Hallo,
wir können dir nichts empfehlen, das wäre Rechtsberatung. Wir können nur über die gesetzlichen Möglichkeiten sprechen.
Fakt ist, ein Streitwert ist kein Betrag, den man zu zahlen hat, sonder nur eine Messgröße, nach dem sich Anwalts- und Gerichtskosten richten. Und wenn es um Mietschulden geht, dann ist ein Streitwert von 12 Nettomonatsmieten normal. Das setzt auch ein Gericht so an und daraus berechnet sich die Gerichtsgebühr.
Es auf ein Gerichtsverfahren ankommen zu lassen ist niemals eine gute Idee, wenn man damit rechnen muss zu verlieren. Denn dann hat man noch höhere Kosten. Besser außergerichtlich eine Lösung finden. Dass du zumindest die Mietschulden zu zahlen hast, dürfte dir klar sein, dazu brauchst du keinen Anwalt um das zu wissen.
Man kann durchaus kündigen, obwohl schon eine Kündigung läuft, das ist kein Hindernis. Vielleicht kannst du die Kündigung verhindern, wenn du jetzt alle Schulden zahlen würdest. Eventuell ist der Vermieter dann kulant und bereit, das Mietverhältnis fortzusetzen. Aber offen gesagt erscheint mir das nicht sehr wahrscheinlich, da die Zahlungsprobleme über Jahre schon gehen.
Du hättest schon viel früher erkennen müssen, dass die Zahlungsprobleme deines Arbeitgebers nicht zulasten des Vermieters gehen können und dürfen. Du hättest bei deinem Arbeitgeber Druck machen sollen, dass du zumindest genug Geld für die Miete hast, oder du hättest dir eine andere Arbeitsstelle suchen können.