Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit meinen Vermietern. Es sind zwar an sich nette und umgängliche Menschen, als Vermieter aber nicht wirklich "pflegeleicht". Ich könnte mehrere Beispiele nennen, will jetzt aber nur auf ein konkretes eingehen: Nach 25 Jahren wurde die (kaputte) Duschkabine durch den Vermieter selbst erneuert, soweit so gut. Die Ausführung der Arbeit erfolgte alleine, so dass zum einen meine Mithilfe teilweise erforderlich war. Da ich den Tag eigentlich andere Sachen zu tun hatte, gab es einen kleinen Disput mit dem Vermieter, als dieser 5 Minuten auf mich warten musste. O-Ton: "Die Dusche ist ja für Sie, da müssen Sie auch mal bei der Sache bleiben". Daraufhin habe ich erklärt, dass ich Miete bezahle [...]. Der Vermieter wurde auch nicht müde zu betonen, dass er ja soviel Geld durch den Einbau spart und dies auch zum ersten Mal macht. Als Installationstermin wurde ein Samstag abgemacht, wir haben jedoch im Vorfeld mitgeteilt, dass wir um 14 Uhr einen Termin haben. Der Vermieter ist um 10 gekommen (wir haben explizit darauf hingewiesen, dass er anfangen kann wann er will) und hat es natürlich nicht geschaftt (O-Ton: "Normalerweise macht man sowas ja auch zu zweit"). Zudem hatte die Duschkabine aus Kostengründen die falschen Maße und musste gekürzt werden, wozu entsprechendes Equipment benötigt wurde, dass der Vermieter nicht zu uns mitnehmen konnte. Auf die Frage wann die Arbeiten fortgesetzt werden teilte er uns mit, dass er die nächsten 4 Wochen nicht da wäre und wir ja in der Badewanne duschen könnten. Daraufhin habe ich ihm deutlich gemacht, dass ich das etwas anders sehe, so dass er uns den Sonntag oder den Montag als Termin angeboten hat. Am Montag erfolgte dann der weitere Einbau, ich musste entsprechend Überstunden abbummeln (Was ja an sich in Ordnung ist, jedoch relativ kurzfristig kam und auch daher nicht als möglich vorauszusetzen ist). Wie dem auch sei, mittlerweile steht die Dusche und ich habe folgendes zu bemängeln / folgende Fragen:
- Dauer von 9 h an 2 Tagen --> Ein Fachmann kriegt das deutlich schneller hin. Welche Dauer ist angemessen? Ist mir schon klar, dass ich mir zu Not freinehmen muss wenn Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden, aber sicher nur für nen angemessenen Zeitraum. Wie sieht das rechtlich, für zukünftige Reparaturen aus? Ich hab wenig Lust mir mehrtägig frei zu nehmen, weil der Vermieter sich die Kosten für Handwerker spart und extrem langsam arbeitet.
- Meine Mitarbeit wurde selbstverständlich vorausgesetzt, nicht zum ersten Mal. Sehe ich ehrlich gesagt nicht ein, ist ja nicht mein Eigentum...(ich frag den Vermieter ja auch nicht ob er mich bei der Zahlung der Miete unterstützt), ich möchte aber auch keinen Ärger mit dem Vermieter bekommen...
- die alte Duschkabine wurde selbstverständlich nicht mitgenommen
- die Duschkabine ist nicht fachmännisch eingebaut: Eine Seite zu kurz gesägt, daher schief, Silkonfugen sehen grausam aus (über diese Punkte kann ich hinwegsehen). Dadurch, dass die Kabine, nicht aber die Schiebetüren gekürzt wurden, ist der Einstieg recht schmal (36 cm)...stört mich jetzt nicht, ne Hochschwangere kommt aber nicht rein. Spätestens wenn eine Schwangerschaft bei uns ansteht werde ich den Vermieter darauf hinweisen, dass die Kabine repariert/ausgetauscht werden muss....ich weiß jetzt schon, dass ich da auf Gegenwind stoßen werde. Wie sieht das in diesem Fall rechtlich aus?
Besonders ärgere ich mich, weil der Vermieter uns 3 Monate nach Einzug mitgeteilt hat, dass er enttäuscht von uns wäre. Grund dafür war ein nicht gemähter Vorgarten (Wobei dort auch mehr Moos als Gras wächst)...war auch wirklich nicht gemäht, da wir 3 Wochen im Urlaub waren. Fand ich recht unangebracht, hab ich auch so mitgeteilt....mich regt es nur auf, dass von uns verlangt wird alles pikobello zu halten und der Vermieter selbst pfuscht rum ohne Ende.
Weiterhin wird halt seitens des Vermieters so getan, als würde er sich besonders gut um uns kümmern..."Sie bekommen eine intakte Duschkabine, dafür müssen Sie aber auch mithelfen" (Gibt noch andere, ähnliche Beispiele). Im Endeffekt macht er das absolute Minimum und verlangt dafür noch Gegenleistungen. Jetzt finde ich es nicht schlimm mal mit anzupacken, allerdings ist der Vermieter recht wohlhabend und nicht berufstätig, hat also genug Zeit und Geld um sich alleine zu kümmern. Und viel wichtiger: Mann kann im Vorfeld mal nett fragen.
Könnt ihr mir Tipps geben? Wie ist eure Einschätzung?
Besten Dank!