Hallo! Wir haben eine unglaublich ärgerliche Geschichte am Hals. Am Ostermontag hatten wir einen Wasserschaden. Beim Versuch, die Hausverwaltung anzurufen, kam nur eine Ansage, dass im Notfall im Flur eine Liste mit Nummern aushinge. So war es aber leider nicht. Deshalb mussten wir uns auf eigene Faust einen Notdienst suchen. Nachdem Wir bei 6 Notdiensten angerufen hatten und alle uns gesagt haben, dass der Anrufer an einem Feiertag sofort zahlen müsse (und auch alle einen vergleichbaren Pauschalpreis für den Einsatz nannten), entschieden wir uns für den einzigen Notdienst, der EC-Zahlung akzeptierte.
Kurz zusammengefasst: Der Notdienst stemmte mit 3 Mann 5 1/5 Stunden lang Wände und Böden auf, um letzten Endes festzustellen, dass das Wasser aus der Nachbarwohnung kam, in der seit 3 Monaten niemand mehr wohnt. Dort war die Toilette stark übergelaufen, sprich der Wasserschaden beinhaltete auch noch unschönere Dinge als nur Wasser.
Am Ende verlangte die Firma von uns 7095,73 € für die Arbeit (pro Mann inkl. Feiertagszuschlag 320 € pro Stunde). Die drei Männer drängten uns, das Geld sofort zu zahlen, da wir dem ja vorher zugestimmt hätten. Taten wir dann auch. Alle Versuche, das Geld im Nachhinein zurückzuholen, schlugen fehl. Aufgrund des Wucherpreises ist eine Strafanzeige gestellt. Widerspruch ist auch eingelegt, allerdings kam das Einschreiben aufgrund Unzustellbarkeit zurück. Die Firma scheint es so wie auf der Rechnung angegeben nicht zu geben.
Jetzt aber zum Thema Mietrecht: Die Hausverwaltung sicherte uns im ersten Telefonat (und der Äußerung unserer Sorge wegen des hohen Betrages) zu: Familie W., wir lassen Sie nicht im Stich, Sie sind verlässliche Mieter und da können Sie sich auch auf uns verlassen. Danach passierte zwei Wochen lang gar nichts. Kein Geld, keine Reparaturen unserer durchlöcherten Wohnung, gar nichts.
Gestern war nun endlich die Versicherung der Hausverwaltung da und sagte nach Begutachtung des Schadens, dass sie ein Vergleichsangebot anfordern werden. Die Hausverwaltung sagt nun: Ach Mensch, ist ja blöd für Sie gelaufen Familie W., leider zahlt die Versicherung nur den Betrag, den wir von unserer Partnerfirma X als Vergleichsangebot erhalten haben. Damit bleiben mein Mann und ich auf mehr als der Hälfte der Kosten sitzen. Und das kommt zusätzlich zu einer unfassbaren finanziellen Belastung aufgrund von Krankheit. Diese Geschichte könnte uns ruinieren.
Die Hausverwaltung möchte also mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben. Sie zucken mit den Schultern und sagen, die Versicherung übernimmt einen Teil, für den Rest seien wir verantwortlich. Natürlich wissen wir im Nachhinein, dass wir nicht alles richtig gemacht haben. Wir sahen uns aber in einer absoluten Zwangslage, nachdem wir letztes Jahr bereits aufgrund eines Wasserschadens VIER MONATE nicht in unserer Wohnung wohnen und zu meinen Eltern ziehen mussten. Und jetzt ist genau das eingetreten, was die Hausverwaltung uns beim ersten Telefonat genau andersherum zugesichert hatte: Wir werden total im Stich gelassen.
Gibt es noch irgendeine Hoffnung für uns? Wir würden uns sehr über eure Meinung freuen. Im Moment stehen wir einfach nur ratlos da.