Betriebkostenabrechnung 2020 - Heizkosten doppelt so hoch wie 2019

  • Hallo,

    mein Name ist Kevin und ich wohne in einer 2-Zimmer-Wohnung, zusammen mit meiner Mutter. Wir hatten bereits in den letzten zwei Jahre eine (für mich) ungewöhnlich hohe Nachzahlung zwischen 700 und 800 Euro, aber dieses Jahr wurde diese einfach mal verdoppelt und wir sollen 1.600 Euro nachzahlen und ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Wir haben extra aufgepasst, dass wir nicht zu viel heizen, eben weil die Nachzahlung in den vorherigen Jahren so hoch war. Ich bin keine Experte, also habe ich die Abrechnungen aus den drei Jahren mal hochgeladen (natürlich anonymisiert) und hoffe, dass vielleicht jemand hier eine Ungereimtheit auffällt. Falls benötigt, habe ich auch noch die Ableseprotkolle der letzten drei Jahre.

    Danke im Voraus!

  • Grundsätzlich sind die Abrechnungen sehr gut nachvollziebar und sehen plausibel aus. Du solltest noch einmal die Zählerprotokolle kontrollieren, denn in 2019/2020 habt ihr den Zählerständen nach deutlich mehr geheizt und nicht weniger. Es sind die Gesamtkosten des Objektes sehr stark gestiegen, allerdings auch anteilig euer Verbrauch an Gesamtverbrauch. Fast 10 % der Einheiten bei nur eta 6 % der Fläche ist ein deutlich überdurchschnittlicher Verbrauch. Habt ihr an eurem Verhalten etwas geändert? Zeitweise die Heizung ganz abgedreht und dann auf hoher Stufe schnell wieder aufgeheizt?

    Was mir auffällt: die Vorrauszahlungen decken in etwa die kalten Nebenkosten und wurden trotz der hohen Nachzahlung nicht erhöht. Die kalten Nebenkosten sind fast alle nutzerunabhängig und euren Wasserverbrauch (außer in 2018/19) würde ich als durchschnittlich ansehen. Das kann es also nicht ausmachen. Die Vorauszahlungen sind einfach viel zu gering für die doch sehr hohen Kosten des Objektes. Da ist eine hohe Nachzahlung vorauszusehen.

  • Grundsätzlich sind die Abrechnungen sehr gut nachvollziehbar und sehen plausibel aus. Du solltest noch einmal die Zählerprotokolle kontrollieren, denn in 2019/2020 habt ihr den Zählerständen nach deutlich mehr geheizt und nicht weniger. Es sind die Gesamtkosten des Objektes sehr stark gestiegen, allerdings auch anteilig euer Verbrauch an Gesamtverbrauch. Fast 10 % der Einheiten bei nur etwa 6 % der Fläche ist ein deutlich überdurchschnittlicher Verbrauch. Habt ihr an eurem Verhalten etwas geändert? Zeitweise die Heizung ganz abgedreht und dann auf hoher Stufe schnell wieder aufgeheizt?

    Erstmal danke für die Überprüfung!

    Meine Mutter hat das wohl schon ab und an gemacht, meinte sie. Macht das wirklich so einen großen Unterschied? Wie ist denn die bessere Variante um zu heizen?

    Ich habe die Ableseprotokolle mal angehängt. Auf dem ersten Blick scheint alles zu stimmen, aber ich finde die auch etwas unübersichtlich und weiß nicht genau, was wozu gehört.

  • Wie man am besten heizt, darüber streiten sich auch die Fachleute. Das allein erklärt aber ohnehin nicht die höheren Heizkosten.

    Ich persönlich halte es für besser, die Temperatur nur etwas abzusenken (wir reduzieren um 3 Grad), sodass die Wände nicht vollkommen auskühlen. Kälte Wände sorgen nämlich dafür, dass man es erst mit höheren Temperaturen angenehm empfindet, sodass man tendenziell die Raumtemperatur etwas höher wählt, wenn man da ist. Ausgekühlte Wände wieder aufzuheizen kostet auch viel Energie. Wie schnell die Wände auskühlen, liegt an der Bausubstanz, sodass das von der Ferne nicht beurteilt werden kann.

  • Hallo,

    ich hatte hier bereits letztes Jahr was gepostet, weil ich eine enorme, mir unerklärliche, Nachzahlung hatte. Nachdem die Nebenkosten um 100€ monatlich erhöht wurden, haben wir nun wieder eine Nachzahlung von über 900€ bekommen. Ich hab das noch in keiner Wohnung erlebt. Würde ich nicht, neben der Arbeit, Geld vom Jobcenter bekommen, hätte ich das all die Jahre gar nicht zahlen können. Es war, dieses Jahr, niemand da, um die Wasser- und Heiz-Zählerstände abzulesen, also wie kommen diese zustande? Nur eine Heizung war im Winter länger im Betrieb, die andere vielleicht eine Woche und die im Bad wurde nie angemacht und trotzdem steht dort ein Betrag.

    Dann sind da solche Beträge wie 245€ für Hausreinigung, 194€ für Aufzug/Wartung und 460€ für die Gebäudeversicherung. Darf sowas, in so hohen Beträgen, überhaupt auf die Mieter abgewälzt werden? Ich habe hier seit Monaten keine Putzfrau mehr im Haus gesehen, den Aufzug habe ich, seit Einzug, vielleicht drei- oder viermal benutzt und ich habe eine Hausratversicherung für meine Wohnung, also wieso soll ich die Versicherung für das ganze Gebäude mit zahlen. Das fühlt sich nur noch wie Abzocke an und ich bin froh, wenn ich hier raus bin.

    Kann jemand vielleicht die angehängte Abrechnung mal durchschauen und mir sagen, ob das wirklich alles so rechtens ist? Danke im Voraus.

    Verschoben, da es um das gleiche Thema geht ie letztes Jahr.

  • Ich habe jetzt der Hausverwaltung geschrieben, die es an den Vermieter weiterleitet, der sich dann per Post meldet. Aber ich glaube kaum, dass das viel ändert. Vielleicht hat ja schon jemand hier die Abrechnung kontrolliert und hat irgendeinen Fehler gefunden?

    Wären die Nebenkosten nicht erhöht wurden, dann wäre die Nachzahlung ja schon bei über 2000 Euro, was nochmal mehr wäre, als im letzten Jahr. Das kann ja nicht normal sein für einen 2 Personen-Haushalt.

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