Beiträge von Knarz

    Kann sein. Die wäre aber vor meiner Zeit als Mieter aufgetreten. Wie gesagt, an der Stelle, an der es zuerst herausgerissen ist, war schon immer an der Oberfläche ein Muster, das nicht zu dem drum herum passt. Sieht so ein bisschen aus, als hätte man da Pressspan (aus dem der ganze Rest übrigens auch ist) als breiige Masse draufgematscht, trocknen lassen und abgeschmirgelt.
    Wo ich mir das Bruchstück gerade nochmal ansehe, erkenne ich da auch ein bisschen Leim zwischen.

    Ich denke, ich werde das morgen der Hausverwaltung mal so schildern, ein Bild vom Rahmen mitbringen und die Bruchstücke auch. Mal sehen, was die dazu sagen. Irgendwann beseitigt werden muss der Mangel ja ohnehin.

    Naja, aber unsachgemäß ist auch irgendwie was anderes. Ist ja nicht so, als hätte ich die Tür mit einem Rammbock aufgebrochen oder sowas. Wenn ich schon davon ausgehen sollte, dass ein Türrahmen es nicht aushält, wenn man sich an die dazugehörige Tür anlehnt, wovon soll ich dann noch ausgehen? Dass eine Fensterscheibe zerspringt, wenn ich auf der Fensterbank eine Kerze anzünde? Dass ein aufgestelltes schweres Möbelstück dafür sorgt, dass der Boden einstürzt?
    Ich habe schon an vielen Türen gelehnt und viele, weitaus schwerere Menschen gegen Türen lehnen sehen. Aber nie ist dabei irgendetwas passiert.

    Edit: OK, den letzten Absatz find ich selbst etwas lustig :D

    Sie wollen Student sein? Gute Nacht Deutschland.

    Danke.

    Gib' diesen Bericht Deiner Privathaftpflichtversicherung; die warten darauf womöglich noch für ihre Anekdotensammlung...;)

    Bin ich überhaupt haftpflichtversichert? Also ist es gesetzlich vorgeschrieben, das zu sein? Wenn, dann müsste ich noch über meine Eltern irgendwie mitversichert sein. Da ich mich mein Leben lang immer recht "defensiv verhalten" habe, hatte sowas noch nie Relevanz für mich.

    Hallo,

    mir ist heute etwas ziemlich Unangenehmes passiert:
    Ich habe mich im Flur rückwärts gegen meine Zimmertür gelehnt, diese hat dann plötzlich nachgegeben und auf einmal lag ich glücklicherweise unverletzt auf dem Hosenboden in meinem Zimmer. Zum Glück bin ich nicht gegen meine Bettkante gefallen, dann wäre es nicht bei dem Schock und den Gesäß- und Rückenschmerzen geblieben.

    Nun habe ich etwas Angst, auch finanziell darunter zu leiden, denn folgendes ist geschehen:
    Das Schließblech, also das Metallding im Türrahmen, bei dem "die Tür ins Schloss fällt", ist zuerst an der oberen Schraube mitsamt eines größeren Holzstücks (etwa 5cm hoch, 3cm breit und 7mm dick, darunter war dementsprechend die Schraube, alle Maße an den jeweiligen Extremstellen) des Türrahmens rausgerissen. Dadurch ist dann natürlich mit der öffnenden Tür auch das Schließblech mit in Bewegung geraten und hat sich bei der unteren Schraube mitsamt etwas Holz (kleiner als das erste Stück) aus dem Türrahmen gelöst, wobei es schlussendlich daran noch leicht hing. Deshalb würde ich mir den Ablauf auch so erschließen, mitbekommen habe ich so schnell im Fallen natürlich nichts.
    Wenn ich mir das herausgerissene obere Holzstück so ansehe, scheint daran auch schonmal nachgebessert worden zu sein, da die Maserung des Holzes teilweise nicht zum Rest passt.
    Um eine weitere Beschädigung des Türrahmens zu vermeiden, habe ich das Schließblech mitsamt des herausgerissenen Holzes und der Schrauben entfernt, was recht einfach ging, ohne dabei weiteren Schaden zu verursachen.

    Was soll ich damit nun machen? Ich sehe da bei mir ehrlich gesagt keine Schuld, denn eigentlich sollte man doch davon ausgehen können, dass eine Tür einen sich anlehnenden 80kg-Menschen aushält. Wie sieht es rechtlich aus? Kann mein Vermieter die Übernahme der Kosten von mir verlangen?
    Ich bin jetzt zwar kein Fachmann in Sachen Türreperatur, kann mir aber vorstellen, dass das ganze nicht ohne weiteres reparabel ist und eventuell sogar der ganze Türrahmen ausgetauscht werden muss. Glaube nicht, dass man bei Holz einfach irgendeine Art Holzspachtelmasse da draufklatschen kann und man dann das Schließblech dort wieder anschrauben kann.

    Als Student wäre ich natürlich ziemlich blöd dran, jetzt eine 300€-Rechnung bezahlen zu müssen, das wäre quasi alles, was ich mir in einem Jahr durch diverse Einschränkungen, die mein Leben nicht grundlegend beeinflussen, zusammensparen kann. Droht mir so ein Szenario oder komm ich daran vorbei?

    Schonmal danke für jede Hilfe, weiß gerade echt nicht, was ich tun soll.

    Liebe Grüße
    Knarz

    Tom28: Die Kindergeräusche würde ich bei dem Versuch der Mietminderung auch gar nicht erst aufführen. Die Störungen durch laute Musik, Party, Handwerks-/Baulärm und das Rumrücken von Möbeln während der Ruhezeiten füllen seit dem 28.03. bereits mehr als eine Din A4 Seite. Ob das mich persönlich besonders stört? Eher weniger. Ob das mietrechtlich von denen OK ist? Nein. Letztlich gehe ich gegen etwas vor, dass mich nicht stört, aber nur, weil ich das, was mich eigentlich stört (der Kinderlärm), hinnehmen muss. Wobei meine Motive wohl relativ egal sind, Fakt ist, dass die gerade genannten Tatbestände gegen das Mietrecht verstoßen.

    Ausziehen geht ja nicht von hier auf jetzt. Bis September läuft der Vertrag mindestens noch, außerdem müssen wir erst einmal eine neue Wohnung finden und während des Semesters ist ein Umzug ohnehin schlecht. Außerdem kostet so ein Umzug auch wieder Geld, das man sonst nicht ausgeben würde (Umzugswagen, mit Pech noch irgendwie Überschneidung der Mietzeiten von einem Monat oder so), da käme das bis dahin angesparte Geld durch eine gerechtfertigte Mietminderung auch Recht.

    Naja, das ist mir jetzt aber auch ein wenig zu einseitig.
    Zur Miete irgendwo zu Leben heißt auch auch den anderen Rücksicht zu nehmen. Die über uns tun das aber offensichtlich nicht, denen ist es scheiß egal, ob wir vernünftig Lernen können oder nicht, gleichzeitig leben sie aber nach ihren Belieben.

    Wenn man bei der Besichtigung nachfragt, wie es mit Lärm durch Nachbarn aussieht, was wird man da wohl hören? Wenn die Nachbarn nicht gerade selbst Krach machen natürlich nichts. Auch wer dort wohnt wird man in aller Regel nicht erfahren. Zumindest nicht, wenn das irgendein Minuspunkt sein könnte. Vor Einzug ist Schallbelästigung für einen Mieter in den seltensten Fällen überblickbar.

    Ich bin ein Freund der Beurteilung von Recht und Unrecht und muss sagen, dass uns in diesem Fall klar ein Schaden zugefügt wird. Wir haben zumindest ein Recht auf Ruhe zu den Ruhezeiten, das wird aber durch die Mieter über uns aber häufig eingeschränkt.
    Und das ist nur der mietrechtliche Schaden, auf psychologischer Ebene ist das weitaus schlimmer (irgendwann will mich sich einfach an irgendetwas oder irgendwem abreagieren, wenn man in seiner Konzentration erfordernden Tätigkeit andauernd unterbrochen wird), aber das könnt ihr, die in dieser Wohnung nie gelebt habt, verständlicherweise nicht beurteilen.

    Berny: Wer der Vermieter ist, weiß ich natürlich, nur die anzulaufende Abteilung (wahrscheinlich Vertragsservice) ist mir nicht ganz klar.


    Wie soll der Druck ausssehen?
    Der Vermieter kann höchstens eine Abmahnung aussprechen. Ob das was nutzt, steht in den Sternen.
    Wenn nicht, kann er eine Kündigung gemäß BGB § 569 aussprechen.

    Der Erfolg steht ebenso in den Sternen, wie eine Abmahnung. Letztendlich haben Sie durch Ihre Mietminderung auch noch einen Feind geschaffen. Da hilft Ihnen das ganze Deutsche Recht nicht, den der Vermieter wird nicht einsehen, das er für den Lärm anderer Leute geradestehen soll.

    Ich könnte mir vorstellen, dass eine oder vielleicht über einen absehbaren Zeitraum auch mehrere Mahnungen dafür sorgen könnten, dass die Nachbarn sich irgendwie schlecht aufgehoben fühlen könnten und sich dann nach einer neuen Wohnung umsehen. Muss nicht sein, könnte aber passieren. Mit ein bisschen Rationalität müssten die ohnehin mit 5 Personen und einem Hund auf 60qm nicht allzu zufrieden sein.

    Durch eine Mietminderung hätte vielleicht auch der Vermieter Druck, unsere Nachbarn rauszuwerfen. Nachmieter zu finden ist für den Vermieter in dieser Gegend nicht schwer (Uninähe und steigende Studentenzahlen), da wiegen die fehlenden Einnahmen durch eine geminderte Miete bestimmt schwerer. Uns widerum deswegen aus fadenscheinigen Gründen zu kündigen oder sollte er nicht können, denn wir machen ja nichts Schlimmes.
    Wie sich Feindseligkeit sonst zeigen könnte, mag ich gerade nicht absehen, allerdings handelt es sich bei unserem Vermieter um ein größeres Unternehmen und keine Privatperson, deshalb vermute ich da eher weniger irgendwelche Racheakte wegen einer Mietminderung.

    Unabhängig von der geplanten Mietminderung: Was sagt denn der Vermieter generell zu dieser Problematik? Wenn das Problem seit Einzug im Oktober besteht, habt Ihr diesen ja sicher schon mal darauf angesprochen, oder?

    Wir hatten in letzter Zeit viel zu tun und wollten erstmal einen festen Plan in der Hand haben (und hatten uns auch anfangs sowieso zu sehr an dem Kinderlärm aufgehangen, gegen den wir ja nicht vorgehen können). Ohnehin weiß ich aktuell noch nicht mal, wer bei dem vermietenden Unternehmen für solche Dinge zuständig ist.

    Grundsätzlich wird es durch die Mietminderung nicht leiser. Die Einschränkung in der Lebensqualität besteht auch, wenn Ihr monatlich 20 EUR weniger zahlt.
    Hier wäre es vielleicht sinnvoll, sich mit anderen Hausbewohnern zusammenzuschließen und ein gemeinsames Protokoll einzureichen.

    Wenn man schon mit dem Problem leben muss (irgendwann kommt auch ne neue Wohnung, aber stand jetzt ist das eben nicht möglich), wollen wir eben das beste daraus machen. Und wenn wir dann deswegen mehr Geld für andere Dinge als Miete zur Verfügung haben, wäre das immerhin etwas, das das Problem angenehmer macht, wenn auch nur minimal.
    Soweit ich das überblicken kann, haben die anderen Hausbewohner das Problem nicht. Die Wände in diesem Haus sind ohnehin ziemlich gut isoliert, die Böden (oder zumindest der eine zwischen denen und uns, wahrscheinlich haben die einfach billiges Laminat ohne Trittschalldämmung verlegt) leider nicht. Nach oben haben die auch keine weiteren Hausbewohner. Lärmquellen sind auch vor allem in den Zimmern, die an der Außenwand sind, also auf jeden Fall nicht direkt zu den anderen Wohnungen angrenzend.

    Hallo,

    seit meine Freundin und ich letzten Oktober umgezogen sind, haben wir mit den Lärmauswüchsen unserer Nachbarn, die über uns wohnen, zu kämpfen. In erster Linie ist das Schlimmste der Kinderlärm, der durch ein Kleinkind im nonverbalen Alter, sowie zwei Grundschulkinder verursacht wird. Damit, dass wir dagegen nichts machen können, haben wir uns mittlerweile abgefunden (wobei ich niemals verstehen werde, warum es hinnehmbar sein muss, wenn über einem so getrampelt wird, dass die eigenen Gläser klirren oder die durch das ganze Haus führende Heizung als Musikinstrument missbraucht wird).
    Allerdings sind die Menschen über uns solche Spezialisten, die andauernd und auch während der Ruhezeiten laut Musik hören (gerne auch mal 2h am Stück das selbe Lied in Dauerschleife; ist nicht wirklich toll zu hören, wenn man kein Fan der Musikrichtung ist), häufig während der Ruhezeiten staubsaugen, sowie an Sonntagen größere Umbauten an der Wohnung vornehmen. Das haben wir seit nun knapp einem Monat auch in einem Lärmprotokoll festgehalten und da kommt auch ordentlich was zusammen.

    Was noch dazu kommt, ist, dass die Schallschutzisolation zwischen deren und unserer Wohnung wohl kaum vorhanden ist. Wenn der Vater die Kinder anschreit, hört man das mehr als deutlich. Ob diese Leute Musik wirklich übermäßig laut hören, kann ich nicht einmal beurteilen, vielleicht hören wir einfach alles, was die da oben an Musik anmachen, weil die Isolation so schlecht ist, wobei der Bass komplett durch geht. Normale Schritte widerum hört man nur ganz sanft, nur wenn das kleinste Kind im Laufschritt durch die Wohnung trampelt, hört es sich eher wie ein in normaler Redelautstärke gesprochenes Bumm-Bumm-Bumm-Bumm-Bumm an.

    Unterm Strich ist die Lebensqualität in unserer Wohnung jedoch stark eingeschränkt, da man bei konzentrationsbedürftigen Aufgaben wie dem Lernen für Uniklausuren immer wieder gestört wird. Wenn wir die Nachbarn darauf ansprechen, gibt es zwar eine Reaktion, diese ist allerdings nicht sehr nachhaltig, da nach spätestens einer halben Stunde der angesprochene Störfaktor wieder beginnt (im Regelfall halt die Musik wieder an geht).

    Da die Wohnung sonst top ist und wir nicht ausziehen wollen (aufgrund des Mietvertrages auch nicht könnten), möchten wir aus der Lage durch eine Mietminderung wenigstens finanziell noch irgendwie einen Vorteil ziehen bzw. darauf hoffen, dass sich der Vermieter der Sache annimmt, entweder durch eine angemessene Schallisolation, dass er die Mieter über uns irgendwie zum Ausziehen bewegt oder dass er denen zumindest Druck macht, dass die fortan leiser sind.

    Inwieweit ist so etwas rechtlich möglich und wie wäre das umzusetzen?


    Schonmal danke für Eure Hilfe!

    Gruß
    Knarz

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