Der Heizenergieverbrauch ist das Einzige was tatsächlich stimmt, da wir nach den ersten Schreck 2018, wo wir eigentlich normale 2 kWh Heizenergieverbrauch hatten, extrem sparsam waren und der Witter sehr mild war. Hinzu kommt noch das wir DG wohnen mit vielen Fenster, wo zwar viel Wärme weg kann, aber bei milden Temperaturen und Sonne auch viel rein geht. Wir haben jedenfalls nicht gefroren ....
Bei der der Heizenergie bin ich mir deshalb 100 % sicher, da ich einen eigenen WMZ in der Wohnung für meinen Verbrauch habe. Für Warmwasser hab ich allerdings nur den Zähler für den Wasserverbrauch, jedoch keinen WMZ.
Nein, das kann absolut nicht sein. Selbst mit einem Passivhaus hättet ihr bei der Wohnfläche einen Bedarf um die 1000-1500 kWh. Selbst in MWh habe ich da erhebliche Zweifel. Das würde bedeuten, es wäre wirklich extrem gut gedämmtes Dach mit 5-fach-verglasten Dachfenstern und ausschließlich dort saniert. Denn der Rest des Hauses braucht einen üblichen Wert von ca. 90 W/m² im Jahr, wenn ich den Einkauf pauschal auf die Wohnfläche verteile. Ihr angeblich davon nur 10 %. Das kann man meiner Meinung nach mit sparsam heizen und solaren Gewinnen nicht erklären. Es wurde auch (wenn ich die Berechnung von unten annehmen) ein nicht unerheblicher Teil der eingekauften Energie nicht erfasst bei der Heizung.
Der Wärmemengenzähler fürs Warmwasser ist Pflicht, ist aber meiner Meinung nach nicht so entscheidend in dieser Abrechnung. Da das Volumen des Warmwassers bekannt ist, könnte man über die Formel einen vernünftigen Wert berechnen. Dies ist hier allerdings sicher nicht passiert, denn die Werte passen nicht oder jemand konnte überhaupt nicht rechnen. Entweder wurde der Wert geraten oder in irgendeiner Form erfasst, allerdings ziemlich sicher nicht korrekt. Bei einer üblichen Warmwassertemperatur von 60-70 Grad wären das 10-12 MWh in 2017, 15-18 MWh in 2018 und 13,7-16 MWh in 2019 nach der Formel. Die Werte in der Abrechnung passen dazu nicht im Ansatz, in keiner. Die 90 MWh würden eine Temperatur von über 300 Grad Celsius für das Warmwasser bedeuten, also physikalisch unmöglich und auch nicht über Leitungsverluste zu erklären.
Als Ansatz würde ich als Mieter Einsicht in die gesamten erfassten Verbräuche, d.h. Ableseprotokolle, sowie die Abrechnungen der Versorger nehmen. Und das für mehrere Jahre, um zu vergleichen, ob nur ihr beispielsweise bei der Heizung so wenig braucht oder ob es hier eine Systematik gibt, v.a. wenn ihr andere im Haus kennt und deren Nutzungsverhalten einschätzen können. Ggf. könnt ihr auch einen Blick auf den Einbau der Wärmemengenzähler nehmen und mit eurem vergleichen, denn ich habe bisher nicht nur einen falsch eingebauten Wärmementenzähler gesehen. Meist sind eher Heizkostenverteiler fehleranfällig, die völlig falsch angebracht wurden, aber auch bei WMZ kann es passieren.