Erste Nebenkostenabrechnung nach Einzug - merkwürdig hohe Nachzahlung

  • Guten Tag zusammen,

    im Dezember 2020 haben wir eine neue Wohnung bezogen. Genau genommen schon ein paar Tage vorher, der Mietvertrag begann aber am 15.12.2020.

    Vor einigen Tagen erreichte uns dann die Nebenkostenabrechnung für 2020 mit einer Nachzahlung von knapp 350,00€.

    Abgelesen wurden Wasser und Heizung Ende März 2021 - die hier abgelesenen Werte sind auch genau die Werte, welche in der Rechnung zur Berechnung zu Grunde gelegt wurden.

    Die hohen Kosten scheinen hauptsächlich vom Wasserverbrauch und den damit verbundenen Kosten der Erwärmung zu kommen.

    (Auch das erscheint uns komisch, die Wohnung ist nur knapp 50qm groß, wir sollen in knapp 4 Monaten tiefster Kälte nur 34€ Heizungskosten generiert haben, dafür aber knapp 300€ Wasserkosten (30m3, davon 14m3 warm)).

    Ausgewiesen wird auf der Abrechnung überall lediglich der Zeitraum 15.12.-31.12.2020.

    Ist das üblich? Dass diese Monate einfach "stillschweigend" mit ins Alte Jahr einberechnet werden?

    Wir zahlen monatlich knapp 100€ Heizkosten voraus, betrachtet man also den Zeitraum bis Ende März, haben wir die geforderte Nachzahlung also genau genommen mit unseren Vorauszahlungen schon beglichen. Streng gesehen gewähren wir dem Vermieter so nun einen zinsfreien Kredit bis zur nächsten Abrechnung?

    Vielleicht kann uns jemand mit mehr Erfahrung hier weiterhelfen!

    Herzlichen Dank

  • Welche Zähler habt ihr? Fast alle modernen, heute verwendeten Zähler für die Heizung speichern die Daten zum einprogrammierten Stichtag. Ausnahme bilden eigentlich nur noch die klassischen Verdunsterröhrchen. Es spielt daher keine Rolle, wann abgelesen wird, man kann immer den Stand zum z.B. 31.12. ablesen. Dies solltest du prüfen. Einfach Verbräuche aus einem anderen Abrechnungszeitraum berücksichtigen ist nicht korrekt.

    Den Wasserverbrauch halte ich für sehr unrealistisch. Ich würde annehmen, dass hier ein Fehler vorliegt und sei es ein banaler Fehler um eine Dezimale (also 3 m³ und 1,4 m³). Das wäre aus meiner Sicht realistischer für 2 Wochen.

  • Das Wasser wurde am selben Tag wie die Heizung abgelesen, die Werte sind korrekt (allerdings eben für knappe 3-4 Monate).

    Ich hatte am Tag vor der Ablesung die Heizungen selbst abgelesen und notiert, sie entsprachen genau dem, was nun auf der Rechnung steht..

    Das sollten also schon die Werte von Ende März sein, es sei denn, diese Werte bleiben am 01. Januar "stehen"...

  • Wenn man erst in den Wintermonaten einzieht, dann ist es vorprogrammiert, dass man eine Nachzahlung zu leisten hat. Denn die voraussichtlichen Heizkosten sind ja eine Kalkulation über das ganze Jahr. Man bezahlt im Sommer auch Heizkosten voraus, obwohl man da gar nicht heizt. Dieses Guthaben fehlt, wenn man erst gegen Ende des Jahres einzieht.

    Unabhängig davon kann es natürlich sein, dass Fehler in der Abrechnung sind. Deshalb sollte man die Abrechnung genauer prüfen oder sich von einer fachkundigen Person dabei helfen lassen. Auf den Wasserzähler würde ich mich jetzt nicht versteifen, der kann nicht so viel ausmachen.

  • Hallo zusammen,

    wir haben nun endlich die Abrechnung aus 2021 erhalten und sind ob der hohen Preise etwas stutzig geworden.

    Folgende Situation:

    Stadt Hamburg. Fernwärme als Heizquelle für Heizung und Warmwasser.

    Einzug 15.12.2020, erste Ablesung Wasserkosten Ende März 2021, damit Nachzahlung von knapp 300€ für 2020, da diese drei Monate Vorauszahlung nicht berücksichtigt wurden, aber von der Ablesung her 2020 zugeordnet wurden.

    Nun haben wir die Abrechnung für 2021 erhalten und sollen erneut ordentlich nachzahlen. Dargestellt wurden folgende Kosten:

    Kaltwasser: 80m3 zu 6,30€ pro m3 = 504€

    Warmwasser (30% Grund, 70% Verbrauchskosten): 35m3 zu 20,77€ pro m3 = 727€ (+ 88€ Grundkosten)

    Heizung (50% Grund, 50% Verbrauchskosten): 8156 Einheiten zu 0,031 pro Einheit = 259€ (+ 177€ Grundkosten).

    Ergibt eine Gesamtbelastung von 1.756€ bei knapp 80m3 Kaltwasser, 35m3 Warmwasser und wirklich sparsamer Heizungsweise.

    Das erscheint mir einfach unfassbar viel. Ich habe mich im Bekanntenkreis umgeschaut - bspw. verbraucht ein befreundeter Haushalt mit vier Personen 155m3 Kaltwasser, hat eine zentrale Gasheizung und befeuert damit sowohl Warmwasser, als auch Heizung, verfügt über 125qm Wohnfläche (inkl. Dachgeschoss) und kommt im Jahr auf gerade einmal 1.800€ Gesamtkosten.

    Ich habe mittlerweile bei der Verwaltung in der Buchhaltung nachgefragt, beim Ableser (xxxxx) anfragen lassen, niemand kann mir so wirklich erklären, warum es dermaßen teuer ist.

    Wir sind zwei Personen und die Wohnung hat eine Gesamtfläche von 48qm.

    Habt ihr eine Idee? Ich bin wirklich am Ende mit meinem Latein..

    Beste Grüße

    Thema bitte weiterführen, da das Problem seit Einzug besteht


  • Hallo!

    Es ist möglich, dass Fehler in den Abrechnungen sind. Deshalb sollte man die

    Abrechnung genauer prüfen, oder sich von einer fachkundigen Person dabei

    helfen lassen. Da das Problem schon seit Einzug in die Wohnung besteht,

    wäre es dringender denn je real fachkundige Leute damit zu befassen.

    Gruß



  • Das werde ich wohl tun. Hast du eine Empfehlung? Ich bin bisher nicht Mitglied in einem Mieterschutzbund o.ä.

    Ich habe gesehen, dass es Online Anbieter dafür gibt. Ist das zu empfehlen? Oder eher traditionell einem Bund beitreten?

    VG

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