Beiträge von AJ1900

    Der Hauptmieter bewohnt selbst die Wohnung nicht,

    Das dürfte der Knackpunkt sein, woraus sich meiner Meinung nach ergibt das du auf der richtigen Fährte bist, wie du selber schreibst:

    gelten unter den beschrieben Umständen nicht vielmehr die gewöhnlichen Kündigungsbedingungen, d.h. so wie ich es verstanden habe eine Kündigungsfrist von 3 Monaten mit Angabe eines Kündigungsgrundes?

    Es geht gar nicht um den tatsächlichen Inhalt der Antwort, sondern vielmehr um die Art und Weise.

    Als Fragensteller in der Situation würde mich vordergründig eher der Inhalt interessieren.


    Jemand, der vielleicht mehrere tausend € aufgrund eines (eingesehenen) Fehlers verliert und sich dennoch verzweifelt nach einem Strohhalm klammert, kann durchaus mal eine nette Antwort bekommen, oder?

    Ja, ich gebe zu, Seelsorge ist nicht mein Fachgebiet. Mitleidsbekundungen usw. in schriftorm übers Netz halte ich persönlich auch eher für uneherlich. Letztlich kennt man den Menschen nicht und die Situation auch nur aus einer Perspektive, von daher versuchen ich mich lieber an die geschilderten Fakten zum Themazu halten und nicht an den Pulverdampf drumherum.

    Man kann einem Mieter doch nicht vorwerfen, dass er von der Ausführung keine Ahnung hat.

    Ich werfe ihm das auch nicht vor. Ich sage nur das wenn man sich betrügen lässt, man leider selbst dafür verantwortlich ist. Was anderes zu erzählen wird ihm evtl. nur noch mehr kosten verursachen, denke ich.

    Stell Dir mal vor, es handelt sich hier um eine 80jährige Oma. Soll diese Ahnung von der Maßnahme haben? Unabhängig dürfte einen so eine Situation schnell überfordern.

    Ja, da gebe ich dir recht. Nur was ändert das an der juristischen Situation? Solange sich der TE hier nicht unter Vormundschaft befindet wird das sein Chancen kaum verbessern, oder wie?

    Was macht der Mieter da?


    Er lässt das Wasser weiterlaufen
    Er sucht im Internet selbständig nach Firmen, um den Schaden zu begrenzen.

    Zwischen Wasser abstellen und Wand und Boden raushacken, gibt es meiner Meinung schon noch einen gewissen Spielraum, meinst du nicht auch? Ich sehe ja ein das das für den Laien schwer ist, aber so wie ich das verstanden habe geht es auch gar nicht um die Arbeit, sondern um die absurd hohe Rechnung.

    Ob man sich bei Stundensätzen von 320€ noch auf den Status als Laie berufen kann, wage ich mal zu bezweifeln.

    Aber wie ist deine Meinung? Meinst du vieleicht Versicherung oder Vermieter können zur Zahlung solche absurder Stundensätze verpflichtet werden? Das ist doch, auf das wenstliche reduziert, die einzige Frage die sich stellt, oder nicht?

    Natürlich hätte ich, statt zu schreiben "kurz zusammengefasst", die gesamte Geschichte hier rein kopieren können, die in meinem Dokument 9 DIN A4 Seiten umfasst. Ich dachte aber dann lesen es wahrscheinlich doch eher weniger Leute. Wie du vielleicht gelesen hast: SELBSTVERSTÄNDLICH wurde das Wasser zuerst abgedreht und gewartet. Und SELBSTVERSTÄNDLICH haben wir alle möglichen Nachbarn aus den Betten geklingelt, um bei ihnen in den Wohnungen zu schauen. Entschuldige bitte, aber wir sind nicht darauf gekommen, dass die Toilette einer unbewohnten Wohnung derart überlaufen kann. Und zwar niemand von und, den anderen Mietern, die alle zusammenkamen, und dem Sanitärdienst. Aus den Rohren konnte es ja nicht kommen, Wasser war wie gesagt abgedreht.

    Erstens: Wasser lief nicht mehr. Zweitens: Hat die Firma natürlich erst langsam begonnen, nach der Ursache zu suchen. Erst als klar wurde, dass die Wände und der Boden bereits völlig durchnässt sind, wurde weiter aufgemacht. Die Hausverwaltung bestätigte im Nachhinein, dass die Wand sowieso eingerissen werden muss, da sie durchweg nass und verschimmelt ist. Drittens, wie auch schon vermutet wurde: Ja, wir sind absolute Laien auf dem Gebiet. Wir sehen Wasser aus der Wand kommen - wir kriegen Panik vor einer Wiederholung des letzten Jahres.

    Wie du das so schreibst muß hört sich das an als ob das ja eine tolle Firma gewesen sein muß? Nun ja, bleibt unterm Strich eine offenbar betrügerische Rechnung, die du leider bezahlt hast. Ich sehe halt einfach nicht, das dafür jemand anders zuständig ist als du selbst. Natürlich ist der Vermieter/die Versicherung hier mindestens für den nötigen/üblichen Teil mit in der Haftung, das ist schon klar, aber sicher nicht für jeden absurden Betrag.

    sondern nur, dass man versucht, sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen und natürlich ehrlich, aber trotzdem menschlich zu reagieren.

    Ich gebe es zu, fällt mir schwer mich da hineinzuversetzen wenn von Stundensätzen von weit jenseits der 300€ die rede ist.

    Wie wärst du denn vorgegangen, um herauszufinden, woher das Wasser kommt?

    Z.Bsp. erst mal Wasser abstellen und dann bei den Nachbarn klingeln und fragen, und wenn da eine Leerwohung direkt neben euch ist, wo Wasser unter der Wand hervorkommt, da braucht man wohl keine kriminalistischen Fähigkeiten.

    Aber selbst wenn, Wasser aus und schauen, und nicht erst den Hammer schwingen.

    Vor allem ist es wohl einfach eine grobe Fahrlässigkeit einen Bautrupp zu beauftragen der dir 5 1/2 Stunden die Bude einreisst? Wie kommst du eigentlich darauf solchen Baumaßnahmen zu veranlassen?

    Kannst du mir mal erklären was ein Löch in der Wand oder im Boden nutzen sollen, wenn das Wasser noch läuft?

    wo ich noch schildere, in welch unfassbar beschissenen Lage wir uns - auch gesundheitlich - befinden, gibt es sicherlich angemessenere Wege, auf so einen Post zu reagieren.

    Ja, da stimme ich dir zu. Mitleid wird dir aber nicht helfen. Glaubst du vieleicht jemand schenkt dir aus Mitleid die 7000€ bzw. den Differenzbetrag? Von dieser Annahme würde ich mich sogleich verabschieden, dann erkennst du die Situation klarer.

    Toller Hinweis, dessen wir uns natürlich längst bewusst sind. Ich habe mit keiner Silbe erwähnt, dass wir mehr Leistungen von der Versicherung verlangen. Es geht um die Hausverwaltung, steht ja schwarz auf weiß drin.

    Auch eine Hausverwaltung haftet nicht dafür das ihr euch betrügen lasst.

    Der Notdienst stemmte mit 3 Mann 5 1/5 Stunden lang Wände und Böden auf, um letzten Endes festzustellen, dass das Wasser aus der Nachbarwohnung kam, in der seit 3 Monaten niemand mehr wohnt.

    Genial. Wir wissen zwar nicht wo das Wasser herkommt, aber fangen schon mal an das Haus abzureissen?

    Danach passierte zwei Wochen lang gar nichts. Kein Geld, keine Reparaturen unserer durchlöcherten Wohnung, gar nichts.

    Wie jetzt, ihr lasst euch von einem wütenden Bautrupp die Wohnung demolieren, und seid nun ganz entsetzt das noch keine Reparatur oder Barauszahlung erfolgt? Von wem eigentlich?

    Die Hausverwaltung sagt nun: Ach Mensch, ist ja blöd für Sie gelaufen Familie W., leider zahlt die Versicherung nur den Betrag, den wir von unserer Partnerfirma X als Vergleichsangebot erhalten haben.

    Da klingt logisch. Warum sollte die Versicherung Sachfremde oder unnötige Leistungen bezahlen?

    Natürlich wissen wir im Nachhinein, dass wir nicht alles richtig gemacht haben.

    Das ist wohl eine grobe Untertreibung.

    Wir werden total im Stich gelassen.

    Das würde ich anders sehen. Im Prinzip ist so der Ablauf bei einem Wasserschaden. Du kannst doch nicht von anderen ernsthaft verlangen das Sie deinen Schaden regulieren, der dadurch zustande gekommen ist, das du dich wohl hast betrügen lassen? Dafür gibt es, soweit ich weiß, keine Versicherung die das abdeckt.

    Evtl. könnte der Vermieter vieleicht sogar auf die Idee kommen den Schaden der angerichtet wurde in rechnung zu stellen. Ob das bestand hätte ist natürlich eine andere Frage.


    Sorry, bitte nimm das nicht persönlich, aber so ganz gute Karten für euch sehe ich da einfach nicht. Ich denke wenn du Geld holen willst dann am wahrscheinlichsten von der Firma die den Schaden angerichtet hast,

    Z.Bsp. in dem man den Heizkörper anfässt und man merkt ob der überhaupt warm wird? Ist das nicht der Fall braucht man wohl nicht darüber nachdenken ob oder wann die Frostschutzfunktion funktioniert?

    Ich habe lediglich gemerkt dass es in dem Zimmer immer kälter war als in anderen,

    Und dann kommt man nicht auf den Gedanken man die Heizung anzufassen ob die überhaupt Wärem produziert? Ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

    Ich bin bislang der Meinung dass ich alles in meiner Macht als Mieter stehende getan habe (Aktivierung der Frostschutzfunktion) zu dem ich in der Lage bin.

    Also ich persönlich sehe das so, das man von "alles in meine Macht stehende" wohl kaum reden kann wenn das ein Raum ist den du, egal bei welcher Temperatur, konsequent nicht beheizt.

    Die Frostschutzfunktion ist ja eigentlich nur der letzte Notanker vor dem Supergau.

    Ob das reicht um dir die Kosten anzuhängen glaube ich zwar nicht unbedingt, richtig wäre es meiner Meinung nach aber. Immerhin verlässt du dich wohl darauf das alle andern Mieter im Haus für dich mitheizen.

    Vieleicht ist dir das nicht klar und evtl. hat dir das auch noch keiner gesagt aber ich muß dir leider mitteilen, das das eben ein unmögliches Verhalten, besonders in einem Mietshaus ist.

    Oder zahlt vielleicht die Hausratsversicherung, welche ich habe?

    Mal anfragen. Würde meinen ja.

    Er möchte nun einen Schreiner vorbei schicken und hat gesagt, dass ich für die Kosten aufkommen muss.

    Würde denken das es billiger wäre gleich eine neus Türblatt zu kaufen und einzuhängen. Solche Art der "Papptüren" sind eigentlich nicht so teuer, zumindest wenn das eine Standardgröße ist, und ein Schreiner düfte damit eigentlich auch Problem haben so etwas ordentlich und ansehnlich zu reparieren.

    Dann geht zwar wieder die Story mit dem Abzug neu für alt usw. los, aber so eine Tür dürfte nicht mehr als 60-100€ kosten. Da dürfte allein die Anfahrt vom Schreiner schon ähnlich viel kosten.

    Klar versuchen wir ihn weiter zu erreichen, aber das kann ja nicht alles sein? Dann muss ich ja akzeptieren Tage- / Wochenlang einfach meine Waschmaschine nicht nutzen zu können, soll ich dann die Kosten für einen Waschsalon auch noch selber tragen oder einfach alle 2 Tage in der Badewanne Wäsche waschen?

    Das kann ja nicht einfach die Lösung dafür sein dass er seine Pflichten vernachlässigt und wir jetzt die gelackmeierten sind

    Ich gebe dir ja recht, ich sehe nur nicht unbedingt, das eine wie auch immer geartete juristische Lösung hier Sinn machen würde. Dafür empfinde ich die konkrete Einschränkung einfach als zu gering, um hier deshalb gleich Anwälte reich zu machen.

    Bleibt halt das man die Sachen so gut es geht zu protokoll bringt, und dem Vermieter auf den Keks geht. Alternativ kannst du natürlich auch den Rechtsweg mittels eines Anwaltes beschreiten. Der wird da sicher einen passenden Brief kostenpflichtig formulieren können.

    Wenn es sich aber wirklich um Wochen und nicht nur um ein paar Tage handelt wo die Waschmaschine nicht nutzbar ist, wäre zumindest erst mal die Androhung einer Mietminderung zu überlegen, vieleicht auch geboten.

    Wir wohnen seit 1 1/2 Jahren in einer Mietwohnung in der kein Anschluß für eine Waschmaschine ist.

    Was bekannt gewesen sein dürfte?

    Wir haben ein halbes Stockwerk über uns eine Art Abstellraum, in dem die Waschmaschine angeschloßen ist.

    Der Strom von dort läuft aber über die Nachbarswohnung nebenan.

    Wie wird die differenz abgerechnet? Gibt es einen Zwischenzähler?

    Das ist jetzt das 3. Mal innerhalb von nicht mal 12 Monaten.

    Kann man da nicht irgendwas machen?

    Unschön ja. Sinnvoller weise würde ich dazu raten eben weiter zu nerven. Natürlich kannst du zukünftig tageweise irgendwelche Mietminderungen fordern, aber das wird sich kaum auf wesentliche Beträge summieren. Du solltest aber vieleicht die Beschwerde schriftlich und nachweisbar vortragen, z.Bsp. per einschreiben.

    Steter tropfen höhlt manchmal doch den Stein.:)

    Ich habe gelesen, dass der Vermieter dem Mieter nachweisen muss,

    Soweit so richtig. Das kann z.Bsp. über ein Gutachten erfolgen.

    sodass ich im Winter alternativlos bin

    1. Alternative:

    Ordentlich lüften, +ordentlich heizen.

    2. Alternative

    Trockner anschaffen.

    hat jemand Erfahrung mit solchen Fällen, wie man unklare Geldfragen fair regelt und mit dem Vermieter ein gutes Verhätnis wahren kann?

    Ja habe ich. Ich persönlich halte das meistens so, das das erste mal der Schimmel auf meine Kosten beseitigt wird, und informiere den Mieter nochmals wie zu heizen und zu lüften ist. Oft ist es nun einmla so das besonders da Schimmel auftritt wo Sparfüchse im Winter kaum heizen, oder weil sie z.Bsp. nicht zu hause sind usw.

    Vorab muß natürlich ein Baumangel o.ä. ausgeschlossen sein.

    Wenn in deinem Fall halbwegs klar ist das das wirklich nicht an einem Baumangel liegt, sondern am Wohnverhalten, sollte man sich vieleicht salomonisch in der Mitte treffen?

    Oder kann ich direkt hier Elektro Firma beauftragen,

    Und was soll die tun? Auf die schnelle sämtlich Leitungen im Haus ernäuern? Wenn das so ist wie du schreibst wird sich das nicht mit einem 2 Stunden Elektroeinsatz kaum beheben lassen.

    Ob ein Durchlauferhitzer nicht auch direkt neben der Dusche sein kann, wäre ich mir übrigens gar nicht so sicher. Soweit ich weiß gibt es da so genannte Schutzbereiche die sich auch z.Bsp. durch fest eingebaute Duschwände verändern können.

    Das könnte man wirklich mal einen Elektriker fragen.

    Denn Großvermieter übergeben komplett unrenovierte Wohnungen

    und Mieter übergeben sie ebenfalls unrenoviert. Bekommen dafür

    eher den Schlüssel. Ich vermute mal hinter dem Vermieter vom

    TE einen kleineren Vermieter.

    ????? Und dem evtl. Nachmieter soll dann zuzumuten sein die Beschädigungen vom Vormieter zu beseitigen? Ok, wenn man einen dummen findet mag das ja klappen, aber der Vermieter hat doch bereits klar gestellt das er das, verständlicher weise, nicht akzeptiert.

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