Hier mal die detaillierte Geschichte über das Problem mit meinem Vermieter:
Am 23.03.2022 habe Ich sowohl die Verlegung als auch die Beschaffung von neuem Laminat in unserer Mietwohnung vollständig selbst organisiert und bezahlt. Diese Maßnahme erfolgte mit der Zustimmung des Vermieters.
Am 04.04.2024 fand eine Besichtigung der Wohnung mit einem Kanalbauteam statt, bei der mir mitgeteilt wurde, dass der Fußboden nach unserem Auszug, Ende Juni, in der gesamten Wohnung geöffnet werden muss, um eine Kanalsanierung unter dem Haus durchzuführen. Auf meine Anfrage, ob das Laminat vor unserem Auszug, entfernt werden könne gab mir der Vermieter zu diesem Zeitpunkt keine Auskunft. Die Entfernung schien mir in beiderseitigem Interesse zu liegen, da Er nicht für den Rückbau und die Entsorgung hätte aufkommen müssen und ich eine kleine Rückvergütung (Kleinanzeigen) für den Verkauf des von mir bezahlten Bodens erhalten hätte.
In den darauffolgenden Monaten fanden weitere Besichtigungen für die geplanten Baumaßnahmen statt. Am 13.06.2024, als der Vermieter mit zwei anderen Herren die Wohnung besichtigte und gerade gehen wollten, sprach ich das Thema erneut an. Meine Frau, die beim Abschied anwesend war, erinnerte mich an die Angelegenheit mit dem Boden. Daraufhin fragte ich Ihn direkt, ob das Laminat entfernt werden könne. Meine Frau war somit Zeugin dieses Gesprächs und kann bestätigen, dass Er der Entfernung des Laminats zugestimmt hat.
In Übereinstimmung mit der mündlichen Vereinbarung habe ich das Laminat dann am 22.06.2024 entfernt, sodass nur noch der darunterliegende PVC-Boden in der Wohnung verblieb. Ich hätte das Laminat unter keinen Umständen ohne seine Zustimmung entfernt, da ich mir der entsprechenden Klauseln im Mietvertrag und der daraus resultierenden Nachforderungen bewusst bin. (Urzustand Einzug-Auszug)
Aus meiner Sicht sind mündliche Vereinbarungen rechtlich bindend. Der Vermieter fordert jetzt rund 1600€ nach, da Er gerne neuen Boden verlegen möchte und Ich die Wohnung nicht so hinterlassen habe wie Sie vorher war.
Wer ist im Recht - lohnt sich eine rechtlicher Konflikt für mich als Mieter in diesem Fall?