Hallo,
ich habe jetzt die letzten Tage ausgiebig recherchiert und würde aber gerne, wenn möglich, ein definitives "Ja, du bist im Recht" haben, bevor ich weitere Schritte unternehmen!
Der Fall sieht wie folgt aus:
Mitte Januar 2014 habe ich mit dem Besitzer und Verwalter eines zum Verkauf stehenden Hauses eine mündliche Einigung getroffen, dass ich das Haus auf unbestimmte Zeit nutzen kann, bis sich ein Käufer gefunden hat. Der Eigentümer sagte mir damals, dass ich dann allerdings noch (ca.!?) drei Monate Zeit hätte auszuziehen. Für mich räumte er mir eine Kündigungsfrist von zwei Wochen ein. Meiner Recherche zufolge kam mit der Einigung zu den Konditionen, zur Miete und mit der Schlüsselübergabe ein unbegrenzter mündlicher Mietvertrag zustande, bei dem die gesetzlichen Kündigungsfristen genauso gelten, wie bei einem schriftlichen. Die Kündigung müsse in beiden Fällen schriftlich erfolgen.
Nun wurde das Haus verkauft (Vertragsunterzeichnung am 24.06.14), der zukünftige Eigentümer teilte mir (per sms) mit, dass es vertraglich geregelt worden sei, dass ich bis zum 17.07.14 draussen zu sein habe.
Der Verkäufer behauptete ihm gegenüber, dass zwischen uns ja gar kein Vertrag bestehe. Ich vermute, dass er die Mieteinnahmen schwarz kassieren wollte...Quittungen hat er mir jedoch ausgestellt.
Jetzt die Frage:
Gibt es irgendetwas was ich evtl. übersehen habe bei meiner Recherche und welche rechtlichen Mittel und Wege habe ich bzw. der Vermieter, wenn ich bis zum 17. noch nicht draussen bin?
Meine Ergebnisse waren diese:
gesetzliche Kündigungsfrist gilt auch bei mündlichem Mietvertrag
Kauf bricht nicht Miete
Bei Kündigung zur Eigennutzung muss die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten werden
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen
Für eine außerordentliche bzw. fristlose Kündigung müssen triftige Gründe bestehen
Mir ist bis heute keine Kündigung in irgendeiner Form zugegangen. Von der vertraglich vereinbarten Räumung innerhalb von vier Wochen wurde ich erst zwei Wochen nach Abschluss des Vertrags (per sms) unterrichtet. Die Abmachung, die ohne meine Zustimmung und ohne mein Wissen getroffen wurde müsste demnach ohnehin rechtswidrig sein und somit hinfällig...
Sollte das ganze gerichtlich geregelt werden müssen, wie stehen da meine Chancen?
Viiiielen viiielen Dank vorab schon mal!
Sandra