Hallo,
seit meine Freundin und ich letzten Oktober umgezogen sind, haben wir mit den Lärmauswüchsen unserer Nachbarn, die über uns wohnen, zu kämpfen. In erster Linie ist das Schlimmste der Kinderlärm, der durch ein Kleinkind im nonverbalen Alter, sowie zwei Grundschulkinder verursacht wird. Damit, dass wir dagegen nichts machen können, haben wir uns mittlerweile abgefunden (wobei ich niemals verstehen werde, warum es hinnehmbar sein muss, wenn über einem so getrampelt wird, dass die eigenen Gläser klirren oder die durch das ganze Haus führende Heizung als Musikinstrument missbraucht wird).
Allerdings sind die Menschen über uns solche Spezialisten, die andauernd und auch während der Ruhezeiten laut Musik hören (gerne auch mal 2h am Stück das selbe Lied in Dauerschleife; ist nicht wirklich toll zu hören, wenn man kein Fan der Musikrichtung ist), häufig während der Ruhezeiten staubsaugen, sowie an Sonntagen größere Umbauten an der Wohnung vornehmen. Das haben wir seit nun knapp einem Monat auch in einem Lärmprotokoll festgehalten und da kommt auch ordentlich was zusammen.
Was noch dazu kommt, ist, dass die Schallschutzisolation zwischen deren und unserer Wohnung wohl kaum vorhanden ist. Wenn der Vater die Kinder anschreit, hört man das mehr als deutlich. Ob diese Leute Musik wirklich übermäßig laut hören, kann ich nicht einmal beurteilen, vielleicht hören wir einfach alles, was die da oben an Musik anmachen, weil die Isolation so schlecht ist, wobei der Bass komplett durch geht. Normale Schritte widerum hört man nur ganz sanft, nur wenn das kleinste Kind im Laufschritt durch die Wohnung trampelt, hört es sich eher wie ein in normaler Redelautstärke gesprochenes Bumm-Bumm-Bumm-Bumm-Bumm an.
Unterm Strich ist die Lebensqualität in unserer Wohnung jedoch stark eingeschränkt, da man bei konzentrationsbedürftigen Aufgaben wie dem Lernen für Uniklausuren immer wieder gestört wird. Wenn wir die Nachbarn darauf ansprechen, gibt es zwar eine Reaktion, diese ist allerdings nicht sehr nachhaltig, da nach spätestens einer halben Stunde der angesprochene Störfaktor wieder beginnt (im Regelfall halt die Musik wieder an geht).
Da die Wohnung sonst top ist und wir nicht ausziehen wollen (aufgrund des Mietvertrages auch nicht könnten), möchten wir aus der Lage durch eine Mietminderung wenigstens finanziell noch irgendwie einen Vorteil ziehen bzw. darauf hoffen, dass sich der Vermieter der Sache annimmt, entweder durch eine angemessene Schallisolation, dass er die Mieter über uns irgendwie zum Ausziehen bewegt oder dass er denen zumindest Druck macht, dass die fortan leiser sind.
Inwieweit ist so etwas rechtlich möglich und wie wäre das umzusetzen?
Schonmal danke für Eure Hilfe!
Gruß
Knarz