Liebe Foristen,
habe mich soeben hier angemeldet, um nach Euren Ratschlägen in der oben beschriebenen Angelegenheit zu fragen. Um es zunächst klar zu stellen: nicht ich bin der vordergründig Leidtragende, sondern vielmehr der Verursacher des Lärms, von dem hier die Rede ist. Es geht um folgendes: leider bin ich gezwungen, morgens um fünf Uhr, also zu recht unchristlicher Zeit, die Federn zu verlassen, um pünktlich zur Arbeit erscheinen zu können. Die anderen Mietparteien schlafen zu diesem Zeitpunkt noch den Schlaf der Gerechten, was Ihnen durchaus vergönnt ist. Scheinbar fühlt sich jedoch das unter mir (wohne selbst im 4.OG) wohnende Pärchen durch meine morgens zwangsläufig entstehenden Fortbewegungsgeräusche so massiv in ihren Träume gestört, dass sie mich nun in einem, durchaus sehr freundlich formulierten, Brief dazu auffordern, künftig bedächtiger durch die Wohnung zu laufen und ggf. einen Teppich anzuschaffen, um die Vibrationen abzufedern. Darüber hinaus werden noch weitere Imperative formuliert, was ich morgens zu tun und zu lassen hätte (bitte nicht so fest auftreten, Schubladen leise öffnen, Schritte über das Schlafzimmer der Leidtragenden reduzieren). Alles zwar freundlich formuliert, doch im Grunde eine Bevormundung und unangemessene Maßregelung, die ich mir m. E. nicht bieten lassen muss. Sie haben mir sogar Pantoffeln vor die Tür gestellt und mich gebeten (oder vielmehr aufgefordert), diese bitte schön zu tragen, damit die Schritte abgedämpft werden. Es ist aber nun wahrlich nicht so, dass ich am frühen Morgen Doc Martens tragend in meiner Wohnung auf und ab springe, sondern lediglich nackten Fußes die Küche betrete, mir einen Kaffee koche, mich danach noch mal ins Bett kuschele und dann ins Bad gehe, bevor ich dann die Wohnung verlasse. Frage daher: kann jemand mir vergleichbaren Erfahrungswerten aufwarten bzw. kennt sogar ein einschlägiges Gerichtsurteil in einem ähnlichen Sachverhalt? Danke für Eure Unterstützung und noch ein schönes Wochenende.