Beiträge von Fruggel

    Diese Werte kann man nicht miteinander vergleichen, das sind völlig andere Einheiten, auch wenn sie beide kWh heißen. Das eine ist der Brennwert des Gases, das andere ist die Wärmemenge. Und der Preis pro kWh hat nichts mit dem Gas Peis zu tun, sondern es wird nur der Verbrauch mathematisch ins Verhältnis gesetzt, also die 70% Verbrauchskosten dividiert durch alle WMZ Einheiten des Hauses mal die eigenen WMZ Einheiten.

    Diese "Vorverteilung" ist eine rechnerische Aufteilung zwischen den Mietern mit normalen Heizkörpern und denen mit Fußbodenheizung. Denn die Messung des Verbrauchs derer ist eine andere Methode.

    Heisst das ich habe mich strafbar gemacht weil ich als Bürgergeldempfänger eine Wohnung gemietet habe?

    Nein, definitiv nicht. Auch Bürgergeldempfängern steht es zu, ein Dach über dem Kopf zu haben. In dem Zusammenhang von Betrug zu sprechen ist völlig falsch. Betrug bedeutet, sich bewusst einen Vermögensvorteil zu verschaffen, und damit sind ganz andere Dinge gemeint als Sozialleistungen zu beziehen.

    In den Vorschriften für Wohnraum gibt es strenge Vorschriften für die Befristung eines Vertrags. Ohne den gesamten Vertrag zu kennen, können diese Vorschriften sicherlich nicht eingehalten sein, denn dabei kann es kein Optionsrecht geben. Das bedeutet, dass der Vertrag von Anfang an unbefristet war und so lange weiter läuft bis er gekündigt wird.

    (1) Ein Mietverhältnis kann auf bestimmte Zeit eingegangen werden, wenn der Vermieter nach Ablauf der Mietzeit

    [...]

    und er dem Mieter den Grund der Befristung bei Vertragsschluss schriftlich mitteilt. Anderenfalls gilt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

    Vorbehaltlich der Prüfung der genaueren Umstände dürfte die Garage vermutlich eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit mit der Wohnung bilden und somit zur Mietsache gehören.

    Die Waschküche ist ein Gemeinschaftsraum und wenn dieser nicht im Vertrag zugesichert ist, kann die Nutzung tatsächlich entsagt werden. Jedoch muss ein Vermieter die uneingeschränkte Nutzung der Wohnung gewährleisten, und dzu gehört nun mal auch das Wäschewaschen. Er müsste also dann eine andere Lösung anbieten. Wenn es nur um einen Anschluss in der Wohnung geht, den kann man schaffen. Wenn kein Platz dafür ist, ist es was anderes.

    Man sollte dem Vermieter zunächst einfach mal freundlich und unverfänglich die Frage stellen, warum die Abrechnung nicht nach Verbrauch erfolgt bzw. warum es offenbar keine Messgeräte gibt. Diese Information wäre wertvoll. Denn eventuell liegt eine Ausnahme gemäß §11 der HeizKV vor, nach der die Heizkostenverordnung gar keine Anwendung finden muss. Das kommt bei Neubauten schon mal vor.

    Es scheint so, dass gar keine Verbrauchszähler existieren in dem Gebäude. Denn es wäre sonst auch eine Aufstellung der Werte dabei. Auch wird die Aufteilung des Warmwassers nach der Wohnfläche geschätzt.

    Was aber die Kosten in die Höhe treibt, sind die Wartungskosten. Die sind in der Höhe nicht plausibel. Da ist ganz sicher eine Reparatur dabei, die aber nicht umlagefähig ist.

    Der erste Schritt ist, zum Vermieter zu gehen und sich die Rechnungen zeigen lassen. Davon darf man auch Fotos machen, um sie jemand Fachkundigen zeigen zu können.

    Finger weg von ChatGPT bei solchen Fragen. Eine Abrechnung ist viel zu komplex als dass man sie nur annährend vollständig prüfen kann.

    Hier sollte man mehr Druck auf den Vermieter machen. Denn dieser ist in der Pflicht, die Arbeit des Technikers zu ermöglichen, da der Vermieter den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung erhalten muss gemäß §535 BGB.

    Mein Anwalt meinte ich soll die Vermieterin rein lassen, um das Problem zu beheben.

    Ich verstehe nicht, warum man sich nicht auf einen Anwalt verlässt. Er als Fachmann sollte es besser wissen. Natürlich hat ein Vermieter das Recht, sich selbst von einem Problem zu überzeugen.

    Sie suchte in der Vergangenheit oft Gründe um Kontroll Besuche durchzuführen.

    Wenn man merkt, dass sie anfängt, sich allgemein in der Wohnung umzuschauen, also auch in Bereiche, die gar nichts mit dem Heizungsproblem zu tun haben, kann man den Besuch abbrechen und sie bitten, die Wohnung zu verlassen, wenn nötig mit Nachdruck.

    das wird ihn alles nicht interessieren, denn das habe ich ja zuvor schon alles an den Vermieter geschrieben gehabt, seit ca. 1,5/2 Jahren läuft das schon

    Irgend wann ist dann auch mal der Punkt erreicht, wo man nicht mehr scheiben muss, weil alles gesagt ist.Denn entweder weiß der Vermieter, dass er im Unrecht ist und macht nur einen auf Einschüchterung. Oder er ist unwissend, dann muss er eben mal die Konseqenz bekommen und bei einem Gerichtsverfahren zu verlieren. Man muss einen Vermieter nicht beraten, indem man zu viel schreibt, sondern er kann sich von einem Anwalt beraten lassen.

    offenbar vor Gericht enden wird und dann braucht man einen guten Anwalt

    Vielleicht. Vielleicht blufft der Vermieter aber auch nur und es passiert gar nichts. Zumindest vorbereitet sollte man sein, indem man sich sicher ist, was der korrekte Betrag ist, auf den man die Vorauszahlung senken kann. Dann kann auch nichts passieren und der Vermieter muss obendrein den Anwalt des Mieters mit zahlen.

    dass der VM sich überhaupt gar nicht auf eine Senkung einlassen will, egal welche Summe

    Ach, das ist doch noch gar nichts, was Vermieter so alles versuchen mit ihren Mietern. Ich kenne da genug Dinge von meiner Beteiligung in Foren und auch durch meine Kunden.

    fieser Vermieter, hat hier auch keinen guten Ruf

    Armseeliger Vermieter könnte man ihn auch nennen, wenn er es für nötig sieht, durch Einschüchterung etwas zu erreichen oder auch wenn er kein Interesse hat, sich rechtlich beraten zu lassen. So etwas muss man emotional nicht an sich heran lassen.

    Denn daran kann man ja wirklich tatsächlich sehen, ob der Verbrauch wesentlich höher ist als sonst oder in etwa gleich.

    Man sollte selber mal die Zähler ablesen. Dann ist der Teil viel schneller geklärt als wenn man sich vom Vermieter abhängig macht bis dieser etwas liefert.

    Wie kann ich den Vermieter dazu bringen, die Abmahnung zurück zu nehmen?

    Das ist gar nicht erforderlich, denn eine Abmahnung allein hat keinerlei Rechtsfolgen. Nur allein dass der Vermieter eine Abmahnung geschrieben hat genügt nicht für eine wirksame Kündigung. Maßgeblich ist dann die Begündung in der Kündigung.

    Kann mir jemand Paragraphen nennen, die ich mit einbauen kann

    Für dieses Thema gibt es nur den §560 Abs. 4 BGB.

    Ich muss jetzt irgendwas schrieben und weiß nicht was.

    Ich denke, in den bisherigen Beiträgen befinden sich bereits genug Impulse um etwas schreiben zu können. Genaue Handlungsempfehlung kann hier niemand geben, weil das nur ein Rechtsanwalt darf. Man kann den Betrag auch nochmal überprüfen und im Zweifel ein wenig höher gehen als zuerst berechnet, um dem Vermieter das Gefühl zu geben, dass man sein Anliegen berücksichtigt.

    diesmal aber mit einer Abmahnung und Kündigungsandrohung(!)

    Das ist kein zulässiger Kündigungsgrund, wenn man als Mieter seine Rechte in Anspruch nimmt.

    weil ich "eigenmächtig" (Wortlaut des Vermieters) und "ohne Zustimmung" des Vermieters

    Das Gesetz in §560 BGB ist nicht von der Zustimmung des Vermieters abhängig. Er kann allenfalls entgegen halten, warum der ermittelte Betrag nicht richtig ist.

    angemessen kalkuliert und orientieren sich an den tatsächlichen Kostenentwicklungen und Prognosen

    Allgemeine Prognosen sind nicht relevant, sondern nur tatsächliche Kosten. Der Vermieter müsste also konkrete Zahlen nennen, wenn er bereits jetzt tätsächlich mehr zu bezahlen hätte.

    Die Preisbremse für Energie ist im Jahr 2024 weggefallen Die Mehrwertsteuer für Heiz- und Warmwasser auf 19% zum 1.4. 2024 angehoben. Auch wurden laut Vermieter die Müllgebühren bei uns um ca. 30% zum 1.1.2024 angehoben.

    Ist ja alles richtig. Doch diese Steigerung spiegelt sich bereits in der Abrechnung 2024 wieder, nicht erst in der für 2025.

    um 13% gestiegen. (aber auch bei mir? das wage ich zu bezweifeln)

    Das lässt sich leicht feststellen, indem man sich die Zählerstände anschaut, die der Vermieter ja ohnehin laufend erfassen muss, um die unterjährigen Verbrauchsinformationen raus zu schicken. Aber das hat er vermutlich nicht, sonst würde er diese nennen.

    ich verstehe die unverschämte Kündigungs-Androhung und Abmahnung des Vermieters nicht

    Weil er rein sachlich nichts dagegen halten kann. Er würde sonst sachlich erklären, warum er es richtig sieht anstatt Androhungen zu machen.

    ist im Prinzip wertlos und lässt offen, auf welchen Vertrag die sich beziehen (ob Mietvertrag oder Service-Vertrag)

    Nein, lässt es nicht offen. Denn es fiel doch vorher die Aussage, dass man bei Unzufriedenheit ausziehen könne. Daher war der Mietvetrag gemeint.

    ohne dass mich irgend welche Folgen erwarten

    Das kann nur ein Anwalt beantworten, weil sich dieser dazu die Verträge anschaut. Hier in der Beschreibung könnte irgend etwas Wesentliches fehlen. Wir können nur allgemein darüber reden.

    Den Rückzieher mit der Zahlungseinstellung kann ich dann immernoch machen. Dazu ist ein Anwalt nicht erforderlich.

    Stimmt soweit. Blöd nur, wenn der Dienstleister inzwischen Zahlungsklage einreicht und man diese verlieren sollte.

    Der Vertrag sieht ein Aussetzen der Zahlung gar nicht vor

    Das Gesetz sieht das aber vor gemäß §273 BGB in Form eines Zurückbehaltungsrechts.

    Wird eine Privatrechnung akzeptiert

    Das ist das kleinere Problem im Zusammenhang mit dem Thema.

    Könnte uns später ein Nachteil entstehen, falls erneut ein Schaden auftritt

    Kommt auf den Schaden an und wenn sich heraus stellt, dass der Elektriker gar kein qualifizierter war.

    Werden die Kosten übernommen?

    Nein. Und das entweder deswegen, weil man für die Ursache des Schadens selbst verantwortlich war und daher Schadenersatz zu leisten hat, oder aber weil die Vorschriften des §536a Abs. 2 BGB nicht beachtet wurden, nach denen man den Vermieter zuerst informieren und zur Mängelbeseitigung auffordern muss.


    Warum sollte die Hausverwaltung (oder der Vermieter) einen Schaden bezahlen, den Ihr (bzw. Euer Backofen) verursacht hat?

    Beispielsweise, weil der Schaden bei vertragsgemäßer Nutzung entstanden sein könnte und somit die Kosten nach §538 BGB auf den Vermieter gehen. Ein Backofen kann nun mal auch von allein ein technisches Problem bekommen ohne dass jemand fahrlässig gehandelt hat. Das wissen wir hier nicht.

    Klausel zu Schönheitsreparaturen, nach der die Wohnung als „renoviert“ gilt

    Das ist unerheblich, was da zum Zustand steht (da AGB des Vermieters), sondern es gilt der tatsächliche Zustand.

    gilt eine solche Vereinbarung mit dem Vormieter nicht gegenüber dem Vermieter

    Es gibt ja noch nicht mal eine Vereinbarung mit dem Vormieter, sondern das gibt der Vermieter so vor. Und bei unrenovierter Wohnung entfällt gemäß Rechtsprechung nun mal die Renovierungspflicht.

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