Kostenübernahme eines Wasserschadens

  • Hallo! Wir haben eine unglaublich ärgerliche Geschichte am Hals. Am Ostermontag hatten wir einen Wasserschaden. Beim Versuch, die Hausverwaltung anzurufen, kam nur eine Ansage, dass im Notfall im Flur eine Liste mit Nummern aushinge. So war es aber leider nicht. Deshalb mussten wir uns auf eigene Faust einen Notdienst suchen. Nachdem Wir bei 6 Notdiensten angerufen hatten und alle uns gesagt haben, dass der Anrufer an einem Feiertag sofort zahlen müsse (und auch alle einen vergleichbaren Pauschalpreis für den Einsatz nannten), entschieden wir uns für den einzigen Notdienst, der EC-Zahlung akzeptierte.

    Kurz zusammengefasst: Der Notdienst stemmte mit 3 Mann 5 1/5 Stunden lang Wände und Böden auf, um letzten Endes festzustellen, dass das Wasser aus der Nachbarwohnung kam, in der seit 3 Monaten niemand mehr wohnt. Dort war die Toilette stark übergelaufen, sprich der Wasserschaden beinhaltete auch noch unschönere Dinge als nur Wasser.

    Am Ende verlangte die Firma von uns 7095,73 € für die Arbeit (pro Mann inkl. Feiertagszuschlag 320 € pro Stunde). Die drei Männer drängten uns, das Geld sofort zu zahlen, da wir dem ja vorher zugestimmt hätten. Taten wir dann auch. Alle Versuche, das Geld im Nachhinein zurückzuholen, schlugen fehl. Aufgrund des Wucherpreises ist eine Strafanzeige gestellt. Widerspruch ist auch eingelegt, allerdings kam das Einschreiben aufgrund Unzustellbarkeit zurück. Die Firma scheint es so wie auf der Rechnung angegeben nicht zu geben.

    Jetzt aber zum Thema Mietrecht: Die Hausverwaltung sicherte uns im ersten Telefonat (und der Äußerung unserer Sorge wegen des hohen Betrages) zu: Familie W., wir lassen Sie nicht im Stich, Sie sind verlässliche Mieter und da können Sie sich auch auf uns verlassen. Danach passierte zwei Wochen lang gar nichts. Kein Geld, keine Reparaturen unserer durchlöcherten Wohnung, gar nichts.

    Gestern war nun endlich die Versicherung der Hausverwaltung da und sagte nach Begutachtung des Schadens, dass sie ein Vergleichsangebot anfordern werden. Die Hausverwaltung sagt nun: Ach Mensch, ist ja blöd für Sie gelaufen Familie W., leider zahlt die Versicherung nur den Betrag, den wir von unserer Partnerfirma X als Vergleichsangebot erhalten haben. Damit bleiben mein Mann und ich auf mehr als der Hälfte der Kosten sitzen. Und das kommt zusätzlich zu einer unfassbaren finanziellen Belastung aufgrund von Krankheit. Diese Geschichte könnte uns ruinieren.

    Die Hausverwaltung möchte also mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben. Sie zucken mit den Schultern und sagen, die Versicherung übernimmt einen Teil, für den Rest seien wir verantwortlich. Natürlich wissen wir im Nachhinein, dass wir nicht alles richtig gemacht haben. Wir sahen uns aber in einer absoluten Zwangslage, nachdem wir letztes Jahr bereits aufgrund eines Wasserschadens VIER MONATE nicht in unserer Wohnung wohnen und zu meinen Eltern ziehen mussten. Und jetzt ist genau das eingetreten, was die Hausverwaltung uns beim ersten Telefonat genau andersherum zugesichert hatte: Wir werden total im Stich gelassen.

    Gibt es noch irgendeine Hoffnung für uns? Wir würden uns sehr über eure Meinung freuen. Im Moment stehen wir einfach nur ratlos da.

  • Hallo,

    hier kann man vermutlich schon einmal zwischen Straf- und Mietrecht unterscheiden.

    Die ganze Geschichte mit den 3 Angestellten, die über 5 Stunden Böden und Wände aufreißen und hiernach 7.000 € verlangen ist schon grenzwertig und mehr als unseriös. Die Anzeige ist wohl der richtige Weg und es bleibt zu hoffen, das diese Erfolg hat.

    Die Versicherung übernimmt hier natürlich nur den angemessenen Teil der Instandsetzung und nicht den Wucherpreis dieser Firma.

    Wenn die Verwaltung nun den Rest übernimmt, dann nur aus Kulanz.

    Ich würde mich mit der Verwaltung aber nochmals zusammensetzen und einen kleinen Brief fertig machen. Dort würde ich darauf verweisen, dass keinerlei Notrufnummern bekannt waren. Im Normalfall wäre - ohne euren eigenen Einsatz - das Wasser weiter gelaufen und hätte sicher einen Schaden > 7.000 € verursacht.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Der Notdienst stemmte mit 3 Mann 5 1/5 Stunden lang Wände und Böden auf, um letzten Endes festzustellen, dass das Wasser aus der Nachbarwohnung kam, in der seit 3 Monaten niemand mehr wohnt.

    Genial. Wir wissen zwar nicht wo das Wasser herkommt, aber fangen schon mal an das Haus abzureissen?

    Danach passierte zwei Wochen lang gar nichts. Kein Geld, keine Reparaturen unserer durchlöcherten Wohnung, gar nichts.

    Wie jetzt, ihr lasst euch von einem wütenden Bautrupp die Wohnung demolieren, und seid nun ganz entsetzt das noch keine Reparatur oder Barauszahlung erfolgt? Von wem eigentlich?

    Die Hausverwaltung sagt nun: Ach Mensch, ist ja blöd für Sie gelaufen Familie W., leider zahlt die Versicherung nur den Betrag, den wir von unserer Partnerfirma X als Vergleichsangebot erhalten haben.

    Da klingt logisch. Warum sollte die Versicherung Sachfremde oder unnötige Leistungen bezahlen?

    Natürlich wissen wir im Nachhinein, dass wir nicht alles richtig gemacht haben.

    Das ist wohl eine grobe Untertreibung.

    Wir werden total im Stich gelassen.

    Das würde ich anders sehen. Im Prinzip ist so der Ablauf bei einem Wasserschaden. Du kannst doch nicht von anderen ernsthaft verlangen das Sie deinen Schaden regulieren, der dadurch zustande gekommen ist, das du dich wohl hast betrügen lassen? Dafür gibt es, soweit ich weiß, keine Versicherung die das abdeckt.

    Evtl. könnte der Vermieter vieleicht sogar auf die Idee kommen den Schaden der angerichtet wurde in rechnung zu stellen. Ob das bestand hätte ist natürlich eine andere Frage.


    Sorry, bitte nimm das nicht persönlich, aber so ganz gute Karten für euch sehe ich da einfach nicht. Ich denke wenn du Geld holen willst dann am wahrscheinlichsten von der Firma die den Schaden angerichtet hast,

    3 Mal editiert, zuletzt von AJ1900 (17. April 2018 um 10:20)

  • Am Ende verlangte die Firma von uns 7095,73 € für die Arbeit (pro Mann inkl. Feiertagszuschlag 320 € pro Stunde).

    Habt ihr eigentlich kein Tageslimit auf der EC-Karte? Ich hätte das gar nicht bezahlen können, selbst wenn ich es gewollt hätte. Schon aus Sicherheitsgründen habe ich so ein Limit.

  • Hallo,

    ich sehe das genauso wie Aj900. Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es in dem Haus kein Absperrventil für das gesamte Wasser gibt. Dann hätten zwar einen Tag alle Mieter kein Wasser - aber was soll's: ein größerer Schaden wäre verhindert worden.

    Dass Ihr auf eine evtl. betrügerische Firma reingefallen seid, kann weder dem Vermieter noch der Versicherung angelastet werden.

    Gruß!

  • AJ1900:

    Man sollte hier allerdings auch mal die Umstände berücksichtigen, insbesondere, wenn man auf so einem Gebiet ein absoluter Laie ist.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Genial. Wir wissen zwar nicht wo das Wasser herkommt, aber fangen schon mal an das Haus abzureissen?

    Die Firma hat über alle Wege versucht, an Rohrpläne oder Grundrisse des Hauses heranzukommen. Nichts war vorhanden. Wie wärst du denn vorgegangen, um herauszufinden, woher das Wasser kommt?

    Zitat

    Wie jetzt, ihr lasst euch von einem wütenden Bautrupp die Wohnung demolieren, und seid nun ganz entsetzt das noch keine Reparatur oder Barauszahlung erfolgt? Von wem eigentlich?

    Zumindest der angemessene Betrag für den Notdiensteinsatz hätte uns sofort zugestanden, soviel wissen wir durch einen Anwalt schon. Aber wir wollten uns nicht noch zusätzlich mit der Hausverwaltung in einen Rechtsstreit begeben.

    Zitat

    Da klingt logisch. Warum sollte die Versicherung Sachfremde oder unnötige Leistungen bezahlen?

    Toller Hinweis, dessen wir uns natürlich längst bewusst sind. Ich habe mit keiner Silbe erwähnt, dass wir mehr Leistungen von der Versicherung verlangen. Es geht um die Hausverwaltung, steht ja schwarz auf weiß drin.

    Zitat

    Das ist wohl eine grobe Untertreibung.

    Bist ja ein toller Teil dieser "Community"! Mir war ja klar, dass es Leute gibt, die dich an dem Unglück anderer aufgeilen, aber in der Form und in diesem Augenblick, wo ich noch schildere, in welch unfassbar beschissenen Lage wir uns - auch gesundheitlich - befinden, gibt es sicherlich angemessenere Wege, auf so einen Post zu reagieren.

    Ich würde mich mit der Verwaltung aber nochmals zusammensetzen und einen kleinen Brief fertig machen. Dort würde ich darauf verweisen, dass keinerlei Notrufnummern bekannt waren. Im Normalfall wäre - ohne euren eigenen Einsatz - das Wasser weiter gelaufen und hätte sicher einen Schaden > 7.000 € verursacht.

    Danke, genau so ist es, da wir durch den Schaden letztes Jahr enorm gelitten haben, wollten wir einfach nur schlimmeres verhindern. Wir wollten einfach nur das Richtige tun.

  • Hallo,

    Die Firma hat über alle Wege versucht, an Rohrpläne oder Grundrisse des Hauses heranzukommen. Nichts war vorhanden. Wie wärst du denn vorgegangen, um herauszufinden, woher das Wasser kommt?

    indem ich der Firma vorgeschlagen hätte, den Weg zum Hauptventil frei zu machen, der eigentlich gekennzeichnet sein sollte und in keinem Fall solch hohen Kosten verursacht hätte? Oder ich hätte den Wasserversorger (der gemeinhin 365 Tage im Jahr an 24 Stunden erreichbar ist) um Hilfe gebeten, wie an das Hauptventil heran gekommen wird?

    Gruß!

    Gruß!

  • Hallo,

    indem ich der Firma vorgeschlagen hätte, den Weg zum Hauptventil frei zu machen, der eigentlich gekennzeichnet sein sollte und in keinem Fall solch hohen Kosten verursacht hätte? Oder ich hätte den Wasserversorger (der gemeinhin 365 Tage im Jahr an 24 Stunden erreichbar ist) um Hilfe gebeten, wie an das Hauptventil heran gekommen wird?

    Gruß!

    Gruß!

    Sorry, vergessen. Wurde selbstverständlich als erstes gemacht. Das Abdrehen des Hauptventils hat keine Verbesserung gebracht. Deshalb wurde die Ursache in der Fußbodenheizung vermutet. Auch das Abdrehen dieser brachte leider nichts. Im Endeffekt ja auch logisch, da es daran lag, dass das Wasser in der Toilette des nicht vorhandenen Nachbarn ca 5cm hoch stand und sich einen Weg durch die Wände gebahnt hatte.

  • Wie wärst du denn vorgegangen, um herauszufinden, woher das Wasser kommt?

    Z.Bsp. erst mal Wasser abstellen und dann bei den Nachbarn klingeln und fragen, und wenn da eine Leerwohung direkt neben euch ist, wo Wasser unter der Wand hervorkommt, da braucht man wohl keine kriminalistischen Fähigkeiten.

    Aber selbst wenn, Wasser aus und schauen, und nicht erst den Hammer schwingen.

    Vor allem ist es wohl einfach eine grobe Fahrlässigkeit einen Bautrupp zu beauftragen der dir 5 1/2 Stunden die Bude einreisst? Wie kommst du eigentlich darauf solchen Baumaßnahmen zu veranlassen?

    Kannst du mir mal erklären was ein Löch in der Wand oder im Boden nutzen sollen, wenn das Wasser noch läuft?

    wo ich noch schildere, in welch unfassbar beschissenen Lage wir uns - auch gesundheitlich - befinden, gibt es sicherlich angemessenere Wege, auf so einen Post zu reagieren.

    Ja, da stimme ich dir zu. Mitleid wird dir aber nicht helfen. Glaubst du vieleicht jemand schenkt dir aus Mitleid die 7000€ bzw. den Differenzbetrag? Von dieser Annahme würde ich mich sogleich verabschieden, dann erkennst du die Situation klarer.

    Toller Hinweis, dessen wir uns natürlich längst bewusst sind. Ich habe mit keiner Silbe erwähnt, dass wir mehr Leistungen von der Versicherung verlangen. Es geht um die Hausverwaltung, steht ja schwarz auf weiß drin.

    Auch eine Hausverwaltung haftet nicht dafür das ihr euch betrügen lasst.

    2 Mal editiert, zuletzt von AJ1900 (17. April 2018 um 11:25)

  • Z.Bsp. erst mal Wasser abstellen und dann bei den Nachbarn klingeln und fragen, und wenn da eine Leerwohung direkt neben euch ist, wo Wasser unter der Wand hervorkommt, da braucht man wohl keine kriminalistischen Fähigkeiten.

    Aber selbst wenn, Wasser aus und schauen, und nicht erst den Hammer schwingen.

    Natürlich hätte ich, statt zu schreiben "kurz zusammengefasst", die gesamte Geschichte hier rein kopieren können, die in meinem Dokument 9 DIN A4 Seiten umfasst. Ich dachte aber dann lesen es wahrscheinlich doch eher weniger Leute. Wie du vielleicht gelesen hast: SELBSTVERSTÄNDLICH wurde das Wasser zuerst abgedreht und gewartet. Und SELBSTVERSTÄNDLICH haben wir alle möglichen Nachbarn aus den Betten geklingelt, um bei ihnen in den Wohnungen zu schauen. Entschuldige bitte, aber wir sind nicht darauf gekommen, dass die Toilette einer unbewohnten Wohnung derart überlaufen kann. Und zwar niemand von und, den anderen Mietern, die alle zusammenkamen, und dem Sanitärdienst. Aus den Rohren konnte es ja nicht kommen, Wasser war wie gesagt abgedreht.

    Zitat

    Wie kommst du eigentlich darauf solchen Baumaßnahmen zu veranlassen?

    Kannst du mir mal erklären was ein Löch in der Wand oder im Boden nutzen sollen, wenn das Wasser noch läuft?

    Erstens: Wasser lief nicht mehr. Zweitens: Hat die Firma natürlich erst langsam begonnen, nach der Ursache zu suchen. Erst als klar wurde, dass die Wände und der Boden bereits völlig durchnässt sind, wurde weiter aufgemacht. Die Hausverwaltung bestätigte im Nachhinein, dass die Wand sowieso eingerissen werden muss, da sie durchweg nass und verschimmelt ist. Drittens, wie auch schon vermutet wurde: Ja, wir sind absolute Laien auf dem Gebiet. Wir sehen Wasser aus der Wand kommen - wir kriegen Panik vor einer Wiederholung des letzten Jahres.

    Zitat

    Mitleid wird dir aber nicht helfen.

    Ich erwarte von einer Community auch kein Mitleid, sondern nur, dass man versucht, sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen und natürlich ehrlich, aber trotzdem menschlich zu reagieren.

  • Natürlich hätte ich, statt zu schreiben "kurz zusammengefasst", die gesamte Geschichte hier rein kopieren können, die in meinem Dokument 9 DIN A4 Seiten umfasst. Ich dachte aber dann lesen es wahrscheinlich doch eher weniger Leute. Wie du vielleicht gelesen hast: SELBSTVERSTÄNDLICH wurde das Wasser zuerst abgedreht und gewartet. Und SELBSTVERSTÄNDLICH haben wir alle möglichen Nachbarn aus den Betten geklingelt, um bei ihnen in den Wohnungen zu schauen. Entschuldige bitte, aber wir sind nicht darauf gekommen, dass die Toilette einer unbewohnten Wohnung derart überlaufen kann. Und zwar niemand von und, den anderen Mietern, die alle zusammenkamen, und dem Sanitärdienst. Aus den Rohren konnte es ja nicht kommen, Wasser war wie gesagt abgedreht.

    Erstens: Wasser lief nicht mehr. Zweitens: Hat die Firma natürlich erst langsam begonnen, nach der Ursache zu suchen. Erst als klar wurde, dass die Wände und der Boden bereits völlig durchnässt sind, wurde weiter aufgemacht. Die Hausverwaltung bestätigte im Nachhinein, dass die Wand sowieso eingerissen werden muss, da sie durchweg nass und verschimmelt ist. Drittens, wie auch schon vermutet wurde: Ja, wir sind absolute Laien auf dem Gebiet. Wir sehen Wasser aus der Wand kommen - wir kriegen Panik vor einer Wiederholung des letzten Jahres.

    Wie du das so schreibst muß hört sich das an als ob das ja eine tolle Firma gewesen sein muß? Nun ja, bleibt unterm Strich eine offenbar betrügerische Rechnung, die du leider bezahlt hast. Ich sehe halt einfach nicht, das dafür jemand anders zuständig ist als du selbst. Natürlich ist der Vermieter/die Versicherung hier mindestens für den nötigen/üblichen Teil mit in der Haftung, das ist schon klar, aber sicher nicht für jeden absurden Betrag.

    sondern nur, dass man versucht, sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen und natürlich ehrlich, aber trotzdem menschlich zu reagieren.

    Ich gebe es zu, fällt mir schwer mich da hineinzuversetzen wenn von Stundensätzen von weit jenseits der 300€ die rede ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von AJ1900 (17. April 2018 um 11:54)

  • Hallo,

    so, nun ist genug - es muß sich nicht unbedingt gestritten werden. Alle Seiten haben ihre Meinung geäußert - und all das bringt der TE das Geld auch nicht zurück. Die Hausverwaltung wird sich wahrscheinlich weigern, höhere Kosten zu übernehmen, weswegen es durchaus zu einem gerichtlichen Verfahren kommen könnte. Allerdings sehe ich dabei die Aussichten nicht unbedingt als rosig an, aber das soll der Rechtsanwalt vor Ort klären.

    Gruß!

  • Auch eine Hausverwaltung haftet nicht dafür das ihr euch betrügen lasst

    Auch hier nochmal der Aspekt, dass die Hausverwaltung auf der Mailbox darauf hinweist, die Havarie-Hotline anzurufen, die aber gar nicht existiert.

    Was macht der Mieter da?

    • Er lässt das Wasser weiterlaufen
    • Er sucht im Internet selbständig nach Firmen, um den Schaden zu begrenzen.

    Man kann einem Mieter doch nicht vorwerfen, dass er von der Ausführung keine Ahnung hat. Du als Vermieter hast vielleicht Grundkenntnisse von Bautechnik, allerdings kannst du das nicht von jedem Mieter erwarten.

    Stell Dir mal vor, es handelt sich hier um eine 80jährige Oma. Soll diese Ahnung von der Maßnahme haben? Unabhängig dürfte einen so eine Situation schnell überfordern.

    Dahingehend kann ich deinen aggressiven Ton überhaupt nicht nachvollziehen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Man kann einem Mieter doch nicht vorwerfen, dass er von der Ausführung keine Ahnung hat.

    Ich werfe ihm das auch nicht vor. Ich sage nur das wenn man sich betrügen lässt, man leider selbst dafür verantwortlich ist. Was anderes zu erzählen wird ihm evtl. nur noch mehr kosten verursachen, denke ich.

    Stell Dir mal vor, es handelt sich hier um eine 80jährige Oma. Soll diese Ahnung von der Maßnahme haben? Unabhängig dürfte einen so eine Situation schnell überfordern.

    Ja, da gebe ich dir recht. Nur was ändert das an der juristischen Situation? Solange sich der TE hier nicht unter Vormundschaft befindet wird das sein Chancen kaum verbessern, oder wie?

    Was macht der Mieter da?


    Er lässt das Wasser weiterlaufen
    Er sucht im Internet selbständig nach Firmen, um den Schaden zu begrenzen.

    Zwischen Wasser abstellen und Wand und Boden raushacken, gibt es meiner Meinung schon noch einen gewissen Spielraum, meinst du nicht auch? Ich sehe ja ein das das für den Laien schwer ist, aber so wie ich das verstanden habe geht es auch gar nicht um die Arbeit, sondern um die absurd hohe Rechnung.

    Ob man sich bei Stundensätzen von 320€ noch auf den Status als Laie berufen kann, wage ich mal zu bezweifeln.

    Aber wie ist deine Meinung? Meinst du vieleicht Versicherung oder Vermieter können zur Zahlung solche absurder Stundensätze verpflichtet werden? Das ist doch, auf das wenstliche reduziert, die einzige Frage die sich stellt, oder nicht?

    Einmal editiert, zuletzt von AJ1900 (17. April 2018 um 12:21)

  • Es hat ja aber offensichtlich nicht funktioniert, das Wasser abzustellen, da es sich um eine Abwasserleitung gehandelt hat. Das schrieb ja der Fragesteller.

    Aber wie ist deine Meinung?

    Siehe meine Antwort. Es geht gar nicht um den tatsächlichen Inhalt der Antwort, sondern vielmehr um die Art und Weise.

    Jemand, der vielleicht mehrere tausend € aufgrund eines (eingesehenen) Fehlers verliert und sich dennoch verzweifelt nach einem Strohhalm klammert, kann durchaus mal eine nette Antwort bekommen, oder?

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Es geht gar nicht um den tatsächlichen Inhalt der Antwort, sondern vielmehr um die Art und Weise.

    Als Fragensteller in der Situation würde mich vordergründig eher der Inhalt interessieren.


    Jemand, der vielleicht mehrere tausend € aufgrund eines (eingesehenen) Fehlers verliert und sich dennoch verzweifelt nach einem Strohhalm klammert, kann durchaus mal eine nette Antwort bekommen, oder?

    Ja, ich gebe zu, Seelsorge ist nicht mein Fachgebiet. Mitleidsbekundungen usw. in schriftorm übers Netz halte ich persönlich auch eher für uneherlich. Letztlich kennt man den Menschen nicht und die Situation auch nur aus einer Perspektive, von daher versuchen ich mich lieber an die geschilderten Fakten zum Themazu halten und nicht an den Pulverdampf drumherum.

  • Wie wäre es, wenn es für jeden jetzt eine runde Milch und Kekse gibt?.......So, jetzt gehen wir ganz entspannt an diese Sache ran.

    Anspruchsgrundlage dafür ist § 536a II BGB. Darin steht geschrieben, das die gemachten Aufwendungen ersetzt werden müssen. Laut Palandt umfasst das die erforderlichen Aufwendungen, die der Mieter aufgrund eines fachmännischen Rates für geeignet und erforderlich halten durfte. Weiter steht geschrieben, das Ausführungen vom Fachbetrieb die nicht mangelfrei sind, aber dem Mieter kein Verschulden zu Last gelegt werden kann trotzdem zu ersetzen sind.

    Also, was können wir damit anfangen? Die Ersatzanspruch richtet sich nicht objektiv danach, was sich als nachhinein für notwendig herausgestellt hat, sondern nach der Momentaufnahme im Zeitpunkt des Schadens und was man für erforderlich halten durfte.

    Das größte Problem ist jetzt das Verschulden vom Mieter, auch was die Fahrlässigkeit erfasst und die Beweisbarkeit. Wenn jetzt eine Fachfirma sagt, das und das ist unbedingt notwendig, kann man ja schon auf die Idee kommen, das ein Laie dazu nur nicken kann. Wiederum stellt sich die Frage ob jetzt aber auffallen hätte müssen, das der Preis von 7.000€ sehr hoch ist. Aber wie soll man sich da schnell einen Überblick aller Kosten verschaffen?

    Ich werde mich jetzt hier nicht an der Diskussion beteiligen, ob man fahrlässig war, ob man das erkennen hätte können ect, weil dabei geht es dann auch wieder um Beweisbarkeiten, um Vergleichspreise und der konkreten Situation. Aber davon weiß man hier nichts, darum ist eine Beurteilung einfach nicht möglich.

    Aber es gibt Ansatzpunkte (um wenigstens einen Teil zusätzlich) ersetzt zu bekommen, aber die sollten dann von einem Fachanwalt geprüft werden und geltend gemacht werden.

    PS: "Wir lassen sie nicht hängen" könnte man doch als Schuldanerkenntnis auslegen :D

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