Schimmelprobleme in der Wohnung. Habe so einen Angst. Hilfe bitte.

  • Guten Tag,

    Ich habe eine Wohnung in Berlin bei einer berühmten Wohngenossenschaft. Ich wohne in meiner Wohnung seit etwas mehr als 2 Jahren. Ich bin im Sommer (September) eingezogen. Ein paar Monte nach meinem Einzug (gegen November glaube ich) habe ich Schimmel in einer Ecke der Küche gefunden. Der Hausmeister hat eine Firma beauftragt, den Schimmel zu beseitigen. Dann habe ich die Ruhe bekommen. Dann ein Jahr später ist der Schimmel wieder gekommen und zwar auch in jedem Zimmer des Hauses. Der Hausmeister hat einfach eine Firma beauftragt und hat auch ein Teil der Tapete weggemacht, da die Tapete so feucht war, um zu vermeiden, dass der Schimmel zurückkommt. Nun ist der Winter fast da und habe wieder Probleme. Die Heizung bei mir ist meistens um 19/20 Grad, auch wenn ich die Wohnung verlasse. Das tue ich hauptsächlich, um Probleme mit dem Schimmel zu vermeiden. Ich habe Gasheizung. Jeder Raum muss mit den gleichen Temperaturen mit einem einzigen Raumregler geheizt werden. Gestern habe ich einen Temperatur- und Feuchtigkeitmesser gekauft. Als ich nach zurück nach Hause kam, zeigte es 85 Prozent Feuchtigkeit in meinem Zimmer, obwohl die Temperatur 19.5 Grad zeigt und obwohl ich regelmäßig gelüftet hatte. Ich habe einen Entfeuchter gekauft. Ich habe mein Zimmer zugemacht. Mit dem Entfeutcher komme ich zu 71 Prozent niedrieger (auch mit regelmäßiger Lüftung und 19,5 Grad). Jemand wird kommen, um sich die Wohnung anzugucken und habe nun Angst, dass ich Ärger bekomme. Die Wohnung wurde immer ständig geheizt und auch gelüftet. Die Gesellschaft sagte, ich müsste mehr lüften, dass die Feutigkeit aus der nassen Wäsche kommen würde und dass ich bis 21/22 Grad heizen muss. Aber erstens, ich glaube niemals, dass die Feuchtigkeit hauptsächlich durch die Wäsche produziert wird. Das kann doch nicht wohl sein. So oft wasche ich meine Wäsche und so viel habe ich auch nicht. Sie beharren jedoch darauf, sonst woher wuerde die Feuchtigkeit kommen? Ich verstehe nicht. Zweitens, ich habe immer mindesten mit 19 Grad geheizt, was mehr als nötig ist in der Theorie. Was wird passieren? Kann mir jemand helfen? Ich habe so Angst, dass sie mir sagen, dass ich schuldig bin und dass Sie mir alles bezahlen lassen.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

    PS: Entschuldigen Sie bitte für das schechte Deutsch, ich bin kein Deutscher

    Einmal editiert, zuletzt von peter.merlin (24. Oktober 2013 um 16:27)

  • Ein diffiziles Problem.

    Schon mal gut, das Sie die Feuchtigkeit messen können. Davon allein mindert sich die Nässe noch nicht.

    Die relative Luftfeuchte sollte unter 60 % betragen, kurzfristig auch darüber.
    Wenn der Wert dauerhaft über diesen liegt, ist Schimmel früher oder später zu erwarten.

    Die Raumtemperatur spielt hierbei eher eine untergeordnete Rolle.
    In bestimmten Fällen können Baumängel die Ursache sein; das ist aber in den aller wenigsten Fällen der Fall.

    Empfehle Ihnen die Zimmer solange bei weit geöffneten Fenstern zu lüften, bis die Luftfeuchte unter ca. 55 % abgesunken ist.
    Das kann schon mal bis zu einer halben Stunde dauern, je nach dem. 5 oder 10 Minuten Stoßlüften reichen in vielen Fällen nicht aus, da der Luftdurchsatz in den Ecken oder hinter den Möbeln nicht so schnell vonstatten geht.

    Machen Sie das in allen Zimmern so und kontrollieren Sie das anhand Ihres Meßgerätes regelmäßig.
    Räume, welche Sie nur selten oder kaum benutzen brauchen Sie garnicht oder nur gering zu heizen.
    Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf und kann sich an den Wänden nicht so sehr niederschlagen.
    Die Temperaturdifferenz zwischen Wand und der Raumluft ist auch geringer, was sich ebenfalls negativ auf die Schimmelbildung auswirkt.
    Ich selbst heize Schlafzimmer sowie zwei andere Zimmer nie und bin schimmelfrei.

  • Hallo peter.merlin,

    es ist wie in einem Teufelskreis: Je teurer Energie wird, desto mehr wird versucht zu sparen, und es weniger geheizt und gelüftet. Googele mal nach "Schimmel", und Du hast Lesestoff bis nach Weihnachten...

  • Ein diffiziles Problem.

    Schon mal gut, das Sie die Feuchtigkeit messen können. Davon allein mindert sich die Nässe noch nicht.

    Die relative Luftfeuchte sollte unter 60 % betragen, kurzfristig auch darüber.
    Wenn der Wert dauerhaft über diesen liegt, ist Schimmel früher oder später zu erwarten.

    Die Raumtemperatur spielt hierbei eher eine untergeordnete Rolle.
    In bestimmten Fällen können Baumängel die Ursache sein; das ist aber in den aller wenigsten Fällen der Fall.

    Empfehle Ihnen die Zimmer solange bei weit geöffneten Fenstern zu lüften, bis die Luftfeuchte unter ca. 55 % abgesunken ist.
    Das kann schon mal bis zu einer halben Stunde dauern, je nach dem. 5 oder 10 Minuten Stoßlüften reichen in vielen Fällen nicht aus, da der Luftdurchsatz in den Ecken oder hinter den Möbeln nicht so schnell vonstatten geht.

    Machen Sie das in allen Zimmern so und kontrollieren Sie das anhand Ihres Meßgerätes regelmäßig.
    Räume, welche Sie nur selten oder kaum benutzen brauchen Sie garnicht oder nur gering zu heizen.
    Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf und kann sich an den Wänden nicht so sehr niederschlagen.
    Die Temperaturdifferenz zwischen Wand und der Raumluft ist auch geringer, was sich ebenfalls negativ auf die Schimmelbildung auswirkt.
    Ich selbst heize Schlafzimmer sowie zwei andere Zimmer nie und bin schimmelfrei.


    Danke für Ihre Rückmeldung. Ich war heute so in einer Panik, nachdem ich bei der Wohngenossenschaft war. Ich fühle immer noch so schlecht und habe Angst. Ich würde so gerne jemanden haben, mit dem ich sprechen kann.

    Sie haben geschrieben: "Empfehle Ihnen die Zimmer solange bei weit geöffneten Fenstern zu lüften, bis die Luftfeuchte unter ca. 55 % abgesunken ist.". Gestern, als alle meine Fenster breit geöffnet waren, habe ich gewartet, bis die Luftfeuchtigkeit runtergeht. Nachdem sie etwas gesunken war, bewegte sie sich überhaupt nicht mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist nach 10 Minuten nie unter 60 Grad gegangen. Sobald die Fenster wieder zu waren, nach ca. 15 Minuten ist die Feuchtigkeit wieder bei mehr als 70%. Ich kann sowieso nicht zu lange das Fenster auf haben, da die Lufttemperatur sinkt.

    Ich wollte fragen: Darf die Wohngenossenschaft mir sagen, dass ich mehr heizen soll? Die Temperatur liegt momentan bei mir gerade zwischen 18 und 19 Grad, was ich als sehr angenehm wahrnehme. Mehr brauche ich eigentlich nicht. Dürfen sie mir sagen, dass ich schuld bin und ich mehr heizen soll, zumindest 21/22 Grad? Dürfen sie sagen, um wieviel mehr ich heizen soll?

    Ich gehe davon aus, dass der Mieter verpflichtet ist zu tun, was nötig ist, damit der Wohnung kein Schaden angerichtet wird, das heißt zum Beispiel, sichergehen, dass es in der Wohnung nie kalt wird, um Schimmel zu vermeiden. Geheizt habe ich immer und ich habe sogar eine Nachrechnung für Gas bekommen, auch wenn ich immer zwischen 18 und höchtens 20 Grad geheitzt habe.

    Vielen Dank im Voraus.


  • Sie haben geschrieben: "Empfehle Ihnen die Zimmer solange bei weit geöffneten Fenstern zu lüften, bis die Luftfeuchte unter ca. 55 % abgesunken ist.". Gestern, als alle meine Fenster breit geöffnet waren, habe ich gewartet, bis die Luftfeuchtigkeit runtergeht. Nachdem sie etwas gesunken war, bewegte sie sich überhaupt nicht mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist nach 10 Minuten nie unter 60 Grad gegangen. Sobald die Fenster wieder zu waren, nach ca. 15 Minuten ist die Feuchtigkeit wieder bei mehr als 70%. Ich kann sowieso nicht zu lange das Fenster auf haben, da die Lufttemperatur sinkt.

    Also bei mir funktioniert das. Vielleicht ist es im Moment gerade etwas ungünstig, da wir zur Zeit eine hohe Außenluftfeuchtigkeit haben (88%).
    Da muss man schon mehr als 15 Minuten lüften.
    Auch meine Normaltemperatur in der Wohnstube beträgt 20° C und ich lebe damit ganz gut. Verwerfen Sie meine Gedanken nicht völlig. Ich habe nur den Zustand meiner Wohnung und das Verhalten geschildert. Übrigens es handelt sich um einen Ziegelbau aus den 70er Jahren.

    Unabhängig davon können Sie auch kurzfristig mal den Empfehlungen Ihrer WG folgen und mehr heizen. Dann können Sie mal vergleichen was die für Sie günstigere Variante ist. Muss man halt probieren.
    Bei alledem gehe ich davon aus, das es keine gravierenden Baumängel gibt.

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