Türzarge beschädigt - Wohnungsübergabe und Vermieter fordert Schadenersatz

  • Hallo liebe Mitleser und liebe Mitleserinnen,

    bei Übergabe meines Miethauses hat der Vermieter Kratzer/Spuren des Schlüssels an der Türzarge im Außenbereich bemängelt. Die Spuren sind durch das Aufschließen der Haustüre entstanden ( abgeplatzter Lack).


    Nun hat der Vermieter sich ein Kostenvoranschlag für die Instandsetzung eingeholt und fordert entweder einen Abzug des Betrages der noch auszustehenden Kaution-

    Meiner Meinung nach ist der Kostenvoranschlag i.H.v. 400€ unverhältnismäßig, des weiteren sehe ich diese Spuren durch das Aufschließen der Tür eher als Abnutzung und nicht als Beschädigung.

    Desweiteren möchte ich diesen Schaden auch nicht über meine Haftpflichtversicherung (150SB)abwickeln, da ich, wie oben bereits erwähnt, der Meinung der Abnutzung bin.

    Ich habe meine Haustür ja nicht mutwillig aufgeschlossen, um in mein Haus zu kommen :D

    Ich bin dort als erster Mieter (Neubau/ Erstbezug) eingezogen und habe in dem Haus 4 Jahre gewohnt.

    Wer weiß, wie zu diesem Fall die Rechtsgrundlage aussieht?
    Der Vermieter wird die Instandsetzung sicher von der Kaution abziehen.

    Ich freue mich auf interessante Beiträge.

    Vielen Dank vorab.

  • Aus meiner Sicht ist das keine normalen Abnutzung. Ich habe solche Spuren noch an keiner Haustür gesehen, auch nicht nach 10 oder 15 Jahren. Hat man da jedesmal beim Aufschließen den ganzen Schlüsselbund mit Schwung dagegen schlagen lassen? Wie das bei normalem Aufschließen passieren soll, ist mir ein Rätsel. Wenn man den Schlüssel ins Schloss steckt und öfter mal nicht gleich trifft, dann hat man Kratzer um das Schloss herum, aber nicht an der Stelle. Da kommt man mit normalen Aufschließen gar nicht hin.

    400€ sehen erst einmal hoch aus, aber vermutlich muss man da eine größere Fläche neu lackieren, damit es nicht auffällt. Mit Anfahrt, Abfahrt, Baustelleneinrichtung, Materialaufwand (man wird eine kleine Dose kaufen und dem Rest verwerfen müssen)... finde ich es aber nicht unrealistisch. Handwerker kosten ne Menge Geld und so Kleinaufträge lassen sich diejenigen fürstlich bezahlen, die sie überhaupt annehmen.

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