Hallo miteinander,
wir haben vor ca. eineinhalb Jahren eine Mietwohnung bezogen in der vorher Freunde von uns gewohnt haben. Im Haus wohnen drei Parteien, Heizung ist eine Erdwärme-Pumpe (Das Haus ist ca. zehn Jahre alt). Im Übergabeprotokoll wurde vom Vermieter der Stand des Heizungszählers notiert, der sich jedoch später als Zählerstand der Warmwasserzirkulation herausstellte. Die Heizkosten werden nicht pro Partei gemessen, sondern auf Wohnfläche umgelegt. Die drei Wohnungen haben ungefähr jeweils 100qm.
Nun ist es aber leider so, dass die Mietpartei über und unter uns während der Heizperiode ständig die Fenster gekippt hat, aber trotzdem kuschelige 25 Grad in den Wohnungen. Ein persönliches Gespräch mit den beiden Parteien blieb ohne Erfolg. Da musste man sich dann Sachen anhören wie: „Wir haben die Heizung immer aus.“ (Ist aber trotz Kellerwohnung angenehm warm.), „Wir können die Fenster nicht zu lassen, sonst ist es bullenwarm.“ (Heizung heruntergehen und Stoßlüften ist anscheinend keine Option.), „Tut uns leid, dass ihr mehr bezahlen müsst, aber wir haben eine Pauschale, wir können heizen soviel wir wollen“ (Die Pauschale scheint nur die monatliche Heizkostenvorauszahlung zu sein.), „Warum regt ihr euch über die Heizung auf, das Haus ist doch gut isoliert.“ (Ja, aber nur wenn die Fenster zu sind.), „Ich brauche immer frische Luft, aber warme Füße.“ (Das lasse ich jetzt mal unkommentiert.).
Es ist wirklich zum ausrasten, man kommt im Herbst/Winter nach Hause und alle Fenster sind gekippt (egal ob +10 oder -15 Grad), außer in der eigenen Wohnung. Wir versuchen zu sparen, maximal 22 Grad, mehrmals täglich Stoßlüften, aber die Wärmepumpe brummt sich ins Nirvana. Dass die anderen Parteien pro Person eine halbe Stunde täglich duschen und das auch über die Heizkosten abgerechnet wird, kommt noch dazu.
Da sich mit den Mitbewohnern im Haus nicht reden ließ, haben wir den Vermieter eingeschaltet. Außer dem Kommentar: „Ja, die sind frech, die behaupten aber die Fenster sind zu.“, einer Nachzahlung der Nebenkosten im fast vierstelligen Bereich und einem Brief an die anderen Mietparteien, mit der Bitte energieeffizient zu heizen und zu lüften ist seitens des Vermieters nichts passiert.
Ein Auszug ist momentan leider keine Option. Gibt es die Möglichkeit die Sache für uns etwas besser zu drehen? Mietminderung unsererseits, oder eine Hausordnung seitens des Vermieters, die dann auch durchgesetzt werden müsste? Nachrüstung von Wärmeerfassungszählern (Fußbodenheizung). Wir haben nicht so wirklich Spaß daran für die anderen mehrere hundert Euro im Jahr mitzuzahlen.
Unsere Freunde, die vorher hier gewohnt haben, durften auch 1000 Euro nachzahlen, haben nur ein Jahr hier gewohnt. Wussten bei Auszug auch nichts davon, dass die Heizkosten auf Wohnfläche umgelegt werden und haben nicht bemerkt, wie die anderen Mitbewohner die Energie verschwenden.
Liebe Grüße
HerrSchneider
Edit: Für die Heizung waren es im letzten Abrechnungszeitraum um die 15000 kWh der Wärmepumpe, bei gesamt etwa 300qm Wohnfläche und der letzte Winter war sehr mild.