Vermieter und seine Familie machen was sie wollen

  • Hallo,

    bin neu hier im Forum und hoffe ein paar gute Ratschläge zu finden zu meiner Problematik. (könnte etwas länger werden ;) )

    Ich wohne seit 4 Jahren mit meinem Mann in einem Zweifamilienhaus zur Miete. Wir beide wohnen allerdings alleine dort und haben auch das gesamte Haus gemietet, weil es aufgrund der Aufteilung des Hauses uns nicht zumutbar ist, das dort noch eine 2. Familie wohnt.

    Hinter dem Haus ist ein sehr großer Garten, der sowohl von außen, als auch von Innen begehbar ist. Vor dem Haus hat eines der Kinder unseres Vermieters gebaut. (Es war früher ein Grundstück, ist aber in 2 aufgeteilt worden). Diese Familie hat vor ca 4 Jahren Kinder bekommen. Der Garten von deren Grundstück ist bis heute Baustelle.

    Bei uns im Mietvertrag steht, dass wir einen Teil des Garten hinten (ca 2/3) nach unseren Wünschen gestalten können. Es steht weder drin, dass wir ihn nutzen dürfen oder das er vermietet ist. Vermieter sagte uns immer mdl, dass er vermietet ist. Den anderen Teil haben wir nach Absprache mit dem Vermieter auch teilweise bepflanzen dürfen.(müssen dort aber auch mähen lt. Mietvertrag)

    Des weiteren steht drin, dass wir für alleinige Hof- und Gartenpflege zuständig sind. War bisher auch kein Problem für uns.

    In den letzten 2 Jahren haben aber die Kinder und Enkelkinder des Vermieters den Garten hinten für sich "entdeckt". Die Kinder spielen seither hinten in dem einen 1/3 wo laut unseres Vermieters seit einem Jahr "Allgemeinfläche" ist. Sie gehen dann jedes mal durch unseren Hof in den Garten. Sie haben aber auch in der Vergangenheit unsere Seite teilweise mitbenutzt. Dann nutzen sie teilweise auch bei uns unten den Hof zum Spielen. Zwischen beiden Grundstücken existiert keine klare Grenze, weil vorne noch Baustelle ist. Sie pflegen weder ihr eigenes Grundstück (inzwischen haben sie vllt bissl was mal gemacht) noch machen sie was bei uns hinten.

    Vor 2 Jahren haben wir die Problematik bei unserem Vermieter angesprochen und haben auch Verständnis von Ihm bekommen, weil wir hinten einfach keine Ruhe mehr hatten. Er wollte sich um Klärung kümmern. Nach einem halben Jahr "Bearbeitungszeit" sagt unser Vermieter zu uns, die Enkelkinder dürfen hinten spielen und die Familie darf den einen Gartenteil nutzen so wie sie wollen.

    Dieses Jahr ist der Konflikt wieder hochgekocht und so kam unser Vermieter mit einer Mietvertragsänderung auf uns zu. Er will die Miete um 10% erhöhen und wir dürfen den einen Gartenteil (wo wir uns frei gestalten können) nur noch nutzen und den anderen Teil dürfen wir so nach seinen Vorstellungen nicht mehr nutzen. Dafür mähen sie auch den Teil, aber den Hof sollen wir weiterhin alleine pflegen.

    Jetzt meine Frage, was können wir hier machen?

    Wir als Mieter finden in dem Garten keine Ruhe mehr ;( und es ist uns durch die ganzen Streitereien richtig vermiest worden. Wir haben in den letzten Jahren ständig widersprüchliche Aussagen unseres Vermieters gehört. Die haben uns im letzten Gespräch auch gesagt, das ist deren Grundstück und da können sie tun und lassen was sie wollen.

    Wenn wir Probleme ansprechen werden die immer nur zugunsten einer Seite geregelt (natürlich zu deren) und wir fühlen uns hier nur noch wie die dummen Mieter, die nix zu sagen haben.<X

    Danke im Vorraus für die Gedult beim Lesen und fürs Antworten.

  • Wenn im Mietvertrag dazu nichts geschrieben steht, sieht es natürlich schlecht aus. Die mündliche Aussage des Vermieters vor einigen Jahren, dass dieser vermietet ist, dürfte da schwer nachzuweisen sein.

    Warum fragt Ihr den Vermieter nicht einfach, ob ihr einen Zaun setzen könnt? Damit wäre das Problem doch dann erledigt.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Warum fragt Ihr den Vermieter nicht einfach, ob ihr einen Zaun setzen könnt? Damit wäre das Problem doch dann erledigt.

    Der Vermieter will keinen Zaun, er hat den Garten eh gekündigt, war aber auch unser Wunsch, weil es nur noch Krach gab. Hat sich gestern Abend ergeben.

    Einmal editiert, zuletzt von Kampfgurke (26. September 2019 um 21:56)

  • Bei uns im Mietvertrag steht, dass wir einen Teil des Garten hinten (ca 2/3) nach unseren Wünschen gestalten können.

    Aufgrund dieses Satzes ist damit auf jeden Fall ein Nutzungsrecht verbunden, zumindest in gemeinschaftlicher Nutzung. Alles andere wäre eine Benachteiligung, denn Gestaltung ohne Nutzung widerspricht sich.

    Zwischen beiden Grundstücken existiert keine klare Grenze, weil vorne noch Baustelle ist.

    Das ist natürlich ein Problem, wenn nicht klar ist, wo euer angemietetes Reich endet. Aber zumindest in dem Bereich, der eindeutig zu eurem Haus dazu gehört, habt ihr auch das alleinige Hausrecht. Wenn man ein Haus gemietet hat, dann gehört das zugehörige Grundstück immer zwingend auch zur Mietsache dazu. Grund ist, dass wenn es keine anderen Mitbewohner im Haus gibt, kann es auch niemanden geben, der einen Anspruch auf Mitbenutzung des Gartens haben kann.

    Selbst der Vermieter dürfte "euer" Grundstück dann nicht nach seiner eigenen Willkür betreten. Ihr wart in der Vergangenheit viel zu gutmütig, wenn ich das so offen sagen darf, weil ich es aus deiner Beschreibung glaube, heraus lesen zu können. Der Vermieter bzw. dessen Nachwuchs hat diese Gutmütigkeit immer mehr ausgenutzt, bis es jetzt so weit gekommen ist, dass ihr euch nicht mehr wohl fühlt. Es wird Zeit, die Sache zu regeln und den Beteiligten im freundlichen Gespräch darauf hinzuweisen, dass man zu weit gegangen ist.

    so kam unser Vermieter mit einer Mietvertragsänderung auf uns zu

    ... welcher ihr nicht zustimmen müsst, außer ihr wollt das, weil es eine Verbesserung für euch bringt. Der Vermieter hat sich an den bisherigen Vertrag zu halten. Er kann nicht einseitig nach seinem Ermessen irgend etwas ändern. Eine Vertragsänderung geht nur in gegenseitiger Zustimmung. Daher überlegt es euch, und lasst euch nicht verwirren.

    Jetzt meine Frage, was können wir hier machen?

    Beharrt etwas mehr auf eure Rechte, die ihr durch den Vertrag habt. Definiert als erstes mal die Grenze, bis wohin euer angemietetes Grundstück geht. Denn das ist ja bisher nicht eindeutig erkenntlich. Und dann bittet den Vermieter darum, diesen Teil als "euer" Reich zu respektieren. Es sollte keine Vermischung mehr geben, dann wird auch etwas Ruhe einkehren, wenn das geklärt ist.

  • Beharrt etwas mehr auf eure Rechte, die ihr durch den Vertrag habt. Definiert als erstes mal die Grenze, bis wohin euer angemietetes Grundstück geht. Denn das ist ja bisher nicht eindeutig erkenntlich. Und dann bittet den Vermieter darum, diesen Teil als "euer" Reich zu respektieren. Es sollte keine Vermischung mehr geben, dann wird auch etwas Ruhe einkehren, wenn das geklärt ist.

    Genau das ist ja das Problem. Er lässt sich auf keine Diskussion ein. Haben es schon oftmals in der Vergangenheit versucht. Vom Vermieter die Frau leidet darunter, dass wir den Kindern verbieten wollen, dass sie hinten im Garten spielen können.

    Wir haben uns jetzt auch deswegen entschieden, den Garten abzugeben. Dann müssen die wieder alles pflegen und das hat die damals schon angekotzt. Ist ein riesen Garten ca 1000m². Vllt sehen sie dann mal, was sie die letzten 4 Jahre gehabt haben, wo sie sich nicht drum kümmern mussten.

    Selbst der Vermieter dürfte "euer" Grundstück dann nicht nach seiner eigenen Willkür betreten. Ihr wart in der Vergangenheit viel zu gutmütig, wenn ich das so offen sagen darf, weil ich es aus deiner Beschreibung glaube, heraus lesen zu können. Der Vermieter bzw. dessen Nachwuchs hat diese Gutmütigkeit immer mehr ausgenutzt, bis es jetzt so weit gekommen ist, dass ihr euch nicht mehr wohl fühlt. Es wird Zeit, die Sache zu regeln und den Beteiligten im freundlichen Gespräch darauf hinzuweisen, dass man zu weit gegangen ist.

    Das ist war wohl das Problem. Wir haben am Anfang ein freundschaftliches Verhältnis gehabt. Das war glaub ich das Problem.

  • Wir haben uns jetzt auch deswegen entschieden, den Garten abzugeben.

    Das würde ich nicht machen, wenn ich in einer solchen Situation wäre. Der Vergleich ist jetzt nicht böse gemeint, sondern soll nur ausdrücken was ich meine. Manche Vermieter sind wie kleine Kinder, denen man Grenzen aufzeigen muss, anderfalls würden sie immer frecher werden und sich immer mehr Freiheiten heraus nehmen. Aber es ist natürlich eure Entscheidung, wie ihr damit umgehen wollt, ich habe nur meine Meinung gesagt.

  • Das würde ich nicht machen, wenn ich in einer solchen Situation wäre. Der Vergleich ist jetzt nicht böse gemeint, sondern soll nur ausdrücken was ich meine. Manche Vermieter sind wie kleine Kinder, denen man Grenzen aufzeigen muss, anderfalls würden sie immer frecher werden und sich immer mehr Freiheiten heraus nehmen. Aber es ist natürlich eure Entscheidung, wie ihr damit umgehen wollt, ich habe nur meine Meinung gesagt.

    Wir haben uns dazu entschieden uns was anderweitig was zu suchen. Und solange wie wir noch nix gfunden haben, müssen wir halt standhaft bleiben und uns nix mehr gefallen lassen.

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