Heizkostennachzahlung und Erhöhung trotz fehlender Monate

  • Guten Tag,

    ich wohne jetzt seit Dezember 2019 in der neuen Wohnung und ich habe jetzt im November 2020 eine Heizkostenabrechnung für den Zeitraum Dezember 2019 bis Juni 2019 erhalten. Ich soll nun knapp 400 Euro nachzahlen und die monatlichen Heizkosten erhöhen sich nun um 33 Euro.

    Der Verbrauch der 7 Monate wird jetzt einfach auf 12 Monate hochgerechnet. Die Sommermonate werden quasi ignoriert. Die Heizkosten werden jetzt nur anhand der Heizperiode auf das ganze jahr hochgerechnet.

    Darf das so überhaupt gemacht werden?

    Warum werden denn die Monate nach dem Juni dabei nicht mit einbezogen? In den letzten jetzt knapp 5 Monaten hatte ich keine Heizung an und somit würde von den 400 Euro Nachzahlung eventuell noch 150 Euro verbleibenden und die Heizkostenerhöhung würde dann entsprechend auch sehr viel niedriger sein.

    Ich zahle doch jetzt nicht 1 Jahr lang 33 Euro mehr an Heizkosten, nur weil die letzten Monate nicht berücksichtigt worden sind.

    Hat da eventuell jemand Erfahrung und weiß, ob das so gemacht werden darf?

    Mit Freundlichen Grüßen.

  • Hallo,

    trotz der ausführlichen Beschreibung deines Problems kann man es sich nur schwer vorstellen, wie der Vermieter genau gerechnet hat. Die Antworten könnten dadurch falsch oder nicht hilfreich sein. Daher lade die Abrechnung bitte hier im Forum hoch. Achte dabei auf Anonymisierung, auch was den Namen des Vermieters und des Abrechnunsgdienstleisters betrifft.

  • Danke für die Abrechnung.

    Die Sommermonate ab 1.7.20 können noch gar nicht berücksichtigt werden, denn die Abrechnung für diesen Zeitraum liegen ja noch nicht vor. Allerdings ist dein Einwand völlig korrekt, dass der Durchschnitt über das Jahr falsch ist, wenn man das einfach nur nach der Zahl der Monate hoch rechnet. Es ist ja so vorgesehen, dass man Heizkosten auch im Sommer vorauszahlt, da aber keine Heizkosten entstehen. Es ist nur ein kalkulatorischer Durchschnitt.

    Mit diesem Argument darfst du die Veränderung der Vorauszahlung durchaus mit dem Vermieter verhandeln. Biete ihm beispielsweise eine Erhöhung von 15€ an, und nach der nächsten Abrechnung kann man dann erneut anpassen, dann auf den realistischen Betrag.

  • Wenn ich die Zahlen aus der Abrechnung nehme:

    Bei 7433 Gradtagen hast du Heizkosten von 817€ verursacht. Dies entspricht ca 1100€ für ein ganzes Jahr. Dementsprechend ergäbe sich eine monatliche Belastung von 92€, sodass ich die Erhöhung auf 96€ durchaus fair und sinnvoll finde. Preissteigerungen und die Umlage waren in den 817 noch gar nicht enthalten, sodass die 96€ angemessen sind.

    Dir fehlen nämlich nicht nur die Sommermonate, sondern auch die durchaus kühlen Monate Oktober und November. Ich gehe davon aus, dass sie das auch über die Gtadtagstabelle hochgerechnet haben.

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