Hallo Ihr Lieben
Ich habe folgendes Problem. Ich wohne in einem Altbau, höchstwahrscheinlich während der Kriegszeit gebaut. Ein ziemlich kundiger Nachbar erzählte mir mal, dass unser Viertel rund um eine ehemalige Rüstungsfabrik gebaut wurde, damit die Arbeiter auch schnell genug am Arbeitsplatz sind.
Ich weiß dass man bei Altbau so einiges in Kauf nimmt, der Fußboden liegt in extremer Schieflage, vermutlich in unmittelbarer Nähe mal eine Bombe eingeschlagen und das Fundament abgesackt.
Natürlich sind die Fenster auch nicht mehr die dichtesten aber mit ein bisschen Abdichtung war auch das Problem zu beheben.
Nun habe ich jedoch auf Grund der Hitze der letzten Tage auch die oberen Fenster nachts öfter mal auf gemacht. Die Bewegung der Fenster ist stark eingeschränkt da seit wahrscheinlich Anfang an einfach nur fröhlich über die Rahmen lackiert wurde. Am nächsten Morgen machte ich sie zu und beim Öffnen am Abend fiel mir dann der Riss auf, meiner Meinung nach ein Spannungsriss.
Ich schrieb mein Vermieter an, mit der Vermutung dass es sich um Materialermüdung des Glases handelt. Wenn eine Scheibe seit immer hin ca. 60 Jahren im Rahmen ist und ständig starken Witterungseinflüssen ausgesetzt kann das schon mal passieren, oder?
Mein Vermieter antwortete nur süffisant, dass er bei Glasscheiben noch nie etwas von Ermüdungsbruch gehört hat und da das Fenster intakt war bei meinem Einzug, ich die Kosten zu tragen hätte.
Nun meine Frage an euch, stimmt das oder ist der Vermieter einfach mal selber zu ständig für Fenster die seit der Kriegszeit in den Rahmen sind, für Rahmen die so schlecht gewartet bzw. lackiert wurden, dass man das Fenster schon beinah eindrückt beim Öffnen und Schließen? Darf ein Vermieter eines Altbaus sich auf diese Weise an den Mietern „bereichern“ oder kann ich ihn nicht wenigstens zu einer halbierten Zahlung bewegen?