Der Vorgarten wird zum Hundeklo gemacht

  • Ich wohne in einem Mehrfamiliengebäude in einem Wohnblock der aus aufeinander aufgereihten Häusern besteht und Rasenfläche aufweist. Es gibt jedoch Stichwege die vom öffentlichen Gehweg zum Haus führen.

    Eine Hecke trennt öfentliche Fläche von privat -sprich den Vorgarten/Rasenfläche. Vor dem Hauseingang sind links und rechts Blumenbeete (die an den Rasen grenzen) und um die ich mich kümmere. Auch eine Vogeltränke steht auf der rechten Seite des Vorgartens.

    Dieser Vorgarten wird immer wieder von einer Mitmieterin zum persönlichen Hundeklo gemacht. Auch habe ich sie mehrmals in der Eingangstür stehen sehen, wo sie auf ihren (kürzlich verstorbenen) Hund gewartet hat.

    Nun hat sie seit letzten Dienstag einen neuen Hund mit dem sie gestern angeleint auf der Rasenfläche in der Nähe der Vogeltränke darauf wartete, dass der Hund sein Geschäft macht. Es lag auch schon Kot da, den ich persönlich entsorgte.

    Ein Gespräch mit anderen Nachbarn ergab, dass nur ihr (verstorbener) Hund mehrmals auf der Rasenfläche gesehen wurde, jedoch kein anderer. Ich selbst wohne seit 2004 hier und habe schon viele Hundebesitzer gesehen - und alle gehen auf dem Gehweg mit ihren Hunden - auch mit denen die an der Flexleine sind.


    Es stört mich das sie die Rasenfläche zu ihrem persönlichen Hundeklo macht, nicht nur, weil ich mich um die Blumenbeete kümmere, sondern weil der Vorgarten nicht als Hundeklo erdacht ist. Ausserdem finde ich es ekelig, dass ich möglichweise in Hundekot/urin trete/greife, weil ich ihn nicht oder zu spät sehe (ich kenne die Gassizeiten nicht).

    Auch war schon mehrmals Kot in den Beeten - und ich muss fairerweise auch einräumen, dass es Katzenkot gewesen sein konnte. Ich lebe am Stadtrand, mit dörflichem Charakter und habe logischerweise Katzen gesehen.

    Jedoch streue ich regelmäßig und zur Düngung Kaffeesatz, habe Lavendel gepflanzt und es liegen von einer kaputten Rosen Zweige mit Dornen aus, um so Katzen auf natürlich Weise fern zu halten - was auch funktioniert.


    Ein Gepräch mit der Mitmieterin fand nicht statt, das sie nach meiner persönlichen Einschätzung, kaltschnäuzig ist und kein Einsehen zeigen, geschweige denn ihr Verhalten ändern wird. Wir hatten schonmal einen kleineren Disput und sie war nicht von ihrem Standpunkt abzubringen obwohl sie im Unrecht war. Und nein, dieser vergangene Disput hat damit nichts zu tun! Das hiesige Ordnungsamt sagt ganz klar, das es Sache des Vermieters ist, da es kein städtischer Boden, sondern das des Eigentümers ist.


    Ich bin mir unsicher und weiß nicht, was ich ihr sagen kann und soll, damit sie ihr Verhalten ändert. Ein anderer Nachbarn aus dem angrenzenden Gebäude (linke Rasenfläche) hatte sie wohl mal drauf angesprochen und ihr gesagt, dass es kein Hundeklo sei und sie woanders hin solle. Seitdem nutzt sie nur die rechte Rasenfläche - wo die Vorgeltränke ist.


    Ich weiß, ich kann hier keine Rechtsberatung erwarten - ich brauche einfach etwas input. Einerseits möchte ich nicht den Hausfrieden dadurch nicht gefährden, aber auch nicht hinnehmen, dass sie sich nicht an die Hausordnung hält, die da sagt: Gebäude und Grundstück sind sauber zu halten. Und so wie es aussieht bin ich die einzige Person die es stört.


    Ich hoffe ich habe die Lage gut und nachvollziehbar geschildert - wenn nicht, ruhig nachfragen.

  • Naja, ich würde den Sachverhalt einfach mal dem Vermieter schildern. Da sollte er dann tätig werden.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Man könnte der Nachbarin eine Rolle Brotzeit Tütchen schenken und sie nett und freundlich bitten, damit das Geschäft des Hundes zu beseitigen. Damit stößt man sie an, Rücksicht zu nehmen, ohne dass sie ihre Gewohnheiten aufgeben muss. Das sollte ein Kompromiss sein, den den Nachbarin gut wird annehmen können.

  • Fruggel naja so wie es aussieht, bringt sie ihrem neuen Hund bereits, auf die Wiese=den Vorgarten zu gehen.... :rolleyes:
    Es geht schon darum das sie diese Gewohnheit ablegen sollte....Zumal der Rasen schon von ihrem vorigen Hund nicht wenig gelbe Flecken hatte.
    Es geht also schn darum, das sie dise Gewohnheit ablegt....

    Leipziger82, bei meinem Vermieter handelt es sich um einen großen Konzern.
    Ich hoffe mal das er tätig wird - denn ein Schild das es kein Hundeklo ist, steht schon - allerdings habe ich es aufgestellt....

  • Ein Vermieter tut normalerweise gut daran, sich aus solchen kleinlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten herauszuhalten.

    Daher solltet Ihr das untereinander klären - die Dame hat ja (nach dem Gespräch mit anderen Nachbarn) schon gezeigt, dass sie zuhören und ihr Verhalten ändern kann. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn man mit ihr spricht (sachlich, ohne Vorwürfe!) und evtl. Kompromissvorschläge macht (siehe Fruggels Vorschlag oben).

    Letztlich kann man bei einem nicht abgezäunten, öffentlich zugänglichen Gartenstück auch nicht erwarten, dass dort niemand anderes reingeht und etwas tut - selbst wenn das Gartenstück zur alleinigen Nutzung mitvermietet sein sollte (davon steht nichts in Deinem Post).

  • beppi - es fand keinerlei Gespräch statt - eben weil man NICHT mit ihr reden kann....

    Die Beete wurden von einer leider schhon verstorbenen Nachbarin angelegt. Als sie verstarb, kümmerte sich mein Mann darum, der 2018 auch unvorhersehbar verstarn. Da niemand anderes aus dem Haus weder Zeit noch Lust hatten, habe ich die Pflege der Blumenbeete übernommen.

  • In diesem Fall ist es sicherlich mehr als sinnvoll, mit dem Vermieter über die Situation zu sprechen und ihn um irgend eine Art von Klärung, Vermittlung oder Regelung zu bitten. Jedoch ist das Problem, dass man ihn dazu nicht zwingen kann. Die Sache stellt keinen Mangel der Mietsache dar, weshalb auch keine Mietminderung möglich ist. Wenn der Vermieter letztlich nichts unternimmt und das Verhalten der Nachbarin duldet, kann man nichts machen. Dann würde wirklich nur das weitere Gespräch mit der Nachbarin helfen, bzw. Versuche, dahingehend etwas zu erreichen.

  • Ein Vermieter tut normalerweise gut daran, sich aus solchen kleinlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten herauszuhalten.

    Das ist genau der Fehler den ein VM machen kann. Mit klarer Ansage und Verweis darauf, dass es ein Fehlverhalten der Nachbarin ist, sollte auch in Betracht gezogen werden, dass der Hundekot auch eine Ordnungswidrigkeit sein könnte.

  • Also aktueller Stand: als ich gestern mal wieder aus dem Wohnzimmerfenster schaute, sah ich einen weiteren Hundehaufen - knappe 15 Cm von einem der Beete entfernt :cursing:  
    In der Zwischenzeit ergab sich auch ein eher indierektes Gespräch mit der Nachbarin. In dem sagte ich ihr: das ich aus dem Nebenhaus zwei Pärchen beobachtet habe wie sie ihre Hunde in den Vorgarten auf "ihrer" Rasenhälfte hinmachen liessen und das es sich um ein privat Grundstück handelt und kein Hundeklo ist. Sie stieg mit ein und meinte auch, dass man es anhand der Hecke erkennt das es ein privat Grundstück ist und das es unverschämt sei den Hund auf die Wiese machen zu lassen....Theoretisch hätte ich sie da schon fragen müssen, warum sie mit ihrem Hund auf dem Rasen wäre, wenn sie das so genau wüßte. Ich war innerlich auf 180 - schon allein wegen ihrer Dreistigkeit mir so ins Gesicht zu lügen. Leider fehlte mir an dem Tag die innere Kraft da ich auch an Depression erkrankt bin.

    Bei der Nachbarin kommt wohl auch ein Alkoholproblem dazu: wenn ich sie beim Einkaufen traf: 10-12 Dosen Elefantenbier im Wagen; kommt der Lieferdienst ist eine Kiste voll mit Lebensmittel die andere ebenfalls gefüllt mit Bierdosen.
    Dann konnte ich einen Blick in ihren Flur und ins Bad werfen: überall lagen Haarballen (und Wollmäuse) ihres verstorbenen Hundes herum - und die waren alle größer als ne ausgewachene Ratte.
    Ich hatte sie ein paar mal "erwischt" (ich wollte selbst gerade ausser Haus oder kam nach Hause) wie sie auf ihren Hund an der Eingangstür wartete....Es kann also durchaus möglich sein, das sie sogar zu be- oder angetrunken war/ist um ein paar Schritte weiter zu gehen. Auf der anderen Strassenseite befindet sich übrigens auch eine Wiese - gute 20 Meter vom Haus entfernt; am anderen Ende dieser Wiese stehen Stangen zum Wäschetrocknen. Diese Wiese wird auch von anderen Hundehaltern als Klo benutzt aber eben nur der vordere Abschnitt. Also scheint meine Nachbarin dann wohl eher "voll-faul" zu sein...Was das Problem in meinen Augen verkompliziert.

    Ich sehe das größte Problem in der Kontrollierbarkeit. Dem VM fehlt Personal dazu und ich bin aber auch nicht Else Kling die 24 Stunden am Fenster hängt - denn dazu ist mir meine Kraft aber auch zu kostbar.

    In meinem Mietvertrag steht nicht drin wie diese Wiese vor der Tür genutzt werden darf. Auch ist in der Hausordnung nichts darüber ausagekräftiges zu finden.

    An den Fotos könnt ihr die Rasenfläche mal sehen. Die Beete habe ich nicht mitfotografiert - kann ich aber noch machen.

    aalborg: hier in Niedersachsen ist es eine Ordnungswidrigkeit (eben weil es ja privates Grundstück ist) - es hätte sie bereits zwischen 300-500€ gekostet...

  • Es passiert leider oft, dass sich depressive Menschen zusätzliche Probleme suchen und so darüber aufregen, dass sie noch depressiver werden.

    Mein Rat. Mach die (Hunde-, Sauberkeits- und Alkohol-) Probleme der Nachbarin nicht zu Deinen eigenen. Es lebt sich leichter, wenn man auch mal wegschaut und sich stattdessen auf positivere Themen fokussiert. Zumal Du hier aus Sicht von Mietvertrag, Hausordnung, Hausverwaltung, Vermieter offenbar kein Anrecht auf einen makellosen Vorgarten (oder ebensolche Nachbarn) hast.

  • ...also 1. weiß ich mit meiner Depression umzugehen und 2. "suche" ich kein Problem - denn dieses Problem besteht seitdem die Nachbarin hier wohnt - das sind 5-6 Jahre, also 5-6 Jahre in denen ich nichts gesagt, "weggeschaut" und sogar den Kot beseitigt habe...Das einem dann irgendwann mal die Hutschnur reißt ist nicht nachvollziehbar?
    Ja mag ja sein das ich kein Vorrecht auf einen sauberen Vorgarten habe, aber es ist auch nicht das Recht der Nachbarin den zu ihrem privaten Hundeklo zu machen weil sie zu an-oder betrunken ist....

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