Schimmel nach 3 Monaten??

  • Hallo,

    wir sind Mitte Oktober in eine neurenovierte Wohnung gezogen. Bei der ersten Kälte jetzt, ist überall in der Wohnung Schimmel entstanden. Es ist zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung. Gestern war der Vermieter mit seinem Gutachter und haben gemeint, dass wir schuld sind, weil wir falsch gelüftet haben und nicht genug heizen.
    Wir sollen 24-Stunden heizen, damit in der Wohnung ca. gute 21 Grad sind und 3 mal am Tag lüften. Wie viel muss ich dann für die Heizkosten nachzahlen, wenn ich 24-Stunden alle 3 Zimmer mit Bad heize? Da kann er doch nicht verlangen? Von Mietminderung war gar nicht die Rede, weil er gemeint hat, wenn sie in der Wohnung was machen, wird sich die Miete noch erhöhen.
    Ich bin schwanger und das Baby kommt in Paar Wochen, ich glaube nicht, dass das Ganze gut fürs Baby ist. Außerdem hab ich Bluthochdruck und wenns zu heiß ist, wird mir schlecht.
    Hat jemand ne Idee, soll ich zu diesem Mieterbund gehen oder zum Anwalt?
    Danke

  • Beides wird nichts nützen. Es ist der uralte Konflikt zwischen mehr lüften und Mangel an der Bausubstanz.
    Ich sage Ihnen nicht, wie ich den Konflikt bei mir löse. Sie würden mir sofort widersprechen, aber ich bin schimmelfrei.
    Rechtlich mache ich Ihnen keine Hoffnung. Sie werden lediglich Ihr Wohnverhalten ändern müssen.
    Ein besonderes Schwangerenrecht gibt es nicht.

  • Hallo jan4ik,

    gib' "Heizen Lüften Schimmel" in die Suchmaschine Deines geringsten Misstrauens ein, und Du wirst Lesestoff bis Ostern finden.
    Wir haben unseren Wohnzimmerthermostat auf 21° tags und 19° nachts gestellt und überhaupt keine Probleme. Du solltest hin und wieder stosslüften/querlüften, Während dieser zehn Minuten wird nur die Luft ausgetauscht, ohne dass die Möbel etc. auskühlen.
    Latürnich hält Dich niemand davon ab, Dich beraten zu lassen.

  • Heizkosten hin oder her. Richtig Lüften und Heizen ist oberstes Gebot - gerade in anfälligen Wohnungen (falls eure Wohnung überhaupt anfällig ist). Es können eben nicht alle Wohnungen in Niedrig-Ergerniehäusern liegen, deren Aussenhülle nicht die kleinste Kälte durchlässt. Und selbst solche Häuser kann man falsch belüften. Es gibt zudem viele selbstgemachte Feuchtigkeitsproblemquellen.

    Ob das alles bei Euch zutrifft, kannst Du nur selbst beurteilen. Der "Lesestoff bis Ostern" enthält aber sicher alle relevanten Verhaltensregeln.

    Wenn wirklich überall in der Wohnung Schimmel entstanden ist, dann reden wir ja nicht mehr von einzelnen eventuellen Schwachstellen des Gebäudes, sondern dann ist entweder die ganze Wohnung unbewohnbar oder aber Ihr müsst Euch umgewöhnen.

    Einen Anhaltspunkt könnte der Energieausweis des Gebäudes enthalten. Dieser zeigt ungefähr an, wie gut isoliert das Haus ist. Für Euch einfacher interpretierbar wären allerdings die Vorjahresverbräuche der Wohnung. Irgendwas davon müsst Ihr ja bei der Festlegung der Nebenkostenvorauszahlungen besprochen haben.

    Wer weiß, vielleicht heizt Du derzeit so wenig, dass Du Geld zurückbekommen würdest und noch Luft nach oben hast? Deine Furcht vor Heizungsnachzahlungen wäre dann unbegründet. Jedenfalls kann man auch eine Wohnung und die eigene Gesundheit kaputt sparen.

    Welche Raumtemperaturen hast Du denn so eingestellt? Und welche Raumtemperatur strebst Du denn an? Auch mit Sicht auf das Baby, meine ich. Ein ständig zu feuchtes und kaltes Klima ist sicher sowieso nicht so toll, selbst wenn nichts schimmeln würde.

    Einmal editiert, zuletzt von AjaxMH (28. Januar 2014 um 17:09)

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