Die Geschichte wird immer komplizierter. Habe heute bei der Rechtsschutzversicherung angerufen und mich zu einem Anwalt verbinden lassen. Der Mieterschutzbund berät mich erst, wenn ich mich dort ab dem 01.01.2016 als Mitglied anmelde. Die Versicherung habe ich erst Anfang September abgeschlossen, d. h. ich habe keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung vor Anfang Dezember. Und in diesem Fall habe ich gar keinen Anspruch darauf, weil ich die Kündigung bekommen habe, bevor diese 3-Monats-Frist abgelaufen ist.
Der Anwalt hat mir bestätigt, dass eine Sanierung oder Renovierung definitiv KEIN Kündigungsgrund ist. D. h. ich dürfte auch nach dem 31.03. hier wohnen, falls ich vorher keine andere Wohnung finde. Eigentlich wollte ich mich nach der Arbeit in Ruhe mit dem Vermieter unterhalten und ihm sagen, dass ich versuche, so früh wie möglich auszuziehen und wenn sich bis Ende März nichts findet, wir einfach mal sehen müssten.
Nun habe ich das Kündigungsschreiben gelesen und bin aus allen Wolken gefallen. In diesem Brief steht KEIN WORT von einer Sanierung oder Renovierung. Mein Vermieter hat als Kündigungsgrund Eigenbedarf angegeben und behauptet, dass er mit seiner Familie in meine Wohnung einziehen möchte. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Meine Wohnung hat nur 37,5 qm und ist schon für zwei Personen zu klein. Mein Vermieter hat Frau und zwei Kinder im Alter von 13 und 4 Jahren. Nie und nimmer zieht die ganze Familie in so eine kleine Wohnung. Der will mich einfach nur fertig machen und loswerden, und dafür ist ihm jedes Mittel Recht.
Ich bin froh, dass ich mich nicht am WE dazu hinreißen lassen habe, ihm für eine andere Wohnung die Zusage zu geben. Mit dem rede ich vorerst kein Wort mehr. Morgen werde ich nochmal den Anwalt kontaktieren und fragen, was jetzt zu tun ist.