hohe Nachzahlung durch enormen Heizkostenanstieg in einem einzigen Raum

  • Hallo zusammen,
    nachdem wir letztens eine Mieterhöhung bekommen haben, haben wir in den letzten Tagen auch die Betriebskostenabrechnung von 2012 erhalten. Aus dem Schreiben ergibt sich für uns eine Nachzahlung von 555 €. Ich habe nun die Betriebskostenabrechnung mit der von 2011 verglichen ( wir wohnen seit Oktober 2010 als WG in der Wohnung, so dass wir das ganze Jahr 2011 Mieter der Wohnung waren, so dass dieser Vergleich meiner Meinung nach in groben Zügen repräsentativ sein sollte).
    Aufgefallen ist mir, dass sich einige Posten wie der Stromverbrauch geändert haben und vielleicht einige % zum Vorjahr schwanken, was ok ist, jedoch nicht signifikant zur Nachzahlung beiträgt. Der einzig relevante Bereich sind nur die Heizkosten, welche von 2012 von 1000 € auf nun 1600 € angestiegen sind ( wir haben eine 85 qm Dachgeschoss-Wohnung).
    Auch hier habe ich die einzelnen Punkte untersucht. Die Gesamtkosten und der Verbrauch ist im gesamten Haus um etwa 18% angestiegen, so dass sich unsere 30% Grundkosten davon natürlich auch gesteigert haben. Dies wäre auch noch vertretbar. Der einzig signifikante Anstieg kommt aber von en Verbrauchskosten zustande. Hier sind die Verbrauchswerte im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichgeblieben (natürlich bis auf geringe Fluktuationen).
    Jedoch nicht in einem Zimmer:
    Hier haben sich die Einheiten von 658 auf 2728 gesteigert also mehr als vervierfacht!

    In den anderen Räumen ergab sich folgender Verlauf:
    Küche: 452 -> 748
    Bad: 630 -> 632
    Zimmer 1: 592 -> 543
    Zimmer 2: 477 -> 427
    Wohnzimmer: 774 -> 1215

    So gibt es noch im Wohnzimmer und in der Küche einen etwas stärkeren Anstieg, der etwa gleich groß ist, was noch vertretbar ist, beide Räume sind quasi direkt verbunden (es gibt keine Küchentür). Der Verbrauch im Bad ist jedoch gleichgeblieben und sogar in zwei Zimmern etwas gesunken.
    Somit kommt mir die Vervierfachungn in Zimmer 3 sehr komisch vor. Diese macht locker 300 € aus. Könnte es vielleicht sein, dass der Zähler kaputt ist? Habt ihr schonmal sowas erlebt und könntet mir Raten wie ich hier vorgehen sollte? Sollen wir die Nachzahlung zahlen?
    Ich werde nächste Woche eh mal den Vermieter wegen der Mieterhöhung besuchen, da werde ich das natürlich auch ansprechen.

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

  • Wenn Sie der Meinung sind, das möglicherweise ein fehlerhaftes Meßgerät vorliegt, so hilft nur eine eigene Überprüfung.
    Andernfalls müssten Sie das Gerät von einem Gutachter prüfen lassen, mit ungewissen Ausgang.
    Die Kosten hierfür dürften nicht unerheblich sein.
    Günstiger kommen Sie, wenn Sie mit Beginn der neuen Heizperiode alle Zählerwerte im Wochenabstand notieren und vergleichen und daraus dann die notwendigen Schlußfolgerungen ziehen. Das zum Nulltarif.

    Im Moment bringt eine Reklamation nichts. Die Werte wurden gemessen und berechnet. Den Beweis eines Gegenteils können Sie nicht antreten, ergo bleiben Sie darauf sitzen.

  • Hallo DrOetker,

    welche Art Zähler sind das, Verdunstung oder digital oder Funk-digital?
    Die Einheiten von 658 auf 2728 gesteigert, ist in der Tat erheblich. Ich hatte vor 12 Jahren zu Beginn des damaligen Vertrags im ersten Jahr ein oder zwei Geräte, die sogar rückwärts zählten...
    Wie lange sind die jetzigen Geräte schon im Betrieb? Welche Marke? Welcher Provider?

  • Guten Abend,
    es handelt sich überall um WHE30Z Zähler von Siemens (auch wenn Siemens nicht explizit draufsteht) mit einem Datum von 2009.
    Ich denke, dass die Geräte nach der Renovierung, als wir eingezogen sind im Oktober 2010 in Betrieb genommen wurden. Laut Datenblatt handelt es sich um einen elektrischen Zähler (Zweifühlergerät). Der Provider ist dela-t.
    Ich habe vorher mal die Werte am Zähler mit unserer Rechnung verglichen und die Werte stimmen soweit überein (das Zimmer mit dem gesteigerten Verbrauch konnte ich gerade nicht kontrollieren, werde ich morgen noch nachholen, aber ich denke mal dass das Ablesen hier auch geklappt hat).
    Meine Mitbewohnerin die in dem Zimmer mit dem stark gesteigerten Verbrauch wohnt hat gemeint dass die Heizung manchmal warm wird auch wenn sie wirklich auf komplett aus gestellt ist und dass hierfür schon zweimal ein Techniker da war, was aber nicht geholfen hat. Dieses Verhalten trifft auch auf das Badezimmer zu (sind direkt nebeneinander). Das mit dem Bad kann ich bestätigen, auch wenn es mir sehr selten aufgefallen ist. Jedoch waren die Kosten 2011 ja in Ordnung, so dass wir hier nicht weiter nachgeforscht haben. Wie ist dieser Wert von etwa 630 Einheiten im Bad eigentlich einzustufen? Ist dies normal (wenn man es mit den beiden Zimmern von 543 und 437 vergleicht) oder ist der Verbrauch hier auch schon stark erhöht?

    Vielen Dank schon mal und viele Grüße

  • Zu den Details bzgl. der Einheiten kann ich Dir nichts sagen, bin nicht aus dem Fach. Ein Fachmann sollte mal überprüfen: Wasserdruck im Sytem i.O.?, System entlüftet?, Thermostatreglerfunktion?, hydraulischer Abgleich i.O.?


  • Meine Mitbewohnerin die in dem Zimmer mit dem stark gesteigerten Verbrauch wohnt hat gemeint dass die Heizung manchmal warm wird auch wenn sie wirklich auf komplett aus gestellt ist und dass hierfür schon zweimal ein Techniker da war, was aber nicht geholfen hat. Dieses Verhalten trifft auch auf das Badezimmer zu (sind direkt nebeneinander). Das mit dem Bad kann ich bestätigen, auch wenn es mir sehr selten aufgefallen ist.

    Da hier elektronische Zähler zu Einsatz kommen ist es ein Leichtes die wöchentlichen oder monatlichen Werte zu dokumentieren und, wie ich bereits schrieb, auszuwerten. Alles Andere führt hier nicht zu klaren Ergebnissen.

    Das bei zugedrehter Heizung diese manchmal warm wird, liegt die Vermutung nah, das es sich heirbei um überirdische Kräfte handeln könnte. Da selbst Techniker das Problem nicht beitigen konnten. Den Mist erzählen Sie sonstwem.


  • Das bei zugedrehter Heizung diese manchmal warm wird, liegt die Vermutung nah, das es sich heirbei um überirdische Kräfte handeln könnte.

    Oder das der Stift im Thermostat festsitzt, was ein Techniker allerdings beheben können sollte.

  • Das beim Aufdrehen des Reglers der Stift festsitzen kann, ist oft Praxis und kann kinderleicht wieder gängig gemacht werden.
    Fazit: Bei aufgedrehten Regler kommt keine Wärme.

    Andernfalls wenn der Regler zugedreht ist kann der Stift sich zum Öffnen garnicht bewegen. Er wird durch den Drehknopf zugedrückt und kann sich unmöglich allein öffnen und damit kann es folglich unmöglich mal warm und mal kalt werden.
    Das meine ich mit dem Mist.

    In dem Beitrag von DrOetker wurde irgend etwas nicht richtig dargestellt.

  • Sie haben sicherlich recht, bin da auch kein Experte. Allerdings hatte ich dieses "Phänomen" auch schonmal, da war das gesamte Ventil defekt. Es gibt auch Thermostate die keine 0-Stellung haben sondern nur Frostschutz, die können beim winterlichen Lüften auch schonmal "gas" geben. Wahrscheinlicher ist aber, dass Sie recht haben.
    LG Motzi

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!