Hallo,
ich bin mit meiner kleinen Familie gerade in eine neue Wohnung gezogen. Vorher (bzw. noch aktuell) waren wir Mieter bei einer Wohnungsgenossenschaft, bei der wir als wir eingezogen sind Genossenschaftsanteile kaufen mussten (~1200€).
An den Wänden war fast nirgendwo Tapete, weshalb wir 600€ Renovierungsgeld erhalten haben und von diesem Geld eben die Renovierung selbst durchgeführt haben.
Nun steht die Übergabe der Wohnung an. Bei einer "Vorabnahme" durch die Genossenschaft wurde in fast allen Räumen Mängel an der Qualität der Renovierungsarbeiten festgestellt. Die Tapeten liegen teilweise nicht ordentlich Kante auf Kante und hier und da müsste neu gestrichen werden.
Ich empfinde diese Mängel als ziemlich übertrieben aber ich würde mich darauf einlassen, wenn die Genossenschaft die 600€, die wir damals bekamen von den Genossenschaftsanteilen einbehalten würden (und dabei hätte ich schon Bauchschmerzen). Nun meint der Herr, der die Vorabnahme gemacht hat aber, dass das nicht reichen wird. Die gesamte Wohnung zu renovieren würde so ~1700€ kosten und es klingt so als ob wir uns darauf einstellen sollen.
Das finde ich aber absolut übertrieben und ich werde das Gefühl nicht los, dass man sich hier an uns bereichern möchte. Mein Plan ist jetzt erst mal das Übergabeprotokoll für die Wohnung nicht zu unterschreiben und es drauf ankommen zu lassen.
Als ich sagte, dass ich ja sonst jemanden vom Mieterschutzbund zur Abnahme mitbringen könnte, sagte man mir, dass die Abnahme dann sofort abgebrochen wird und alles weitere übers Gericht läuft.
Es wird sicherlich niemand rechtsverbindliche Aussagen dazu treffen können aber ich würde mich freuen wenn jemand vielleicht seine Meinung dazu äußern könnte.
Gruß und Danke.
Falls ich wichtige Informationen vergessen habe, lasst es mich bitte wissen.