Heizung läuft trotz Heizperiode nicht

  • Hallo zusammen,

    ich wohne in einer Einliegerwohnung im Keller eines Einfamilienhauses, das meine Vermieter bewohnen. Seit etwa 3-4 Tagen läuft meine Fußbodenheizung nicht mehr. Laut Thermostat sind es mittlerweile nur noch etwa 18°C -Tendenz sinkend- obwohl die Wunschtemperatur auf 22,5°C eingestellt ist. Dies habe ich meiner Vermieterin vorgestern gemeldet und gefragt, ob die Heizung noch läuft, was sie bejahte. Heute (2 Tage später) meldete ich mich noch einmal und fragte, ob vielleicht etwas kaputt sein könnte und bekam folgende Antwort:

    "Wenn eine Luftwärmepumpe ausschaltet, während die Außentemperaturen steigen, ist dies meistens ein normales, gewolltes Verhalten der Steuerung (Sommerbetrieb).

    Da der Wärmebedarf des Hauses bei wärmeren Außentemperaturen sinkt, ist ein Durchlaufen nicht nötig.
    Wenn es wärmer wird, schließen die Thermostate an den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung. Dadurch fließt weniger Wasser durch die Wärmepumpe. Sie kann die Wärme nicht loswerden, die Temperatur im Wärmetauscher steigt, und die Anlage schaltet wegen Erreichen der Solltemperatur ab.

    Das haben wir dir doch schon ein paar mal erklärt.
    Im Moment scheint einfach die Sonne zu arg.
    Bei uns heizt es nirgends da es viel wärmer ist als auf den Thermostat eingestellt ist.
    Die Anlage schaltet sich automatisch ab bei den Temperaturen, sollte es wieder kälter werden schaltet sie sich auch wieder automatisch ein."

    Ich habe früher den Umstand, dass die Heizung während der Übergangszeit nicht läuft, einfach so hingenommen, weil mein Verhältnis zu den Vermietern eigentlich ganz gut war und ich ehrlich gesagt auch nicht wusste, dass es eine Pflicht für Vermieter gibt, die Heizung lauffähig zu halten. Das Verhältnis zwischen mir und meinen Vermietern hat sich jedoch dermaßen verschlechtert, dass sie mir vor 2 Wochen, die Kündigung nach §573a ausgesprochen haben. Und es ist nicht das erste Mal, dass sie mit solch fadenscheinigen Erklärungen versuchen, sich aus der Verantwortung zu ziehen, oder die Pflicht auf mich abzuwälzen.

    Deshalb weiß ich nicht, was ich darauf antworten soll und ob ich bereits das Thema "Mietminderung" ins Spiel bringen sollte.

    Danke schon mal für die Hilfe!

    Schönes Restwochenende!

  • Deine Vermieter haben leider recht mit dem, was sie zur Wärmepumpe sagen. Wenn die Heizung nicht mit deinen Räumen Temperatur-geführt ist, dann geht die aktuell tagsüber und ggf. auch nachts aus, weil es warm genug ist. Durch die Lage im Keller ist deine Wohnung leider wahrscheinlich deutlich kühler als die andere, das glaube ich sofort. Bei uns reicht die Sonne durch die Fenster zum Heizen aus. Die Heizung geht witterungsgeführt aus. Nachts geht sie für einen paar Stunden mal an, aber nicht viel. Vermutlich dürfte deine Wohnung alleine den Volumenstrom für die Wärmepumpe nicht mehr zur Verfügung stellen können und sie kann allein für deine Wohnung nicht laufen. Das lässt sich zwar schon lösen, aber nur mit Einbußen bei der Effizienz und damit deutlich höheren Heizkosten.

    Wenn die vereinbarten oder allgemein zu erwartenden Temperaturen nicht mehr erreicht werden können, dann kannst du die Miete mindern, das musst du auch nicht absprechen. Bei einem gekündigten Mietverhältnis gibt es da ja kaum was zu verlieren.

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