Probleme bei der Wohnungssuche vor Gericht stichhaltig beweisen.

  • Hallo
    Wir wurden wegen Eigenbedarfs gekündigt und nun läuft das Verfahren...

    Nicht unwesendlich für das Gericht ist ja auch welche Probleme beim Mieter vorliegen was die Wohnungssuche angeht.,,, Aus Gründen die ich hier aus Gründen des Schutzes der Identität nicht näher beschreiben werde ist das bei uns aus verschiedenen Gründen der Fall was mit unserer Lebenssituation zusammenhängt.

    Ich nehmen mal an, dass es heute eigentlich keiner besonderen Erläuterung bedarf dass eigentlich fast für jeden heutre eine Wohnungssuche problematisch ist. Dennoch muss man aber wohl vor Gericht tatsächlich noch nachweisen dass dies im persönlchen Fall so ist,

    Wie kann man so einen Nachweis führen? Mein Antwalt meinte ich solle mir das von einem Makler bestätigen lassen .,,,, Ich finde aber im Moment nur Onlineportale in denen Wohnungen für meinen Ort angeboten werden ... Wie soll das also gehen?

    Was muss ich denn bei einer Anfrage beim Makler oder einer Anzeige bei einer Zeitung für Daten angeben damit klar wird wie problematisch dies für uns ist? Imigrationshintergrund? Anzahl der Kinder? Soziale Situation? Haustiere?

    Natürlich gibt es ja irgendwelche Wohungungen im Angebot aber die sind eben entweder sauteuer oder man wird Mieter wie uns eben nicht unbedingt vorziehen ... was ist also zu tun?

    Vielen Dank schon mal !

  • Natürlich gibt es ja irgendwelche Wohungungen im Angebot aber die sind eben entweder sauteuer oder man wird Mieter wie uns eben nicht unbedingt vorziehen ... was ist also zu tun?

    Nachweisen, dass du dich intensiv um eine Wohnung bemüht hast im Rahmen dessen, was zumutbar ist. "Sauteuer" bedeutet was? Du musst keine Wuchermieten akzeptieren, allerdings kannst du auch nicht erwarten, etwas zum aktuellen Mietpreis zu finden, wenn der sehr günstig ist. Die ortsübliche Vergleichsmiete ist angemessen, evtl. auch darüber im Rahmen der Mietpreisbremse. Auf Wohnungen, die zumutbar für euch sind, solltet ihr euch prinzipiell bewerben und dies dokumentieren. Wenn ihr dann wirklich keine bekommen habt, könnt ihr dies belegen. Belegen bedeutet in diesem Fall genau dokumentieren, was ihr wann wo besichtigt habt, wann ihr zugesagt habt, die Wohnung gerne mieten zu wollen...

    Ich habe übrigens schon die Erfahrung gemacht, dass man auch in einem "umkämpften" Wohnungsmarkt durchaus zeitnah eine Wohnung finden kann, wenn man sich ernsthaft bemüht und genau diese Bemühungen müsst ihr darlegen. Registrierung bei allen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften unmittelbar nach Zugang der Kündigung sollte selbstverständlich sein, insbesondere, wenn man nicht der Traummiete für den freien Markt ist. Da Makler für Mietsuchende kaum tätig werden, halte ich das nicht für so zielführend, sich da bei allen zu registrieren, dürfte aber auch nicht schaden und könnte vor Gericht helfen.

  • Hab vielen Dank für die Antwort

    Aber wie soll ich das Dokumentieren? Mit Zeugen - oder soll ich die Vermieter per Einschreiben anschreiben?

    Muss ich auch diie Umstände reinschreiben die evlt erschwerden für die Bewerbung sind (Hausgiere usw...?).

    Ich kann aus gesundheiltichen Gründen nicht Autofahren.... muss ich mich auch auf Angebote berwerben die eigentlich persönlich nicht für mich geignet sind da die auf dem Dorf liegen oder kann ich meine Suche da auf meine bisherige Kleinstadt eingrenzen?

  • Eine tabellarische Aufstellung aller Bewerbungen, mit Datum der Besichtigung, Rückmeldung des Vermieters und anderen wichtigen Informationen reicht völlig aus, wenn sie glaubhaft ist.

    Wenn darin dann nur zwei Bewerbungen pro Woche drin stehen, macht Euch auf die Frage gefasst warumIhr so wenig aktiv seid. (Dann evtl. den Nachweis führen, dass nicht mehr passende Wohnungen angeboten wurden - aber das wird schwierig!)

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