Vermieter nimmt Übergabetermin nicht an

  • Moin!

    Vielleicht weiß hier jemand Rat.
    Wir wollen das Haus an unseren Vermieter übergeben. Der Vermieter wohnt 800km entfernt. Das Haus wurde, auch protokolliert und bebildert, unrenoviert übernommen mit ziemlich vielen Mängeln.
    Die Mängel die durch uns entstanden sind wurden behoben, da dürfte es keine Diskussionen geben.
    Der MV ist zum 1.10. gekündigt, mein Vorschlag vom 30.8. war der 30.9.
    Der Termin wird vom Vermieter abgewiesen und er drängt auf einen Termin am Samstag, 28.9., den ich aufgrund des Umzugs(!) nicht wahrnehmen kann.
    Der Vermieter möchte es nun am Feiertag 3.10. machen, aber auch da bin ich gebunden.
    Wer ist hier in der "Bringschuld"? Muss ich seine Terminvorschläge annehmen oder er meine? Ich habe eigentlich generell nicht mehr vor zurück in den Ort zu kommen (auch 150km entfernt). Muss ich zwingend überhaupt einen späteren Übergabetermin wahrnehmen/annehmen? Muss der Vermieter ansonsten jemanden für die Übergabe beauftragen? Ich kann ja nichts für seinen Immobilienbesitz in 800km Entfernung.
    Wie könnte eine Alternative aussehen? Macht es Sinn die Schlüssel einfach irgendwo zu hinterlegen?

    Vielen Dank für eure Ratschläge.

  • Macht es Sinn die Schlüssel einfach irgendwo zu hinterlegen?

    In Absprache mit dem Vermieter sind solche Versionen durchaus denkbar. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, sich zu einer Übergabe zu treffen. Wenn das aufgrund der Entfernungen nicht zweckmäßig ist, kann man auch andere Lösungen finden. Schlüssel auf andere Wege an der Vermieter zu bringen wäre eine Möglichkeit. Die sollte aber absolut sicher sein. Eine andere wären ggf. auch gute Bekannte, Freunde Nachbarn... die die Übergabe machen können.

  • Vielen Dank für die Antwort.

    Der Vermieter ist "schwierig" und gar nicht lösungsorientiert. Es kommen aus dem 800km entfernter Ort nur irgendwelche haltlosen Anschuldigungen (Versicherung wäre nicht existent, ich will Schäden nicht beheben, drücken vor der Übergabe usw.). Dürfte ich es hier veröffentlichen, wäre es für viele Lacher gut. Die Anschuldigen sind im eMail Verlauf bereits wiederlegt.

    Ich habe mehrfach gebeten mir zu sagen wann und wie er eine Schlüsselübergabe wünscht. Darauf geht er kaum ein, sondern droht einfach damit, dass ich eine "Bringschuld" der Schlüssel habe.
    Wenn er mir aber nicht sagt, wie er sich vorstellt die Schlüssel zu bekommen, wie soll ich es handhaben?
    Und wie soll ich weiter vorgehen, wenn es zu keiner persönlichen Übergabe kommt?


    Manche Menschen sollte definitiv keine (Miet)Immobilien besitzen dürfen.

  • Und wie soll ich weiter vorgehen, wenn es zu keiner persönlichen Übergabe kommt?

    Setzen Sie Ihre Versuche fort, mit dem Vermieter eine Lösung zu finden. Eine Zurückweisung muss man nicht gleich überbewerten. Vielleicht hatte er nur gerade eine schlechte Stimmung. Bleiben Sie höflich und formulieren sie Ihr Anliegen jedes mal etwas anders. Er will ja auch die Schlüssel zurück, und so wird das mit etwas Beständigkeit Erfolg haben. Die Schlüssel als Paket schicken dürfte aber für beide die einfachste Lösung sein.

  • Die Versuche sind fast täglich seit Ende August. Er beharrt darauf, dass die Übergabe an dem Samstag erfolgen muss, weil er sonst keine Zeit hat.
    Die schlechte Laune zieht sich durch's gesamte Mietverhältnis (viel fordern, nichts erbringen wollen).
    Eine Rechtsberatung hat mir gestern auch gesagt, dass ich einen Anspruch auf die Wohnungs(übergabe) bis zum letzten Tag habe.
    Mittlerweile ist es für den Vermieter die Lösung, dass wir einen Schlüssel auf den Postweg bringen und den Rest beim Nachbarn dann abgeben.

    Vielen Dank auf jeden Fall!

  • dass ich einen Anspruch auf die Wohnungs(übergabe) bis zum letzten Tag habe.

    Das ist grundsätzlich auch so. Doch es ist im Gesetz dennoch leider nicht klar definiert, wann die Übergabe stattzufinden hat, ob am letzten Tag oder doch erst am Tag danach. Man muss sich daher auf einen Termin einigen, den der Vermieter nicht einseitig festlegen kann, der Mieter aber auch nicht.

    und den Rest beim Nachbarn dann abgeben

    Das kann erneuten Streit geben. Es braucht nur der Nachbar hinein gehen, und dann streitet man sich, ob einen Schaden vielleicht der Nachbar angerichtet haben könnte.

    Beim Postversand der Schlüssel sollte man vorher mit einem neutralen Zeugen die Wohnung anschauen und den Zustand protokollieren, nicht dass der Vermieter einem nachher Schäden unterschiebt.

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