Da ich hier wenig bis gar keine Hilfe zu erwarten habe, Klinke ich mich hier jetzt aus und suche woanders nach Lösungen.
Das ist ja überhaupt nicht böse gemeint, aber was für Hilfe erwartet Ihr da? Die einzige wirklich hilfreiche Antwort wurde gegeben: Für eine Kündigung fehlt die Rechtsgrundlage.
Grundsätzlich haben euch die anderen Eigentümer auf dem Kieker. Warum das so ist, kann hier niemand einschätzen, aber es wird wohl zwischenmenschliche Gründe haben. Vielleicht fühlen sich die (seit Jahren?) grillenden Eigentümer auf den Schlipps getreten, dass die frisch eingezogenen Mieter sich nun plötzlich über das Grillen beschweren.
Wenn es tatsächlich nur um das wöchentliche Grillen im Sommer geht, sehe ich da ehrlich gesagt nicht einmal ein Konfliktpotential. Aber das sieht wohl jeder anders.
Solange hier keine (miet-) rechtlichen Verstöße vorliegen, könnt Ihr rechtlich auch nicht aktiv werden (deshalb auch die Ablehnung eurer Versicherung). In dem Fall gibt es nur drei Möglichkeiten:
- man einigt sich mit den Nachbarn
- man einigt sich nicht und lebt damit
- man einigt sich nicht und zieht aus
Sehr offensichtlich scheiden Option 1 und 3 aus, so dass nur Option 2 übrig bleibt.
Ihr könnt die Nachbarn auch nicht mit 10 Anwälten zwingen, Euch zu mögen. Dahingehend ist mir nicht ganz klar, was Eure konkrete Zielsetzung ist, bzw. was Ihr Euch für Hilfe erhofft?
Wenn es in Richtung Mobbing geht und ggfs. auch Ruhestörung eintritt (hier wäre dann eine Mietminderung drin), könnt Ihr sicher auch rechtlich dagegen vorgehen, aber ändert das etwas an der Wohnsituation, bzw. Eurem Wohlempfinden vor Ort?
Am Ende zahlt Ihr dann einen Haufen Geld für einen Anwalt, habt vielleicht auch ein Urteil in der Hand, dass Euch Recht gibt, allerdings habt ihr die Nachbarn, die euch nicht mögen, trotzdem weiterhin um euch herum. Wenn es also ein Gerichtsurteil geben sollte, dass das Grillen einschränkt, dann mögen Euch die Nachbarn noch weniger und dann wird die Vorstufe der Eskalation erreicht sein.