da man maximal 6 Wochen pro Jahr Übernachtungsgäste empfangen darf
Das mit den 6 Wochen ist einer on vielen Mietrechts Mythen, die sich eisern halten. Das stimmt so nicht, es existiert keine 6 Wochen Regel.
Besuch kann man immer empfangen, und es spielt keine Rolle, wie häufig der Besuch da ist und wie lang er bleibt. Hierfür darf ein Vermieter keine Einschränkungen machen, solange der Besuch nicht den Hausfrieden stört, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn der Besuch sehr häufig da ist, stellt sich irgend wann die Frage, ob der Besucher mittlerweile kein Besucher mehr ist, sondern zum Mitbewohner geworden ist, und wenn es nur als Zweitwohnsitz ist. Erst dann wird es problematisch. Wann dieser Punkt erreicht ist, kann man nicht allgemein definieren, das kommt auf den Einzelfall an. Es hängt jedenfalls nicht von 6 Wochen ab. Bei manchen kann der Punkt schon nach 2 Wochen sein, und es gibt sogar auch Fälle, wo jemand 1 Jahr lang durchgehend bei jemandem wohnt und es trotzdem als Besuch gilt.
ob die Heizung eventuell angestellt werden könnte, da nur 18 Grad in meinem Zimmer herrschten
Ein Vermieter ist tatsächlich nur in den Wintermonaten verpflichtet, die Heizung einzuschalten. Das kann man jetzt nicht fordern. Wenn es nur mal nachts kalt ist, ist das auch kein Mangel, dazu müßte es im Tagesdurchschnitt nicht über eine gewisse Temperatur hinaus gehen.
Außerdem hat die Wohnung einige Mängel wie zum Beispiel etwas Schimmelbefall, da sich diese im Souterrain befindet.
Wenn sich die Wohnung im Souterrain befindet, ist das kein Mangel, sondern physikalisch eine Normalität, der man jedoch entgegen wirken kann.
Es gilt ein Naturgesetz, dass die Luft nur eine bestimmte Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann. Und diese Menge hängt von der Temperatur ab. Je kälter es wird, um so weniger Feuchtigeit kann die Luft aufnehmen. Alles was darüber hinaus geht, kondensiert zu Wasser.
Nun ist es draußen natürlich warm, das heißt, die Luft nimmt viel Feuchtigkeit auf. Diese Luft kommt in die Wohnung herein. Dort kühlt sie sich stark ab, weil die Wände durch das umgebende Erdreich sehr kalt sind. Die Folge, die Feuchtigkeit kondensiert zu Wasser und legt sich an den Wänden ab.
Bei Souterrein Wohnungen muss man daher die Fenster tagsüber zu lassen, sodass die warme und feuchte Luft nicht herein kommt.