Hallo liebe Community,
Ich suche verzweifelt nach einem Ratschlag...
Vor ca. zwei Jahren sind wir in einem Mehrfamilienhaus in einer sehr ruhigen Lage gezogen. Ich wohnte schon immer in einem Mehrfamilienhaus, aber DAS habe ich noch nie erlebt.
Wir wohnen im 2. Stock mit zwei weiteren Parteien. Im obersten Stockwerk ist eine Penthousewohnung die sich über alle Wohneinheiten der zweiten Etage erstreckt.
Schon kurz nach dem Einzug bemerkten wir, dass das Haus (Baujahr 2002) recht hellhörig ist, wir vernahmen immer wieder unsere Nachbarn aus dem obersten Stockwerk.
Da wir noch recht neu waren, haben wir das erstmal so hingenommen, jedoch wurde der Lärm (Trampeln, Türenknallen, verrücken von Möbeln) immer häufiger. Als wir nach kurzer Zeit dann unsere Nachbarn (Rentner) auf dem gleichen Stockwerk kennenlernten, hatten Sie uns schon darauf angesprochen, wie wir mit dem Lärm zurechtkommen. Im Laufe des Gespräches kam auf, dass es allgemein bekannt ist, dass die Nachbarn aus der Penthouswohnung sehr laut /unangenehm sind und unsere Vorgänger wegen dem Lärm ausgezogen sind.
Als es einen Sonntagvormittag (11-13 Uhr) so schlimm war, dass unsere Gläser in der Vitrine angefangen haben zu Klirren, bin ich nach oben gegangen und habe freundlich aber bestimmt um Rücksichtnahme gebeten. Die Tür wurde mir mit den Worten „Sonntags ist kein Ruhetag und mein Kind kann ich nicht an den Stuhl fesseln“ zugeknallt. Das „Kind“ geht in die 4-5 Klasse!
Seit diesem Tag an, terrorisiert uns diese Familie!
Egal ob in der Woche oder am Wochenende - zu jeder Tages- und Nachtzeit - gerne über 4 Stunden am Stück - werden Türen geknallt, Sich lauthals gestritten, Basketball in der Wohnung gespielt, Seil gesprungen, es werden Stühle quer über den Boden gezogen, es wird in der Wohnung gerannt, Sportübungen gemacht etc. die Liste des Lärmprotokolls umfasst mittlerweile sechs DINA 4 Seiten. Mehrmals haben wir das Gespräch gesucht, aber die Nachbarn weisen jegliche Lärmbelästigungen von sich, öffnen die Tür sogar nicht mehr! Wir haben es bereits mit zwei Lärmprotokollen (Unterschrieben von zwei Haushalten) bei der Hausverwaltung versucht – die schicken dem Nachbarn jedoch nur die „Hausordnung“ zu. Bereits unsere Vorgänger haben es mit Protokollen/Beschwerden versucht und sind, ebenfalls wie wir, gescheitert. Der Verwaltung sind die Lärmbelästigungen bereits bekannt - nach einem Telefonat sagte man mir jedoch, dass sie keinerlei Möglichkeiten haben da weiter vorzugehen, da Aussage gegen Aussage steht. Der besagte Nachbar ist Anwalt und hat uns und der Verwaltung bereits mit einer „Verleumdungsklage“ gedroht.
Ungern würden wir Polizei oder das Ordnungsamt/Immission einschalten. Gibt es irgendwas, was wir noch „höflich“ machen können außer Ausziehen?
Ein drittes Protokoll mit Mietminderung? Ist das möglich bei einer Einzugsermächtigung? Wie geht man da am Besten vor?
Muss die Verwaltung in Irgendeiner weise auch Tätig werden?
Ich bedanke mich bei jedem einzelnen, der*die sich den Sachverhalt durchgelesen hat und uns ein Ratschlag geben kann.
Liebe Grüße ![]()