Höhe Nebenkosten für Gartenpflege

  • Guten Tag zusammen,

    nach Erwerb eines Mehrfamilienhauses stellt sich mir die Frage in welcher Höhe Kosten für Gartenpflege in den Nebenkosten verhältnismäßig sind.

    Der Deutsche Mieterbund gibt 0,1€ je m² Wohnfläche als Durchschnitt an. Ich halte diese Kennzahl aber für völlig ungeeignet, da es das Verhältnis von Gartengröße zu Wohnfläche ignoriert.

    Wohne ich in einem riesen Wohnkomplex mit 20000m² Wohnfläche und 5000m² Grünfläche habe ich natürlich eine andere Kostenstruktur als in meinem Objekt bei zu dem jedem m² Wohnfläche 2m² Garten zur Verfügung stehen.

    Was ist bei einem Lohnniveau von 25,- bis 35,- € für Rasenpflege, jährlicher Heckenschnitt und Laubsammeln, etwas Unkraut vernichten je m² angebracht? Wirtschaftlichkeitsgebot natürlich vorausgesetzt und es soll kein Golfplatz oder Schlosspark entstehen, sondern ein ordentlicher bzw. etwas wilder Garten.

    Gibt es hier geeignetere Kennzahlen, Richtwerte als die vom DMB? Bei 0,1€ je m² wäre es in meinem Fall nicht mal möglich 1 mal im Jahr 8 Stunden einen Gärtner für einen "Rundumschlag" kommen zu lassen...

    Vielen Dank!

  • Wozu eine "Kennzahl"?

    Du darfst die tatsächlich angefallenen Kosten umlegen, sofern vertraglich vereinbart.

    Laß Dir von einigen Hausmeisterfirmen Angebote machen.

    Oder stell jemand für den Mindestlohn an der diese Arbeiten erledigt.

  • Der Deutsche Mieterbund gibt 0,1€ je m² Wohnfläche als Durchschnitt an.
    Was ist bei einem Lohnniveau von 25,- bis 35,- € für Rasenpflege, jährlicher Heckenschnitt und Laubsammeln, etwas Unkraut vernichten je m² angebracht?


    Wie wäre es denn mit weniger Extremen?
    Bei Fachhandwerksarbeiten kannst Du 20€/h ansetzen, bei Putz-o.ä.-Arbeiten 10€/h. Alles ohne Märchensteuer selbstverfreilich.
    Bei meiner Immobilie gibt es ~20m² Garten. Dessen Pflege stelle ich mit 9,90€ mtl. den Mietern in Rechnung.

  • Hallo zusammen,

    danke für die bisherigen Posts. Dass ich die Kosten umlegen kann ist mir bewusst, da alle Parteien Gartennutzung haben und die Übernahme der Kosten für Gartenpflege in den Verträgen geregelt ist.

    Ich bin nur auf der Suche nach einem richtigen Maß.

    halte dies nicht solche große extreme:
    - Die 10 Cent gibt der Mieterbund an...
    - leider ist das Lohnniveau in Bonn auf diesem Level, habe mir natürlich mehrere Angebote eingeholt. (Incl. Steuer)

    Berni: entspricht jedoch dem 5fachen der Angabe des BDM.
    Damit käme ich bei den 600m² Garten --> 300€ im Monat auch locker hin.

    Viele Grüße

  • Es ist doch absolut egal, was der Betriebskostenspiegel sagt. Der ist m. M. nach eh überbewertet und unbrauchbar.
    Wir haben in Deutschland so viele verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Kostenhöhen, dass dieser auf die BRD hochgerechnete Mittelwert einfach unbrauchbar ist.
    Eine Gartenpflege für 600 m² bekomme ich in Sachsen für 150 EUR im Monat, in Bonn für 300 EUR im Monat, in Berlin für 250 EUR im Monat und in Hamburg für 400 EUR im Monat. Wie teuer das jetzt pro Quadratmeter ist, liegt an der WOHNfläche (nicht Gartenfläche!!!), da die Kosten per m² Wohnfläche auf die Mieter umgelegt werden. Je größer das Haus, desto billiger pro m² wird die Pflege dieses Gartens.

    Meine Empfehlung:
    Drei Angebote einholen und in Abwägung mit dem Leistungsverzeichnis das günstigste Angebot auswählen (das muss nicht das billigste sein. Wenn die Abfuhr von Grünschnitt mit drin ist und der Turnusmäßige Baumschnitt, kann auch ein teures Angebot günstiger sein, wenn die billigeren diese Positionen nicht beinhalten.)

    Wenn Du DAS beachtest, hast Du das Wirtschaftlichkeitsgebot auf alle Fälle eingehalten und musst nichts befürchten.
    Die Auswahl des Unternehmens solltest Du als Dokumentation im Objektordner hinterlegen, da Du die Auswahl ggf. vor meckernden Mietern rechtfertigen musst.

  • Meine Empfehlung:
    Drei Angebote einholen und in Abwägung mit dem Leistungsverzeichnis das günstigste Angebot auswählen (das muss nicht das billigste sein. Wenn die Abfuhr von Grünschnitt mit drin ist und der Turnusmäßige Baumschnitt, kann auch ein teures Angebot günstiger sein, wenn die billigeren diese Positionen nicht beinhalten.)


    Richtig - bei meinem MFH wird alles per Ausschreibung (sogar Versicherungen) gemacht, und zwar bei möglichst vielen Anbietern. Hat mir VM bzw. den M schon Fünfstelliges eingespart.

  • Richtig - bei meinem MFH wird alles per Ausschreibung (sogar Versicherungen) gemacht, und zwar bei möglichst vielen Anbietern. Hat mir VM bzw. den M schon Fünfstelliges eingespart.

    fünfstelliges? gehört Dir eine ganze Plattenbausiedlung in Berlin Marzahn, oder was? :D

  • fünfstelliges? gehört Dir eine ganze Plattenbausiedlung in Berlin Marzahn, oder was? :D


    Denk' nach: Hausaussenwände streichen, Wasser-+WMZähler einbauen, Heizkostenabrechner, Fenster, Rolläden, Verbundene Heizungsanlage, Innentür, Gewerberaumfenster, Heizungswartung, Kanal-Dichtigkeitsprüfung, Gebäude-+Haftpflichtversicherung. Und das alles für ein 5erMFH.

  • Wie wäre es denn mit weniger Extremen?
    Bei Fachhandwerksarbeiten kannst Du 20€/h ansetzen, bei Putz-o.ä.-Arbeiten 10€/h. Alles ohne Märchensteuer selbstverfreilich.
    Bei meiner Immobilie gibt es ~20m² Garten. Dessen Pflege stelle ich mit 9,90€ mtl. den Mietern in Rechnung.

    Wie bitte, 20 €/h für einen Handwerker, 10 € für Putzen. Wo kommst du denn her? Dafür kriegst du hier nicht einmal mehr einen Schüler für Nachhilfe (naja, für 20 wohl schon) .

    Gruss
    H H

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!