Ich sagte ja schon, dass ich nichts gegen das Streichen einzuwenden habe (über das darüber freuen lässt sich streiten, es gibt hier im Haus Dinge, die in den Augen von uns Mietern wichtiger sind). Nur dagegen, dass die Tür die ganze Zeit offenstehen muss. Sie ist nicht bereit, das Streichen Samstag nachmittags, Sonntags oder Abends zu machen. Ebensowenig wie dazu, mir eine Ersatztür einzubauen oder die neuen Dichtungen zu bezahlen (abkleben geht nicht - so wie sie sagt). Ich müsste mir dafür Urlaub nehmen, das ist ihr egal. Soll ich mir halt jemanden suchen, der aufpasst. Ebenso ist es ihr egal, dass ich noch bis Mittwoch Urlaub habe und zu Hause wäre. Das ist das, was ich ihr zähneknirschend als Entgegenkommen von meiner Seite gezeigt habe. Da sie Rentnerin ist, müsste sie es nicht mit ihrem Job vereinbaren, dass ich grad diese Woche 3 Tage Urlaub habe. Auch wenn es meine Planungen ziemlich über den Haufen werfen würde.
Meine Vermieterin ist zu keinerlei Entgegenkommen bereit. Sie wohnt im gleichen Ort, also hatte ich ihr Samstag einen Brief in den Kasten gesteckt.
Mittlerweile habe ich von meinen Mitmietern erfahren, dass auch ihre Türen gestrichen werden sollen. Davon, dass die mehrere Stunden aufstehen muss, wurde ihnen nichts gesagt. Im Gegenteil auf Nachfrage (das Thema ging hier im Haus am WE ziemlich heftig rum, da die meisten hier die Türen selbständig nachgebessert haben) wurde ihnen gesagt, dass die Haustüre sofort wieder geschlossen werden kann.
Die Wohnung unter mir ist gestrichen, die Haustüre durfte sofort geschlossen werden. Gestrichen wurde sie gestern, auf einem Sonntag. Etwas, was man bei mir angeblich nicht kann, weil der Sonntag ihr heilig ist.
Entweder ist das, was sie mir gesagt hat, reine Schikane (wir haben eh schon kleine Probleme, da ich net "Ja und Amen" sage, wenn sie was von mir will, sondern auch Widerworte gebe) oder die gute Frau weiß selber nicht, was sie will.
Auch heute morgen war sie wieder im Haus und hat den Treppenaufgang weitergestrichen. Aber meine Tür, dafür ist keine Zeit.
Ich habe hier nunmal niemanden, der mal eben sich ein paar Stunden in meine Wohnung setzen kann. Meine Eltern & Großeltern leben nicht mehr, meine Familie ist fast 800 km weit weg und meine Freunde sind -wie ich- berufstätig.