Kondensat / Schimmel an Dachfenstern

  • Hallo zusammen,

    ich habe schon einige Beiträge zu diesem Thema gelesen, möchte abe dennoch gerne für meinen speziellen Fall einen Thread eröffnen.

    Wir wohnen seit 2 Jahren in einer Mietwohnung im 2. OG, in der zur Nordseite Dachschrägen mit Veluxfenstern eingebaut sind. Schlafzimmer und Büro sind hiervon betroffen. In den Wintermonaten haben wir regelmäßig eine starke Feuchtigkeitsansammlung/Kondensatbildung an den Fenstern sowie am Rahmen. Bei starker Kälte sammelt sich so viel Wasser, dass es sich in der Fensterbank ansammelt und letztlich auf das Bett, den Fußboden oder den Schreibtisch tropft. Inzwischen haben sich einige fiese schwarze Schimmelflecken (
    Fotos im Anhang) gebildet, so dass ich definitiv eine Gesundheitsgefahr sehe - insbesonder wenn das Wasser auf's Bett tropft und man dort täglich schläft.

    Unsere Vermieter sehen keinen HAndlungsbedarf und sind der MEinung, man könne nichts dagegen unternehmen und dass das nun mal so ist. Das Problem ist bereits von der Vormieterin bekannt...

    Wir lüften wirklich regelmäßig und sorgen für eine ausreichende Beheizung der Räume. Von Bekannten, deren Wohnung ähnlich liegt, weiß ich, dass dort null Probleme dieser Art auftreten und die Fenster auch im strengsten Winter keine Feuchtigkeit ansammeln.

    Ich möchte nun gerne ausdrücklich unsere Vermieter auffordern, aktiv zu werden, bin mir nur noch unsicher, inwiefern der Eigentümer zur Ausbesserung verpflichtet ist. Kann jemand einschätzen, ob die Schäden auf den Fotos eventuell auf bauliche Mängel zurück zu führen sein könnten? Ich will gerne Argumente für das Gespräch mit dem Vermieter haben und nicht abgespeist werden mit einer Aussage à la "da hätten sie mal besser lüften müssen".

    Vielen Dank für Eure Meinungen!

    Gruß aus Lüneburg

  • Hier mal ein wenig Physik zum Mitschreiben: Luftfeuchtigkeit eines Raumes schlägt sich als Kondensat am kältesten Punkt des Raumes nieder. Beweis: Flasche Bier aus dem Kühlschrank nehmen und beobachten.

    So wie es aussieht sind diese Fenster mit Isolierglas verbaut, daher entsprechen sie dem Stand der Vorgaben.

    Was also soll der Vermieter unternehmen, um die Fenster bei euch trocken zu halten? Ein Vergleich mit Bekannten ist aber keinesfalls hilfreich. Auch kann ich versichern, dass in meiner Wohnung die gleichen Velux Fenster verbaut sind und trotz der Größe von 250 x 90 cm keine Feuchtigkeit aufweisen.

  • Dann würde mich ja mal brennend interessieren, wie dein Lüftungs- und Heizverhalten aussieht? Wie ich schon schrieb, lüften und heizen wir gemäß den Vorgaben des Fensterherstellers, bei dem ich mich speziell danach erkundigt habe.

    Wie kann ich es denn sonst verhindern, dass sich das Kondensat bildet?
    Und wenn es nicht in meiner Macht steht, also nicht an meinem Wohnverhalten liegt, muss ich mich doch letztlich an den Vermieter wenden und um Abhilfe bitten, oder wer ist da in der Pflicht!?

  • Bei der Betrachtung der Bilder fällt mir die extreme Beschlagung der Scheiben auf. Bei doppelt verglasten Fenstern dürfte das nicht bzw. nur ganz wenig passieren.
    Bei einglasigen Fenstern würde mich das nicht wundern. Einfach ein Stück Schulphysik.

    Vorschlag: Lassen Sie einen Energieberater kommen. Gibts in den Gemeinden für ein geringes Salär. Diese sind sehr kompetent, haben die entsprechenden Meßgeräte und auch eine Menge Hinweise zur Lösung parat. Und wenn Sie den Vermieter noch zum Beisein bewegen könnten, steht einer konkreten Abhilfe eigentlich nichts im Wege und Sie hätten fachliche Argumente.

  • Die Kondensatbildung ist leider ein ziemlich übliches Problem in den Wintermonaten. Trotz richtigem Heiz-und Lüftungsverhalten auch nicht immer zu vermeiden. Das ist leider auch der modernen dichtschließenden Fenster geschuldet. Im schlimmsten Fall hilft wirklich nur das Kondensat regelmäßig aufzuwischen. Was mir allerdings auffält, ist dass der Rahmen aus unbehandeltem Holz ist und die Feuchtkeit dort richtig schön einziehen kann--> Schimmelbildung. Hier wäre m.M. der Vermieter in der Pflicht, die Rahmen so zu behandeln, dass die Feuchtigkeit nicht mehr eindringen kann (lackieren).

  • Vielen Dank für die Tipps!

    Die Fensterrahmen sind nicht komplett unbehandelt, sondern weisen eine dünne Schicht Schutzlack auf. Diese ist allerdings an den betroffenen Stellen im Laufe der Zeit abgeblättert, so dass der Schimmel sich insbesondere in den Ecken ungehindert ausbreiten kann..

  • Die Fensterrahmen sind nicht komplett unbehandelt, sondern weisen eine dünne Schicht Schutzlack auf. Diese ist allerdings an den betroffenen Stellen im Laufe der Zeit abgeblättert, so dass der Schimmel sich insbesondere in den Ecken ungehindert ausbreiten kann..


    Hallo,
    die Holzrahmen nebst Einfassungen sollten, wenn sie knochentrocken sind, mit einer gut einziehenden Lasur gestrichen werden, evtl. auch 2x.

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