Nebenkostenabrechnungen und Fristen - Wurde Abrechnung zu spät verschickt

  • Hallo!

    Meine Nebenkosten werden immer von August zu August berechnet. Allerdings nicht mit aktuellen Jahr.

    Ich bekam jetzt meine Nebenkostenabrechnung die geht von 01.08.2021 - 31.07.2022 .

    Und so läuft das seit meinem Einzug vor 13 Jahren. Ich erkläre es einmal wie das abläuft,mit aktuellen Datum.

    Dazu gibt es immer detaillierte Aufschlüsselung aller einzelnen Posten + die Abrechnung vom Heizungs und Wasserableser. Das macht bei uns eine Firma und diese hat September 2022 abgelesen aber die Abrechnung erst im April 2023 an die Vermieter weitergeleitet. Selbiges mit den Kosten der Hausverwaltung. Die NK der Hausverwaltung von 2022 kamen erst im Mai 2023.

    Jetzt bin ich leider ,durch einen Unglücksfall zur Aufstockerin beim Jobcenter geworden und Alleinerziehend. Ich arbeite also noch selbst,derzeit in zwei Jobs,das einmal vorab.

    Jetzt hatte ich einen Antrag gestellt für die Übernahme oder ein Darlehn der Nachzahlung.

    Nun ist man sich nicht einig ob das nun in den Zeitraum verfallen ist oder nicht.

    Was sagt ihr dazu? Ist es noch in diesen Zeitraum oder nicht?

    Vielen Dank

  • Der Vermieter hat 12 Monate ab Ende des Abrechnungszeitraums, um die Abrechnung zu übergeben. Und das ist in diesem Beispiel dann bis spätestens 31.07.2023.

    Aus welchem Grund ist man sich da unsicher, ob die Abrechnung zu spät kam? Es zählt der Zeitpunkt, wann man als Mieter die Abrechnung bekommt, nicht wann sie erstellt wurde.

  • Aus welchem Grund ist man sich da unsicher, ob die Abrechnung zu spät kam? Es zählt der Zeitpunkt, wann man als Mieter die Abrechnung bekommt, nicht wann sie erstellt wurde.

    Ich weiß nicht ob ich das mit den zitieren richtig mache.

    Bisher habe ich immer alles einfach gezahlt,war ja nie ein Problem für mich.

    Ja,meine SB kennt es nur zu Ende des Jahres bis 31.12. (in diesem Fall 2022) und ich selbst war noch nie in der Situation und bin jetzt total unsicher. Und jetzt geht es hin und her.

    Bei mir kam die NK-Abrechnung gestern an. Ich habe direkt Antrag gestellt. Die Vermieterin hat sie auf 10.07.2023 datiert. Aus den Unterlagen geht auch hervor,wann die Hausverwaltung und Ablesefirma die Rechnungen geschrieben haben. (Siehe oben)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo!

    Ergänzende Information für einen unwissenden Sachbearbeiter zum

    Ausdrucken:

    Der Vermieter ist verpflichtet, einmal im Jahr eine Abrechnung der tatsächlichen Kosten zu erstellen, um diese mit der vertraglich vereinbarten Vorauszahlung aufzurechnen. Da das Mietrecht ein privates Rechtsgeschäft darstellt, richten sich die Rechte und Pflichten der Vertragspartner nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Der Gesetzgeber hat hier geregelt, dass sich der Vermieter bei der Erstellung und Übersendung der Nebenkostenabrechnung an bestimmte Fristen zu halten hat. In der Regel beträgt diese gemäß § 556 Abs. 3 BGB zwölf Monate beginnend mit dem Ablauf des Abrechnungszeitraums.

    Heute 20. Juli 2023, also in der Frist und das Jobcenter hat die

    Nebenkostenabrechnung anzuerkennen. Da erübrigt sich jede

    Debatte mit dem Sachbearbeiter.

    Nehmen Sie Ihre Unterlagen, gehen damit zum Amtsgericht und

    lassen sich einen Beratungsschein für einen Anwalt ausstellen:

    Beratungshilfe und ­Prozesskostenhilfe

    Zusammenstellung von bundesweiten Beratungsstrukturen mit Verzeichnissen für Beratungsstellen und Anwälten

    Gruß



  • Ja,meine SB kennt es nur zu Ende des Jahres bis 31.12.

    In der Tat ist das Kalenderjahr in den häufigsten Fällen der Abrechnungszeitraum. Deshalb nicht so besonders verwunderlich, dass der Sachbearbeiter das gewohnt ist und dadurch vielleicht schlussfolgert, dass es so sein muss. Aber dem ist nicht so. Das Gesetz spricht nur von 12 Monaten, nicht vom Kalenderjahr. Andere 12 Monate abweichend vom Kalenderjahr sind zulässig.

  • Guten Morgen!

    Ich möchte mich recht herzlich bei Ihnen allen bedanken für Ihre Hilfe.

    Die Nebenkosten wurden übernommen.

    Ich hoffe allerdings das ich in Zukunft nicht mehr darauf angewiesen bin. Ist kein schönes Gefühl beim Amt zu sitzen und das ganze zu besprechen.

    Vielen Dank für ihre Antworten.

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