Verwertungskündigung München

  • Hallo liebes Forum,

    vielleicht hat hier jemand (aus Erfahrung?) eine paar Infos für mich.

    Bin seit 7,5 Jahren Mieter einer Wohnung in München. Der Eigentümer hat vor 2 Jahren gewechselt (jetzt eine Immo-Firma) welche mir nun eine Kündigung geschickt hat mit der Begründung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Man möchte abreißen und neu bauen. Die anderen Parteien (15) haben auch die Kündigung erhalten. Alle bis auf 4 Parteien gehen, sind gegangen oder wollen gehen.
    Da unser Haus im selben Zeitraum bzw. Stil wie die umliegenden Häuser gebaut wurden (diese werden allesamt renoviert, saniert usw.) gehe ich davon aus, dass die im Kündigungsschreiben angegebenen gravierenden Mängel "nur" vorgeschoben sind.
    Frage hierzu: ich habe Kündigungsschutz bis Ende Januar 2016. Dann können die ja erst die angedrohte Räumungsklage einreichen oder - und ich kann sodann im Verfahren abwarten, was die Richter entscheiden. Prozesskostenrisiko habe ich durchgerechnet und es ist es mir wert.
    Also ich muss praktisch erst raus, wenn ein Richter ein Urteil spricht, richtig? Vorher geht da gar nix oder? Weiss jemand wie lang sowas dauern kann?

    Danke schon mal...

  • HHerbert1:

    "Also ich muss praktisch erst raus, wenn ein Richter ein Urteil spricht, richtig?"
    - Ja, genauer: ein rechtskräftiges Urteil.

    "Vorher geht da gar nix oder?"
    - Yes.

    "Weiss jemand wie lang sowas dauern kann?"
    - Da heutzutage für jeden Fu*z prozessiert wird, laange - je nach Arbeitsanfall. Darüber kann Dir vielleicht die Rechtsantragstelle des AG Auskunft erteilen.

  • Ich würde mir das überlegen... wenn die Kündigung gerechtfertigt ist - wie kommt man darauf, dass die Firma die Verwertung nur erfindet? Ich finde, das ist eine sehr gewagte Unterstellung - und ihr nicht auszieht, es also auf einen Prozess ankommen lasst, den Ihr garantiert verliert, kann es im Nachhinein noch richtig teuer werden. Wegen des Abriss- / Bauverzugs kann dem Unternehmen erheblicher finanzieller Schaden entstehen. Z. B. dann, wenn es mit Firmen bereits Verträge gibt, die das Immobilienunternehmen Euretwegen nicht erfüllen kann.
    Dass Ihr Euch damit schadensersatzpflichtig macht und auch diese Kosten einklagbar und damit dann vollstreckbar sind, brauch ich nicht zu erläutern.
    Mit so einer dummen Aktion "Ich geh hier nicht weg, Ätschibätsch" kann man sich das Leben versauen.

    Ich bezweifele, dass Ihr Euch die Anwalts-/ & Gerichtskosten tatsächlich korrekt ausgerechnet habt. Es geht hier um eine Verwertungskündigung. Von der Räumung ist ein komplexes Bauvorhaben abhängig. Der Prozesswert kann also tatsächlich vom Wert des Bauvorhabens abhängen. Und der ist definitiv "unwesentlich" höher als Deine Miete, Jahresmiete, 10-Jahresmiete,...
    Wer mit unkalkulierbaren Risiken spielt, kann gleich zum Revolver greifen und russisch Roulett spielen.

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank an Berny und Andreas.

    andreas: Es ist hier nicht so, dass ich ein Trotzkopf bin und sage ätsch ich will nicht, ich mag nicht. Nein, ganz im Gegenteil. Wenn Lischen Müller die Wohnung wegen Eigenbedarf benötigen würde, wäre ich schon weg, es ist hier aber eine Immo-Firma, welche dies in der Gegend gerne abzieht und Luxusbunker baut. Es handelt sich um 4 Häuser gleicher Bauart, welche von 3 verschiedenen Firmen betrieben werden. Die anderen Häuser können bzw. werden alle z.T. "Minimalsaniert" und z.T. "Vollsaniert etc" Nur unser Objekt - welches zur Straße liegt und wirklich ein Filetstück (zumindest das Grundstück ist) soll abgerissen und neugebaut werden (geplanter Luxusbau). Ganz klar, dass dies für den Eigentümer ein ziemliches Renditeobjekt ist. Der Käufer wusste ja vorher schon um die - angeblichen - Mängel. Nur aufgrund der Tatsache, dass der neue Eigentümer sich hier ein paar Milliönchen verspricht und ich dann hier der Depp bin, ja dass widerstrebt mir doch sehr.

    Ausserdem kann ich, solange es kein richterliches Urteil zur Räumung gibt, in keinster Weise Schadenersatzpflichtig gemacht werden, da mir aus der Kündigung ja gar nicht ersichtlich ist, ob seine Gründe wirklich gerechtfertigt sind.

    Viele Grüße
    HH

  • Nun, ist es nicht ziemlich anmaßend von Dir zu unterscheiden zwischen "Lischen Müller" und einer Immobilienfirma als Vermieterin? Beide sind darauf angewiesen, dass sich eine Immobilie rentiert. Egal ob natürliche Person oder juristische Person. Da gibt es keinen Unterschied.

    Obwohl... doch: Während bei Lischen Müller nur sie und evtl. ihre Familie betroffen ist, trifft es bei einer Firma, wenn diese keine Rendite mehr abwirft, mehrere Mitarbeiter mit deren Familien, deren Existenz gefährdet wird. Insofern sollte man für Immobilienfirmen vielleicht doch so etwas wie Verständnis aufbringen, dass die Ihren Job machen wollen und Gewinn erwirtschaften wollen.

    In dem Moment, wo Du Deine Wohnung nicht fristgemäß verlässt, wo Du sie also unrechtmäßig okupierst, machst Du Dich Schadensersatzpflichtig. Und wenn Du damit ein komplexes Bauvorhaben aufhälst, kann der Schaden durchaus höher sein, als Du denkst.

    Wenn der Eigentümer hochwertige Wohnungen bauen will, ist es sein gutes Recht. Dafür zahlt er auch horrende Beträge, vor Allem in München. Die Finanzierungskosten will keiner hier an der Backe haben. Für Luxuswohnungen in München hat man Baupreise von leicht 5.000 EUR pro Quadratmeter. Die muss man erst mal durch die Vermietung wieder reinholen. Und mit jedem Tag, jeder Woche Verzug macht die Bank beim Bauherren Druck und Zinsen geltend. Bereitstellungsszinsen, Verzugzinsen (Annahmeverzug wegen verschleppten Baubebinn), etc. Allein diese Zinsforderungen sind bereits ein dem Bauherrn entstehender Schaden, den er geltend machen könnte, wenn er will und wird, wenn er denn gute Anwälte hat. Und gerade in München gibt es da verdammt gute Anwälte...

    Mein Rat: Klug sein und fristgemäß räumen.

  • Naja, anmaßend finde ich dass nicht, denn wie Du richtig ausführst, ist es der JOB der Immo-Firma Gewinn zu erwirtschaften. Und in diesem JOB der Immo-Firma muss natürlich auch ein "Riskio" eingerechnet werden, dass sich nicht alle Mieter für dumm verkaufen lassen, einknicken bzw. sich wehren. Auf eine natürliche Gegenwehr sollte sich Immo-Entwickler oder Spekulanten schon einstellen.

    Natürlich ist es sein gutes Recht, hochwertige Wohnungen bauen zu wollen und ja, er hat vllt. Kosten von rd. 5T€ ja qm. Jedoch verkauft der auch den qm im Anschluss für rd. 11T€ (ist belegter Fakt).
    Ich denke aber auch, dass es in München auch für den Mieter gute Anwälte gibt. Mir liegt bis heute das - in der Kündigung erwähnte - Gutachten leider nicht vor, sodass ich mir hier kein Bild machen kann ob seine Interessen gerechtfertigt sind.

    Fristgemäß räumen werde ich auf Grundlage der jetzigen mir bis dato vom Vermieter vorgelegten Informationen sicher nicht.

  • Naja, anmaßend finde ich dass nicht, denn wie Du richtig ausführst, ist es der JOB der Immo-Firma Gewinn zu erwirtschaften. Und in diesem JOB der Immo-Firma muss natürlich auch ein "Riskio" eingerechnet werden, dass sich nicht alle Mieter für dumm verkaufen lassen, einknicken bzw. sich wehren. Auf eine natürliche Gegenwehr sollte sich Immo-Entwickler oder Spekulanten schon einstellen.

    Natürlich ist es sein gutes Recht, hochwertige Wohnungen bauen zu wollen und ja, er hat vllt. Kosten von rd. 5T€ ja qm. Jedoch verkauft der auch den qm im Anschluss für rd. 11T€ (ist belegter Fakt).
    Ich denke aber auch, dass es in München auch für den Mieter gute Anwälte gibt. Mir liegt bis heute das - in der Kündigung erwähnte - Gutachten leider nicht vor, sodass ich mir hier kein Bild machen kann ob seine Interessen gerechtfertigt sind.

    Fristgemäß räumen werde ich auf Grundlage der jetzigen mir bis dato vom Vermieter vorgelegten Informationen sicher nicht.

    Wie AndreasC1977 schon sagte, spielst du damit ein riskantes Spiel, das solltest du dir vorher klar machen. Denke daran du bist nicht der Rächer der Enterbten der es aus Prinzip den bösen Immobilienhaien mal zeigen will, bzw. sollte das wirklich nicht dein Antrieb sein.
    Such dir bitte einen "guten" Anwalt in dem Sinne, das er dich auch auf alle Risiken hinweist, und nicht einen der wegen des potentiellen Streitwertes schon Dollarzeichen in den Augen hat.
    Ansonsten ist es natürlich richtig sich kritisch ein Bild über die Fakten zu machen, wenn man auch dann danach handelt, umso besser.

  • Hallo AJ1900,

    danke für den Hinweis. Nein, keineswegs führe ich hier irgendwelche Kriege nach dem Motto "böse, böse Kapitalisten". Keine Sorge, dass ist nicht mein Naturell. Vllt. sollte ich ergänzen, dass ich wirklich an der Wohnung hänge, habe neben Geld für eine selbst eingebrachte Küche (8,5 T€) sowie diversen Arbeiten auch jede Menge reingesteckt und fühle mich dort mehr als wohl. Dann aus seinem Umfeld "gerissen" zu werden tut weh und dass möchte man doch nicht gerne kampflos aufgeben.

    Bin sehr dankbar auch für realistische Einschätzungen zum Prozess(kosten) - Risiko. Klar, Anwalt wähle ich sorgsam aus. Wollte einfach nur mal meinen Standpunkt schildern. Wenn man mir - durch Seiten des Vermieters - mal paar Infos (wie Gutachten etc.) geben würde, könnte ich mir ein Bild über die genaue Situation machen....aber soooo??? Ne.

  • Hallo AJ1900,

    danke für den Hinweis. Nein, keineswegs führe ich hier irgendwelche Kriege nach dem Motto "böse, böse Kapitalisten". Keine Sorge, dass ist nicht mein Naturell. Vllt. sollte ich ergänzen, dass ich wirklich an der Wohnung hänge, habe neben Geld für eine selbst eingebrachte Küche (8,5 T€) sowie diversen Arbeiten auch jede Menge reingesteckt und fühle mich dort mehr als wohl. Dann aus seinem Umfeld "gerissen" zu werden tut weh und dass möchte man doch nicht gerne kampflos aufgeben.

    Bin sehr dankbar auch für realistische Einschätzungen zum Prozess(kosten) - Risiko. Klar, Anwalt wähle ich sorgsam aus. Wollte einfach nur mal meinen Standpunkt schildern. Wenn man mir - durch Seiten des Vermieters - mal paar Infos (wie Gutachten etc.) geben würde, könnte ich mir ein Bild über die genaue Situation machen....aber soooo??? Ne.

    Ja, man sollte wirklich nicht zuviel Geld in eine Mietwohnung stecken, aber gut eine Küche ist ja vieleicht nicht verloren, oder? Das emotionale ersetzt dir natürlich keiner.
    Ansonsten ist halt Abriss und Neubau eigentlich der klassische Fall. Ich persönlich würde mir da nich allzu viel Hoffnung machen, das du da bis zur Rente wohnst, und dementsprechen auch nicht allzu viel Geld und Energie als nötig Investieren.
    Am Ende gewinnt in solchen Prozessen nämlich keiner, höchstens noch die Anwälte.

  • Hallo zusammen:

    kurzes Update: eine freundliche Dame vom Baureferat hatte mir heute auf telefonische Nachfrage hin mitgeteilt, dass für dieses Objekt KEINE ABRISS BZW; BAUGENEHMIGUNG vorliegt. Find ich ziemlich interessant, da in der Kündigung explizit steht: " Die Abriss - sowie Neubaugenehmigung der Stadt liegt vor"....
    Hmm, dass gibt mir zu denken und lässt an der Seriosität der Kündigung stark zweifeln.

    Schönes WE allseits.
    HHerbert

  • Hallo zusammen,

    kurzes Update. Es wurde Räumungsklage im Dezember 2015 eingereicht. Wir hatten Gütetermin vor dem AG. Kündigung wurde für unwirksam erklärt und man legte dem Vermieter nahe, die Klage zurückzuziehen. (wg. Terminsgebühr für Rechtsanwalt nehm ich an). Wie dem auch sei 1:0 für mich! ;)

    Jetzt kam die neue Kündigung zum 30.03.2017. Wieder im selben Stil. D.h. man sieht sich maximal in einem weiteren Jahr vor Gericht.

    An alle die Angst vor einer Verwertungskündigung haben....sowas kann sich laaaange lannnge ziehen. ich werde für die interessierten gerne mal wieder updaten

  • Hallo,

    dieser Fall hier sagt mir wieder einmal: NIEMALS eine VERMIETETE Wohnung/Haus kaufen (wenn ich nicht alles so belassen will, wie es ist.)

    Irgendwie habe ich immer wieder das Gefühl, dass manche Mieter einfach vergessen, dass es eben nicht IHR Eigentum ist, sondern sie die Wohnung gegen einen Mietzins VORÜBERGEHEND anmieten. Wenn nun der Eigentümer "etwas anderes" mit seinem Eigentum machen will, gehen die Mieter auf einmal auf die Barrikaden und beanspruchen die Wohnung für sich.

    Ich kann das wirklich nicht verstehen und werden auch weiterhin meine leer stehende Wohnung in meiner selbst genutzen Immobilie niemals vermieten (maximal an Austauschstudenten oder ähnliches). Diesen Ärger erspare ich mir.

    Gruß,
    anonym2

  • @ anonym 2 ja ich kann dich gut verstehen. Ist bestimmt ärgerlich sowas. Aber hey so ist das spiel. Ich habe es schon mal erwähnt wenn es privat person ist die eigenbedarf o. Ä macht ok. Aber bei projektentwicklern die cash machen woll grätsche ich gerne rein.


  • Jetzt kam die neue Kündigung zum 30.03.2017.
    ich werde für die interessierten gerne mal wieder updaten


    WohnraumMV enden i.d.R immer am Monatsletzten.
    Tu' das.

  • Berny

    ja, schon klar, dass die immer zum letzten des Monats enden ;) Aber wollte nur mitteilen, dass es hier der 30.03.2017 ist. Somit noch etwas Zeit bleibt.
    Gerne halte ich euch bei Interesse auf dem Laufenden. Denn dieses "Problematik" ist gerade in München derzeit häufig.

    Viele Grüße
    Herbert.

  • Hallo interessierte und evtl. ebenfalls betroffene liebe Mieter:

    Mein Fall ging nun so aus: Wir haben uns bei 22.000 EUR verglichen. Man hatte mir die nächste Räumungsklage angedroht. Nachdem ich auch diese mal wieder mitteilte, dass ich dem locker entgegen sehe, kam ein Angebot von 14.000 EUR. Ich wollte 25.000 EUR. Also bei 22.000 EUR - für beide Seiten gut - getroffen.

    Zusammenfassen kann ich aus eigener Erfahrung jetzt sagen:

    1. keine Angst wenn die Kündigung kommt
    2. Räumungsklage dauert laaange
    3. wenn ne Immo-Firma dahinter steckt, nehmen die auch gerne Geld in die Hand um einen rauzukaufen

    P.S. Hier handelte es sich um eine Verwertungskündigung München Schwabing.

    Tschau.

    Einmal editiert, zuletzt von HHerbert1 (23. Januar 2017 um 17:02)

  • Hallo Herbert,

    danke fuer Dein Update. Ganz unabhaengig davon, ob der Einzelne nun eher der Mieter- oder Vermieterseite zugetan ist, lesen wir immer gerne, wie so etwas ausgeht.

    cu
    Guenni

  • Hallo Herbert,

    danke fuer Dein Update. Ganz unabhaengig davon, ob der Einzelne nun eher der Mieter- oder Vermieterseite zugetan ist, lesen wir immer gerne, wie so etwas ausgeht.

    cu
    Guenni

    Hi Guenni,

    sehr gerne. Klar, hier gibt es zwei Seiten. Mieter und Vermieter im Forum. Ich wollte halt evtl. für Mieter einfach nen Einblick geben, soweit mir möglich.
    Denn Verwertungskündigungen sind gerade hier in München derzeit ziemlich aktuell.

    Falls jemand Fragen hat immer gerne.

  • Hi Guenni,

    sehr gerne. Klar, hier gibt es zwei Seiten. Mieter und Vermieter im Forum. Ich wollte halt evtl. für Mieter einfach nen Einblick geben, soweit mir möglich.
    Denn Verwertungskündigungen sind gerade hier in München derzeit ziemlich aktuell.

    Falls jemand Fragen hat immer gerne.

    Tja, ist doch Prima. Wenigstens hast du nicht die Atitüde dich auch noch als "Opfer" darzustellen. Also wenn mir jemand 22.000€ dafür zahlen würde das ich aus meiner Mietwohnung ausziehe, wäre ich aber ganz schnell draussen. Leichter kann man ja gar kein Geld verdienen.
    Ich habe in diesem Zusammenhang schon mal auf die Reportage "Betongold" hingewiesen. 60 Minuten gejammere über böse Vermieter und Kapitalisten, und und in der 59. Minute dann ein Halbsatz darüber das die Mieterin und Reporterin wohl ca. 50.000€ vom Vermieter kassiert hat damit Sie die Wohnung räumt.
    Ist mir persönlich auch recht, da fragt man sich halt nur, wo sitzen denn da die angeblich so bösen Kapitalisten :D?

    2 Mal editiert, zuletzt von AJ1900 (24. Januar 2017 um 13:47)

  • Tja, ist doch Prima. Wenigstens hast du nicht die Atitüde dich auch noch als "Opfer" darzustellen. Also wenn mir jemand 22.000€ dafür zahlen würde das ich aus meiner Mietwohnung ausziehe, wäre ich aber ganz schnell draussen. Leichter kann man ja gar kein Geld verdienen.
    Ich habe in diesem Zusammenhang schon mal auf die Reportage "Betongold" hingewiesen. 60 Minuten gejammere über böse Vermieter und Kapitalisten, und und in der 59. Minute dann ein Halbsatz darüber das die Mieterin und Reporterin wohl ca. 50.000€ vom Vermieter kassiert hat damit Sie die Wohnung räumt.
    Ist mir persönlich auch recht, da fragt man sich halt nur, wo sitzen denn da die angeblich so bösen Kapitalisten :D?

    Hallo AJ1900 - Opfer? Nein, ganz und gar nicht. Jammern ist nicht so mein Ding. Es war ein relativ vernünftiges Geschäft und zwar für beide Seiten. Ja 22.000 EUR klingt nach viel Geld. Dass höre ich derzeit öfter. ABER: woher kommst du AJ? ich habe einen Kunden in Chemnitz, der kann sich für die 22k z.B. ne 55qm Wohnung kaufen. Bei mir in MUC muss ich - wenn ich in eine vergleichbare neue Wohnung ziehe, was ich jetzt tue - gute 450 EUR MEHR pro Monat aufwenden. Ist also die Kohle in exakt 4 Jahren dann dafür draufgegangen.
    Von daher ist es von vielen doch zu kurz gedacht.

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