Guten Tag zusammen,
ich habe ein mittelgroßes Problem mit meinem Vermieter, welches sich droht enorm zu vergrößern, genau wie mein Schimmel.
Ich bin Ende 2017 in eine Wohnung gezogen und damit auch zufrieden gewesen, bis es dann wirklich kühl wurde (wetterbedingt).
Die Fenster (Aluminiumfenster, unausgeschäumt) begannen zu schwitzen und ich entdeckte unter der Fensterbank in der Küche einen wahrlich teppichgleichen Schimmelbefall.
Kurz darauf folgte die Tapete im Schlafzimmer (an den jeweiligen Fensterseiten) und im Schlafzimmer in einer Decke an der Ecke.
Ich informierte den Vermieter, welcher mir prompt mitteilte, dass es sich um einen Mieterfehler hinsichtlich der Lüftung handelt.
Er schickte mir einen Handwerker, welcher Chlorspray auf die betroffenen Stellen sprühte und ließ mich dann sozusagen im Schwimmbad stehen.
Kurz darauf entstand neuer schwarzer Schimmel. Gleiches Vorgehensweise folgte. Ich lüfte ausreichend (morgends beim aufstehen und abends). Mir ist es nicht möglich am Mittag zu lüften, da ich arbeitstätig bin, wie die meisten.
Nachdem es dann wärmer wurde, hatte sich das Problem erstmal wieder in Luft aufgelöst. Kein neuer Schimmel entstand und der Vermieter sagte mir zu, dass er sich für das Jahr 2018 etwas überlegen werde (sarnierungstechnisch). Es kam keine Rückmeldung und ich bin leider auch wirklich nicht dran geblieben. Richtung Winter 2018 das gleiche Problem und die selbe Behandlung.
Und ja auch in 2019 lief es genauso ab. Nun war es aber Ende 2019 so, dass ich mit dem Handwerker eingehend gesprochen habe und dieser mir auch sagte, dass es an der Bausubstanz und den alten Fenstern liegt. Er wolle es nun mit dem Vermieter klären, damit eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird.
Er meldete sich nicht wie vereinbart Mitte Januar 2020. Auf meine Nachfrage hin erhielt ich dann die Antwort, dass er ein Raumluftmessgerät organisieren müsste, da der Vermieter wohl erstmal keine Maßnahmen durchführen möchte, sondern die Raumluft analysieren will (bzw mein Heiz- und Lüftungsverhalten doch eher). Ich habe über das neue Vorhaben von dem Vermieter keine Kenntnis gehabt und fühle mich daher zum einen "übergangen" und zum anderen auch "für dumm verkauft".
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er Beweise für mein Verschulden sammeln möchte, um dann im Nachhinein die Kosten über mich abzurechnen.
Auch vorherige Mieter hatten bereits dieses Problem mit dem Schimmel und Streitigkeiten mit dem Vermieter, jedoch ohne Erfolg.
Grundsätzlich wäre es nun einfach ein Fall für meine Rechtsschutzversicherung, aber ich Schlaumeier habe diese vor 3 Jahren gekündigt, da ich sie bisher nie benötigt habe
.
Sollte ich nun im Vorfeld bereits ein Gutachter einschalten, der die baulichen Mängel niederschreibt?
Von Außen sieht man teilweise an den Stellen wo der Schimmel stärker Auftritt (innerhalb der Wohnung), dass die Feuchtigkeit von innen hereinkommt.
Ich habe mit dem Vermieter eigentlich alles über WhatsApp besprochen. Hat diese Art der Kommunikation vor Gericht, sofern es denn so kommt, auch Bestand?
Ich versuche grade an alle Eventualitäten einzukalkulieren und Vorbereitungen zu denken, um mich bestmöglich vorzubereiten, somit wäre ich sehr dankbar für
eure Ratschläge und Erfahrungen.
Mit freundlichen Grüßen
Mike