Hallo zusammen!
Ich weiß, das gehört eigentlich in einen anderen Bereich. Da kann ich aber leider nicht posten, warum auch immer...
Ich habe folgendes Problem: Es erreichte mich heute meine Mietnebenkostenabrechnung für den Zeitraum vom 01.07.2013 - 30.06.2014. Aus der Abrechnung ergibt sich ein Guthaben von ca. 130 Euro, was ja erstmal gut ist.
Als ich mir allerdings die Verbrauchswerte der Heizkörper angesehen habe, fiel mir sofort ein riesiger Verbrauch bei einem unserer Heizkörper ins Auge. Hier einmal die Werte unserer sechs Heizkörper:
Diele: 0 Einheiten
Schlafzimmer: 67 Einheiten
Bad: 0 Einheiten
Küche: 0 Einheiten
Wohnzimmer HK1: 241 Einheiten
Wohnzimmer HK2: 1692 (!) Einheiten
Macht in Summe 2000 Einheiten.
In den vorangegangenen, vollen Abrechnungsperioden Betrug die Summe der Einheiten 611 Einheiten 2012/2013, 695 Einheiten 2011/2012 und 647 Einheiten 2010/2011. In diesen Zeiträumen hat Heizkörper 2 im Wohnzimmer auch nachweislich nichts verbraucht. Dieser war seit unserem Einzug NIE in Betrieb, da Heizkörper 1 völlig ausreicht, um Wohnzimmer, Küche und Diele zu heizen. Um uns herum ( Mehrfamillienhaus ) wird auch gut geheizt, so dass der bisherige Verbrauch von 600 - 700 Einheiten gereicht hat. Wir wollten trotzdem in der letzten Abrechnungsperiode etwas sparen, was uns ja eigentlich auch gelungen ist, wenn man Heizkörper 2 im Wohnzimmer mal außen vor lässt.
Und hier hat jetzt sicherlich schon jeder mein Problem erkannt. Heizkörper 2 im Wohnzimmer hat plötzlich einen Verbrauch von 1692 Einheiten, obwohl er seit unserem Einzug hier nie benutzt wurde. Der Regler steht seit jeher auf dem Sternchensymbol, was die tiefstmögliche Einstellung ist. Eine Stellung 0 gibts nicht.
Ich habe natürlich nach dem Lesen der Abrechnung den Heizkörper begutachtet und festgestellt, dass er tatsächlich warm ist. Er ist nicht heiß, mehr lauwarm. Daraus ergibt sich ja ziemlich sicher, dass die Heizung defekt ist. Ein Heizkörper, der auf "aus" steht, darf nicht warm werden und erst Recht keinen 2,5 Jahresverbrauch erzeugen. Ich kann nur vermuten, wieviele Monate der schon so läuft...
Ich gehe also bei folgender Fragestellung davon aus, dass der Heizkörper defekt ist: Wer muss die Heizkosten bezahlen, die dieser Heizkörper verursacht hat?
1.) Ich weiß, dass man Mängel unverzüglich dem Vermieter mitteilen muss, damit er die Chance hat, zu reagieren. Dies werde ich natürlich am Montag sofort machen. Es muss ja auch schleunigst jemand kommen, der das Dingen repariert, denn im laufenden Abrechnungszeitraum 2014/2015 hat er auch schon wieder 540 Einheiten auf der Uhr...
Nun habe ich aber den Schaden nicht früher bemerkt. Kann man mir das zum Vorwurf machen? Bin ich verpflichtet, den Heizkörper, den ich 2010 ausgestellt habe ständig zu kontrollieren, ob er auch aus bleibt?? Ich sehe das eigentlich nicht so. Wenn aber doch, in welchen Zeiträumen habe ich das zu kontrollieren? Ich war zwar nie am Heizkörper selber aber ich habe ja über das Lesen meiner Abrechnung eine Verbrauchskontrolle durchgeführt. Indem ich dort gesehen habe, dass der Heizkörper einen Verbrauch von 0 hat, habe ich doch jährlich kontrolliert. Reicht das nicht?
2.) Es gibt doch versteckte Mängel... Gibt es auch sowas wie versteckte Defekte? Dabei denke ich an folgende Dinge: Die warme Jahreszeit ging gerade zuende. Im Sommer geht kein Mensch zur Heizung... Unser Wohnzimmer bekommt von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr die volle Sonne ab. Da fällt ein lauwarmer Heizkörper beim besten Willen nicht auf, zumal der Heizkörper der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und sich somit sowieso erwärmt!! Kann man es da von einem Mieter erwarten, dass ihm ein solcher Fehler auffällt?
3.) Ich habe den Schaden nicht verursacht und wenn ich ihn am Montag gemeldet habe, dann ist dies auch unverzüglich geschehen, nachdem ich den Schaden bemerkt habe. Trotzdem ist mir durch den Schaden der Heizung ein Folgeschaden entstanden, den ich auf 200 - 300 Euro schätze. Denn alles was der Heizkörper jetzt geheizt hat mindert ja meine Rückzahlung. Ist der Vermieter gegen solche "versteckten" Defekte, die seine Mietsache dem Mieter zufügt, nicht evtl. versichert?
Ich denke, man versteht jetzt mein Problem und worauf ich hinaus will. Wäre schön, wenn mir jemand seine Einschätzung der Sache mitteilen würde. Ich bin natürlich erstmal froh, dass wir durch unsere extrem hohe Nebenkostenvorauszahlung ( selbst gewollt ) auch so eine Abrechnung noch mit dem Resultat eines Guthabens abfedern konnten. Aber ich will natürlich wissen, ob dieser Defekt, den ich nicht verursacht habe, voll zu meinen Lasten geht.
Vielen Dank im voraus!