    Meine Mieter bekommen alle Heiz- und Nebenkostenrechnungen immer per E-Mail-Anhang automatisch zugesandt. Das waren bei der letzten Abrechnung 19 pdf-Seiten. Da kommen dann noch die 6 Seiten Programmausdruck hinzu, die das WISO-Programm ausgibt.

    Einmal editiert, zuletzt von Padrone (11. März 2020 um 16:25)

  • Das habe ich so nicht heraus gelesen, war wohl etwas zu oberflächlich.

    Am besten ist es, du lässt die mal Angebote von anderen Firmen in deiner Region geben um einen Vergleich zu haben. Wärmemengenzähler kosten bei der Anschaffung schon einiges, das wirkt sich dann natürlich auch auf die Miete der Geräte aus. Der Betrag erscheint mir noch okay, wenn auch schon an der Obergrenze.

    Ganz verstehe ich aber das "Tendenz steigend" nicht. Denn normal wird der Mietpreis auf die Eichzeit des Zählers kalkuliert und bleibt in der Zeit konstant. Jedenfalls sollte man einen solchen Vertrag machen.

    Ich selber erstelle geschäftlich Betriebskostenabrechnungen für Vermieter oder auch Hausverwalter. Und da kommt es schon mal vor, dass ich die Messgeräte bei Firmen am Ort des Eigentümers kaufe und von denen einbauen lasse und dann dem Eigentümer vermiete. Viele Firmen bieten die Miete der Geräte nämlich gar nicht an.

    Die ganzen Belege musst du dem Mieter nicht geben, das verlangt kein Gesetz und kein Gericht. Wenn der Mieter Klärungsbedarf hat, kann er zur persönlichen Belegeinsicht kommen.

  • Tendenz steigend bedeutet, dass die Preise alle fünf Jahre steigen. Ich muss ja alle 5 Jahre die Warmwasseruhren und Wärmemengenzähler neu mieten. Die Umlage des Mietpreises erfolgt dann mit konstantem Wert über 5 Jahre.

    Der Hintergedanke bei den 19 Seiten Nebenkostenrechnungen: Wenn ein Mieter 19 Seiten Nebenkostenrechnungen + 6 Seiten Programmausdruck bekommt, dann hat er

    1. die Möglichkeit die Nebenkosten-/Heizkostenrechnung zu überprüfen

    2. wird er diese Möglichkeit kaum nutzen wollen, weil das dann sofort erkennbar Arbeit macht.

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