Wohnungstür soll gestrichen werden - und dann offenbleiben für Stunden

  • Einen schönen Samstag zusammen. Ich hab hier durch Google hergefunden, da mir eine dringende Frage auf den Nägeln brennt.

    Heute morgen eröffnete mir meine Vermieterin, dass sie "irgendwann in den nächsten 2 Wochen" meine Wohnungstüre von aussen streichen will (wobei sie mir vermutlich 2 Sekunden vorher Bescheid gibt, dass es jetzt soweit ist). Soweit kein Problem. Das Problem fängt mit dem nächsten Satz an.

    "Die Tür muss dann mindestens 6 Stunden offenstehen, damit sie trocknen kann."

    Mein erster Gedanke war: "Aber sonst gehts Ihnen gut?" Gesagt habe ich das nicht. Ich habe sie nur darauf hingewiesen, dass ich das nicht einsehe, da sie mich zu zu 6 Stunden Hausarrest damit verdonnert und ich dann hier sitze wir auf dem Präsentierteller! Meine Wohnungstüre geht zum Wohnzimmer rein, der Flur ist weiter hinten.

    Mal abgesehen davon, dass sie dann das Dichtungsband von der Tür reissen wird, dass ich selber anbrachte (ich habe teilweise 2cm dicke Spalten in der Tür durch die es sakrisch zieht und die ich von aussen und innen mit Dichtungsband versehen habe, damits eben nicht mehr ganz so schlimm zieht. Die Erlaubnis dazu hatte ich, ich sollte es aber gefälligst selber tragen. Geiz ist hier das Schlagwort des Hauses). Das ich das von ihr ersetzt kriege kann ich genauso vergessen wie die Tatsache, dass hier mal eine vernünftige Haustür eingebaut wird.

    Meine Frage ans Forum: Darf meine Vermieterin das überhaupt verlangen? Also das die Tür offenstehen muss (egal wielange jetzt), ich somit die Wohnung nicht verlassen kann und jeder reinsehen kann, wenn er vorbeigeht.

    Hinzu kommt, dass unsere untere Haustür ständig offensteht bzw. -seit ein Nachbar mal etwas lauter wurde, weils bei ihm dann heftig zieht- der Schnapper immer unten ist, so das Hinz und Kunz ins Haus kann. Unserer Vermieterin ist das egal, die kann mit der Nachbarin -die die Tür so "behandelt"- sehr gut und sagt nichts. Für unsere Vermieterin gibt es keine Gleichberechtigung unter den Mietern, einige werden gleicher behandelt wie andere und einige werden ständig angemault, selbst dann, wenn sie nichts dafür können. Normal reden ist mit ihr nur möglich, wenn man einer ihrer Lieblinge ist. Der ich nicht bin, da ich Widerworte gebe.

    Über Hilfe zur Türproblematik wäre ich dankbar, der Rest dient nur zur Erklärung um evtl. Fragen zu vermeiden.

    Danke im Voraus
    Anita B.

  • Hallo AnitaB,

    Deine VM kann von Dir schon eine Mitwirkungspflicht erwarten.
    Ich würde ihr mitteilen, dass ich gerne bereit bin, mitzuwirken unter der Voraussetzung, dass während der Reparaturzeit eine Ersatztür mit Exklusivschlüssel für mich eingebaut wird UND die Original-Wohnungstür vor dem Anstrich dahingehend instandzusetzen ist, dass sie ordnungsgemäss und dicht schliesst. Sie gehört zur Mietsache, welche nach den Bestimmungen des § 535 BGB vom VM in Ordnung zu halten ist. Dies würde ich schriftlich machen, damit sie etwas zum Nachlesen hat.

  • Danke für die Antwort Berny. Ich habe ja auch nichts gegens Streichen einzuwenden nur etwas dagegen, dass die Tür ewig offenstehen soll. Dann werde ich das mal so machen, dass ich ihr was schreibe. Auch wenn ich es sehr zu bezweifeln wage, dass sie da einlenken zeigt. Das zeigen einige Vorkommnisse aus der Vergangenheit. Und ich bin mittlerweile einfach nicht zu sehr viel Entgegenkommen bereit. Sie viel verdienen - aber nichts oder so wenig wie möglich investieren. Für sie haben die Mieter nach ihrer Pfeiffe zu tanzen und zu machen, was sie will.

    So habe ich in den 4 Jahren, in denen ich hier wohne, bereits 2 Armaturen austauschen müssen (dank handwerklich begabter Freunde ging das gottlob recht kostengünstig). VM weigerte sich mit den Worten, dass es ne Kleinstreparatur wäre. Die Armaturen waren hinüber, sie tropften und leckten und neue Gummidichtung brachte rein gar nichts.
    2 Fenster mit Silikon dichtgemacht rundherum, weil die schlampig eingebaut wurden so das durch die (Bauschaum)Lücken der Wind pfiff.
    Lebe mit 3 undichten, ca. 30 Jahre alten, Holz-Fenstern, die ich weitesgehend ebenfalls mit selbst bezahltem Dichtband dichtgeklebt habe. Mir war vor dem Einzug bekannt, dass es sich um 30 Jahre alte Fenster handelt. Jedoch nicht, dass die Teile undicht sind. Teils regnet es durch, sodass ich bei Regen sämtliche Aussenrollos runtermachen muss.

    Das ist nur ein Teil dessen, was hier schon alles war. Die Wohnungen sind teilweise abgetrennt einfach indem man eine Zimmertür abschloss und den Schlüssel wegwarf. Keine Dämmung zwischen den Zimmern verschiedener Wohnungen.

    Jetzt bitte nicht sagen "Neue Wohnung suchen" da sitz ich seit 2 Jahren dran. Ich bin ortsgebunden und man findet hier einfach nichts, was bezahlbar ist.

    Wünsche noch einen ruhigen Abend.
    Anita B.

  • Als Erstes sollte man sich freuen, dass die Tür neu gestrichen wird. Dass diese anschließend trocknen muss, liegt nun mal in der Natur der Dinge. Bitte doch die Vermieterin, dass sie einen Termin mit dir ausmacht und keinen "vorsetzt", damit es für dich unproblematisch ist während der Zeit zu hause zu sein. Man kann sich darüber ärgern, aber mal ehrlich: man ist doch auch ohne offener Tür mal 6 Stunden zu hause und fühlt sich deswegen nicht gleich eingesperrt, oder? Bitte sie doch einfach mal darum, dass eine gleichwertige Dichtung wieder angebracht wird, denn als Vermieterin hat sie auch eine gewisse Pflicht im Sinne des Energieeinsparens. Evtl. muss die Dichtung gar nicht abgerissen werden, vielleicht kann man sie auch abkleben.

  • Ich sagte ja schon, dass ich nichts gegen das Streichen einzuwenden habe (über das darüber freuen lässt sich streiten, es gibt hier im Haus Dinge, die in den Augen von uns Mietern wichtiger sind). Nur dagegen, dass die Tür die ganze Zeit offenstehen muss. Sie ist nicht bereit, das Streichen Samstag nachmittags, Sonntags oder Abends zu machen. Ebensowenig wie dazu, mir eine Ersatztür einzubauen oder die neuen Dichtungen zu bezahlen (abkleben geht nicht - so wie sie sagt). Ich müsste mir dafür Urlaub nehmen, das ist ihr egal. Soll ich mir halt jemanden suchen, der aufpasst. Ebenso ist es ihr egal, dass ich noch bis Mittwoch Urlaub habe und zu Hause wäre. Das ist das, was ich ihr zähneknirschend als Entgegenkommen von meiner Seite gezeigt habe. Da sie Rentnerin ist, müsste sie es nicht mit ihrem Job vereinbaren, dass ich grad diese Woche 3 Tage Urlaub habe. Auch wenn es meine Planungen ziemlich über den Haufen werfen würde.

    Meine Vermieterin ist zu keinerlei Entgegenkommen bereit. Sie wohnt im gleichen Ort, also hatte ich ihr Samstag einen Brief in den Kasten gesteckt.

    Mittlerweile habe ich von meinen Mitmietern erfahren, dass auch ihre Türen gestrichen werden sollen. Davon, dass die mehrere Stunden aufstehen muss, wurde ihnen nichts gesagt. Im Gegenteil auf Nachfrage (das Thema ging hier im Haus am WE ziemlich heftig rum, da die meisten hier die Türen selbständig nachgebessert haben) wurde ihnen gesagt, dass die Haustüre sofort wieder geschlossen werden kann.

    Die Wohnung unter mir ist gestrichen, die Haustüre durfte sofort geschlossen werden. Gestrichen wurde sie gestern, auf einem Sonntag. Etwas, was man bei mir angeblich nicht kann, weil der Sonntag ihr heilig ist.

    Entweder ist das, was sie mir gesagt hat, reine Schikane (wir haben eh schon kleine Probleme, da ich net "Ja und Amen" sage, wenn sie was von mir will, sondern auch Widerworte gebe) oder die gute Frau weiß selber nicht, was sie will.

    Auch heute morgen war sie wieder im Haus und hat den Treppenaufgang weitergestrichen. Aber meine Tür, dafür ist keine Zeit.

    Ich habe hier nunmal niemanden, der mal eben sich ein paar Stunden in meine Wohnung setzen kann. Meine Eltern & Großeltern leben nicht mehr, meine Familie ist fast 800 km weit weg und meine Freunde sind -wie ich- berufstätig.

  • Dein Schicksal hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich habe für Dich eine Kerze aufgestellt.
    Aufgrund deiner schwerwiegenden Probleme erscheint das Leid der Welt in einem anderen Licht ...

    Sach mal gehts noch?

  • Also für mich klingt das wirklich nach Schikane. Mit ein bischen gegenseitigen Entgegenkommen hätte sich das durchaus anders lösen können.
    Ein Rechtsanspruch auf eine vorgezogene Reparatur oder ein besonderes zeitliches Entgegenkommen, sehe ich aber nicht.

  • Sie soll mich net vorziehen sondern einfach gleichberechtigt behandeln.

    Gestern am späten Nachmittag und heute den Tag über wurden die restlichen Türen im Haus gestrichen, alle außer meiner. Alle Türen konnten direkt nachm Streichen geschlossen werden.

    Da mein Termin am Nachmittag sich zerschlagen hatte war ich sogar daheim. Sie sah mich und meinte nur, dass sie Donnerstag die Tür streicht. Da fiel mir nicht allzuviel zu ein mehr, ich hab ihr nur gesagt, dass ich net daheim bin, und dass ich net verstehe, warum sie die Wohnungen über mir streicht -wo die Nachbarn nicht berufstätig sind- sowie die neben mir, aber bei mir hat sie keine Zeit. Kommt nur zurück "Ich habe für deine Tür jetzt keine Zeit und ausserdem habe ich einen Schlüssel!".

    Mein Freund hat grad das Schloss ausgewechselt....... Das sie einen Schlüssel hatte wusste ich nicht.

    Das Ganze ist im Grunde nur ne Bagatelle, nur wird hier aus jeder Bagatelle ein Staatsakt gemacht. Unsere VM hat ihre Lieblinge, für die tut sie alles. Und sie hat jene wie mich. Jene die nicht gleich springen, wenn sie ein Staubkorn sieht, ein Blatt über die Straße fliegt, die ihr keinen roten Teppich ausrollen und es auch wagen die Tür nicht zu öffnen, wenn sie mal wieder irgendwas will. Ich mache meine Dienste, stelle auch die Tonnen ausserhalb meines Plans raus. Aber ich bin nicht die Putzfrau hier im Haus. Seitdem sie merkt, dass sie mir da nicht mehr mit kommen kann, bin ich unten durch bei ihr. Zusammen mit noch 3 anderen Mietern ausm zweiten Eingang. Und genau das ist auch der Grund, warum ich für so eine Bagetelle Hilfe suchte.

  • "Sie soll mich net vorziehen sondern einfach gleichberechtigt behandeln."

    Ich meinte zeitlich vorziehen. Im Hinblick darauf, dass Sie ja momentan noch Urlaub haben und sich später extra frei nehmen müssten, während andere vielleicht sowiso immer zu Hause sind. Wäre ja nett gewesen.

  • Ich meinte zeitlich vorziehen. Im Hinblick darauf, dass Sie ja momentan noch Urlaub haben und sich später extra frei nehmen müssten, während andere vielleicht sowiso immer zu Hause sind. Wäre ja nett gewesen.

    Achso, Tschuldigung dann hatte ich das falsch verstanden.

    Ich werd ja Donnerstag sehen, was passiert ist oder nicht.

    Wünsche noch einen ruhigen Abend.

    Anita B.

  • Kann schon sein, dass sie das "extra" terminlich nicht entgegen kommt, aber aufregen nützt jetzt nichts. Wenn sich bei mir 2 Mal im Jahr Heizungs- bzw. Wasserableser ankündigen (zwischen 8 und 14 Uhr oder ähnliche Scherze sind das ja immer), muss ich als Mieter für die jeweiligen Tage auch Urlaub nehmen. Das ist nun mal so. Für solche Tage überlege ich mir immer irgendwas sinnvolles was man in der Wohnung machen kann, um den Tag noch irgendwie sinnvoll zu gestalten, wenn man schon "eingesperrt" ist. Zum Beispiel Wäschschrank ausmisten, Fenster putzen, etc.

  • Kann schon sein, dass sie das "extra" terminlich nicht entgegen kommt, aber aufregen nützt jetzt nichts. Wenn sich bei mir 2 Mal im Jahr Heizungs- bzw. Wasserableser ankündigen (zwischen 8 und 14 Uhr oder ähnliche Scherze sind das ja immer), muss ich als Mieter für die jeweiligen Tage auch Urlaub nehmen. Das ist nun mal so.


    Für meine Immobilie gibt's seit zwei Jahren einen neuen Provider mit neuen Funk-HKVs.:p:)

  • Und das funktioniert auch von außerhalb der Wohnung? Bei mir geht er immer mit so einem Funkding an die jeweiligen Heizungszähler.


    Letzteres bezweifele ich.... Scannt er evtl. lediglich den Strichcode des HKV und gibt dann händisch den Zählerstand ein?
    Unser Ableser fährt vor das Haus, schaltet sein SchleppTopp ein und wartet, bis er Vollzugsmeldung bekommt und fährt dann zum nächsten Kunden. Falls die Verbindung nicht ganz klappt, muss der Ärmste sogar sein Autochen verlassen und auf dem Gehweg, notfalls sogar im Hauseingang, sein Glück versuchen.

  • So geht das hier mit der Heizung auch, per Funk. Wasseruhren sind im Keller. Bei meiner letzten Wohnung hat der Ableser die Berufstätigen vorgezogen, meist zwischen 7 und 8 Uhr, sodass einem nur ein paar Stunden "fehlten".

    Meine Tür ist als Einzige nach wie vor nicht gestrichen. Mittlerweile hat sie den Anwalt eingeschaltet. Grund: Sie konnte meine Wohnungstüre net öffnen. Frage mich welcher Anwalt dem Mieter vorschreibt, dass man dem Vermieter nen Schlüssel geben muss. Und net dem Vermieter sagt, dass er kein Anrecht drauf hat.....

  • AnitaB:

    "Mittlerweile hat sie den Anwalt eingeschaltet. Grund: Sie konnte meine Wohnungstüre net öffnen."
    - Der hat vlt. (s)einen "Öffner" imer dabei...

    "Frage mich welcher Anwalt dem Mieter vorschreibt, dass man dem Vermieter nen Schlüssel geben muss. Und net dem Vermieter sagt, dass er kein Anrecht drauf hat....."
    - Das ist vlt. DER Anwalt, welcher durch Prozessieren gerne seine eigene wirtschaftliche Performance pushen möchte.

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