Nebenkostenabrechnung - Heizkosten utopisch

  • Hallo Zusammen,
    ich habe meine NK-Abrechnung für das Jahr 2010 erhalten und bin dabei direkt vom Stuhl gefallen. Folgende Fakten zu meiner Wohnung: 100m² Wohnfläche, 2 Personen, Hochparterre (unterkellert).
    Meine Wohnung hat im Jahr 2010 ca 9500 Heizeinheiten verbraucht. Damit ergibt sich ein Betrag von ca. 1600,00 € für die reinen Heizkosten. Es wird nach 30/70 abgerechnet. Der genannte Betrag sind also meinen reinen Heizkosten für den Verbrauch. Das gesamte Haus hat ca. 13.500 Heizeinheiten verbraucht. Abzüglich meiner Einheiten hätten dann die anderen 3 Wohnung ca. 1300 Einheiten im Schnitt verbraucht und würden demnach für ca. 250,00 € das ganze Jahr heizen.
    Ich war beim Mietschutz, dort sagte man mir direkt das die Werte ebens so sind und man nichts machen kann. Beim Anbieter der Heizung wurde mir gesagt, dass die Werte ok sind und ich wohl Tag und Nacht geheizt hätte. Bei einer Rechtsberatung (frei) sagte mir ein Anwalt für Mietrecht, das er eine solche Abrechnung noch nie gesehen hat und ich es gütig mit dem Vermieter klären soll. Der sagte mir wiederum ich hätte viel geheizt und es ist eben so, das Jahr 2010 war hart und der Winter kalt. Ich könnte auf eigene Kosten die digit. Messer prüfen lassen.

    Ich komme hier nicht weiter, leider habe ich keine Rechtschutz. Wie könnte man weiter vorgehen? Ich werde heute mit einem der Mieter im Haus die K-Werte mal prüfen, vielleicht ist hier schon etwas sonderbar.

    Vielen Dank und beste Grüße.

  • 1600 EUR für eine 100 qm große Wohnung in einem Untergeschoß halte ich für jederzeit realistisch, wenn man es gerne muckelig warm hat oder irgendwelche Handtucher oder dergleichen vor den Ablese-Geräte hängen lässt.

  • Zitat

    ich habe meine NK-Abrechnung für das Jahr 2010 erhalten

    Wann erhalten, für welchen Zeitraum wurde abgerechnet?

    Zitat

    Ich werde heute mit einem der Mieter im Haus die K-Werte mal prüfen, vielleicht ist hier schon etwas sonderbar.

    Was soll das bringen? Wenn die übrigen Wohnungen normale Verbrauchswerte haben, dann kann man doch davon ausgehen, dass die Wände genügend gedämmt sind, dem Stand der Auflagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Hauses entsprechen.

  • Oh da stimme ich gerne zu. Allerdings hat die Küche und das Schlafzimmer eine Temperatur von 10-13 Grad, Wohnzimmer und Esszimmer 20 Grad... Da tagsüber niemand zu Hause ist, sind die Heizungen natürlich klein gedreht also laufen nicht auf vollen Touren.

    Die Abrechnung kam am 22. Dezember 2011 und ist für den 01.01.-31.12.2010.

  • Wenn Sie digitale Heizkostenverteiler haben, dann ist eine monatliche Kontrolle durch Sie kein Problem.

    Notieren Sie die Werte und Sie sind am Jahresende zumindest vor Überraschungen sicher.

  • Jahr 2010 - 9574 Einheiten
    Küche: 3042
    Arbeitszimmer: 820
    Esszimmer: 1309
    Wohnzimmer: 67 + 2497
    Schlafzimmer: 388
    Bad: 1451

    Jahr 2011 - 5746 Einheiten
    Küche: 1587
    Arbeitszimmer: 408
    Esszimmer: 1083
    Wohnzimmer: 100 + 1570
    Schlafzimmer: 84
    Bad: 914

    Ich habe keine 25 Grad in der Wohnung, das Heizverhalten hat sich nicht geändert. Achte wirklich immer sehr, da ich egtl sparsam bin. Wie gesagt haben die anderen drei Mieter knapp 1000-1500 Einheiten im ganzen Jahr. Hätte ich schön eingeheizt, wäre es kein Thema, dann wird bezahlt. Aber ohne Jacke und Decke sitzen wir hier keinen Abend...

  • Genau so ist es. Mitte Dezember 2009 war der Einzug, der Ableser war dann im Januar 2010 das erste mal da. Selbst diese Abrechnung ergab Kosten in Höhe von 220,00 €. Allerdings war mir da nicht klar, dass sich die dig. Geräte am 01.01. "nullen". Ich habe also damals gedacht, das diese Kosten für 1,5 Monate waren. Wäre mir damals bewusst gewesen, dass es sich hierbei um 14 Tage handelt, dann wäre ich sicher stutzig geworden.

    Als diese Mega-Abrechnung nun kam, war ich der Meinung hier wurde einfach weitergezählt. Die Messfirma und der Mieterschutz haben mir erst klar gemacht, das dies nicht sein kann... da sich die Geräte eben "nullen".

    Die baugleiche Wohnung über mir, wurde von 3 Personen als WG genutzt. Sicher kann man Wohnung nicht mit Wohnung vergleichen. Ich kanns mir eben einfach nicht erklären und es ärgert mich ungemein, dass wir hier eben auch noch im "kalten" sitzen und solche Unsummen entstehen.

    Ich habe die Geräte damals selbst abgelesen und die Daten notiert, seitens Vermieter wurde meines Wissens nichts erfasst oder dokumentiert.

  • alles in allem komme ich zu der Auffassung, dass die Kosten tatsächlich so von euch verursacht werden. Von mir aus kann man noch entschuldigend ausführen, dass die Wohnung schlecht liegt und man -sche... Physik- für die Mieter über einem mitheizt. Aber schlussendlich sind ja wie eingangs schon mal angesprochen, die 1600 EUR jetzt nicht wirklich so ungewöhnlich.

  • Ok ich verstehe. Und wie schätzt Du das in Summe der ganzen Nebenkostenabrechnung ein? Demnach haben wir lt. Abrechnung Gesamtnebenkosten für diese Wohnung von 3250,00 € für dieses eine Jahr.

  • Ok ich verstehe. Und wie schätzt Du das in Summe der ganzen Nebenkostenabrechnung ein? Demnach haben wir lt. Abrechnung Gesamtnebenkosten für diese Wohnung von 3250,00 € für dieses eine Jahr.

    ich mach seit Jahren die Nebenkostenabrechnungen für eine ganze Reihe von Mietobjekten. Glaube mir, 300 EUR pro Monat sind da schnell erreicht.

    Für die Einzelheiten müsste man die gesamte Abrechnung sichten, insbesondere die umlagefähigen Gesamt-Kosten sowie die jeweiligen Verteiler-Schlüssel.

    Des weiteren wären regionale Besonderheiten zu kennen, somit ist die detaillierte Klärung nur von lokalen Institutionen (Mieterverei, Anwalt) hinreichend präzise zu erbringen.

    Mit dem letzten Satz will ich sagen, dass hier somit für mich Ende ist, jedenfalls was die sachbezogen Antworten anbelangt (ich behalte mir aber ausdrücklich vor, noch das eine oder andere Späßchen abzulassen).

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