Habe zu "Nebenkostenabrechnung" gesucht und nichts gefunden. Bin nicht sicher, ob ich bei "Betriebskosten" richtig bin.
Eine Geschichte: Mieter M zahlte seit vielen Jahren (aber nicht schon immer) einen Pauschalbetrag für Heizung, Warmwasser, Kaltwasser und Betriebskosten. M wurde hierzu aggressiv genötigt, was sich aber nicht nachweisen lässt. Die Vereinbarung erfolgte damals mündlich. Mündlich ist der monatlich mit der Miete zu entrichtende Pauschalbetrag auch schon erhöht (jedoch bei niedrigen Ölpreisen nie gesenkt) worden, die Miete sowieso.
Der genannte Grund für die "Pauschalisierung" seitens Vermieter/in V war, dass sich diese/r die Kosten für den Heizungsablesedienst/Rechnungserstellung sparen wollte, da die andere Mietwohnung damals "für lau" vom eigenen Nachwuchs bewohnt wurde. Der eigentliche Grund dürfte darin gelegen haben, dass V gerne mehr aus dem insbesondere beim Heizen sparsamen M herausholen wollte.
Das Haus wird von V selbst bewohnt und hat zwei Mietwohnungen unter demselben Dach, die beide vermietet sind. Seit in der zweiten Mietwohnung nicht mehr - wie zwischenzeitlich - der eigene Nachwuchs haust (vor ihm wohnten dort reguläre Mieter - und M bekam damals noch eine ordentliche NK-Abrechnung) und wieder durch reguläre Mieter bewohnt wird, die ihrerseits auf eine ordentliche Abrechnung bestehen, kommt seit einiger Zeit wieder im regelmäßigen Abstand ein Ablesedienst, dem M, im krassen Gegensatz zu dem früher einmal beauftragten Ablesedienst, aber ganz und gar nicht über den Weg traut, da es sich bei dieser Firma um genau die Firma handelt, in der der verstorbene Ehepartner von V angestellt war, der hier als Lieferant im Ort schon mehrfach krumme Dinger versucht haben soll, wie M unabhängig von verschiedenen Seiten her im Laufe der Zeit beim gediegenen Tratsch auf der Straße zugetragen worden ist.
M weiß aber nicht, ob und in wiefern die besagte Firma in jene krummen Dinger verwickelt war oder überhaupt gewesen sein könnte, die der verst. Ehegatte zumindest wiederholt bei Kunden versucht haben soll. Trotzdem: Warum der Wechsel und warum ausgerechnet zu dieser Firma?
Jetzt gab es eine Nebenkostenabrechnung. Es gab im Vorjahr auch schon eine, nach derer M sogar etwa 30 Euro zurückbekommen hätte. V pochte jedoch auf die mündliche Vereinbarung ("Pauschal") und zahlte nichts zurück.
Ohne dass sich der Energieverbrauch von M seither gefühlt irgendwie verändert hätte, soll lt. der aktuellen NK-Abrechnung aber plötzlich (von einem Jahr aufs nächste) knapp 130 Euro nachzuzahlen sein. Diesmal will V das Geld - pocht also nicht mehr auf die mündliche Pauschal-Vereinbarung von einst (was schon eindrücklich die fragwürdige Seriösität von V aufzeigt). - Immer alles so wie es V gerade in den Kram passt ...
Grundsätzlich begrüßt M eine regelmäßige ordentliche Nebenkostenabrechnung sogar, die ihm rechtlich ohnehin immer zugestanden hätte. (Zu "rechtlich": Aber Rom ist fern.)
Dennoch glaubt M, dass die vorliegende Nebenkostenabrechnung trotz haushaltsbezogener Auflistung aller Posten fehlerhaft ist.
1. Hat M das Recht, Kopien der betreffenden Originalrechnungen einzufordern? Oder muss M sich darauf verlassen, dass V dem Rechnungsersteller schon die richtigen Zahlen genannt haben wird?
2. Darf M die von V einbehaltenen 30 Euro für das vorangegangene Jahr ggf. bei Rechnungszahlung vom fälligen Rechnungsbetrag abziehen?
3. Hat M das Recht, nicht erhaltene Nebenkostenabrechnungen nachzufordern - andernfalls nicht zu zahlen? Verjährungsfrist für Nachforderungen drei Jahre?
4. Wie lange darf M sich generell mit einer Nebenkostennachzahlung Zeit lassen? Ändert sich die Frist bei einem Widerspruch (z. B. Briefform)?
Danke. Hoffentlich richtige Rubrik.
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