Hallo,
ich befinde mich im Moment in einer komplizierten Situation. Ich habe eine Anmietung kurzfristig Kündigen müssen. Ich erläutere das Problem so weit es geht:
- Da meine finanzielle Situation nicht abgesichert ist, sollte eine weitere Person mich absichern. Diese Person hat jedoch keinen Bürgschaftsvertrag unterschrieben und man hat es mir mündlich erklärt, dass der Vertrag über diese Person geht und ich Mitmieter bin.
- Ich habe eine Wohnung angemietet. Im Anschreiben werden ich und die andere Person als gleichwertige Personen genannt. Das Anschreiben beeinhaltete auch nicht den eigentlichen Mietvertrag oder sonstige Klauseln etc . Lediglich, dass man für Schaden aufkommen muss, wenn durch die Kündigung der Anmietung Schaden entsteht. Diesen Vorvertrag mussten ich und die andere Person unterschreiben und per Post schicken.
- Nachdem das abgeschickt wurde konnten wir uns die Wohnung noch mal anschauen. Der Hausmeister war nicht gut erreichbar, weshalb sich diese Besichtigung verzögert hat und nach der Anmietung geschehen ist. Dort haben wir Dinge erfahren, die uns vorher unbekannt waren und uns nicht vertraglich gezeigt wurden. Es geht um versteckte Kosten. Uns war bewusst, dass es einen Gemeinschaftsaschkeller gibt, aber nirgends dass man für den Waschmaschinenplatz zahlen muss.
- Aus persönlichen Gründen habe ich mich letztendes dazu entschieden die Anmietung kurzfristig zu kündigen. Ich habe hierfür bereits potentielle Nachmieter gefunden, damit kein Schaden entsteht. Die Immobilienverwaltung hat dieses Angebot abgelehnt, da sie eine Warteliste haben. Es besteht kein Interesse daran die Wohnung so schnell wie möglich zu vermieten, obwohl es theoretisch möglich wäre. Man hat erst gar nicht versucht die Situation verlustfrei für beide Seiten zu lösen. Ich müsste zumindest die erste Monatsmiete zahlen und im schlimmsten Fall die ersten drei.
- Die Kommunikation mit der Immobilienverwaltung fand hauptsächlich per Post und Email statt. Die Immobilienverwaltung hat auch unangemeldet Urlaub gemacht, weshalb sowohl ich als die selbst in Zeitnot geraten sind. Hätte ich von diesem Urlaub vorher gewusst, dann hätte ich anders gehandelt. Die zentrale der Immobilienverwaltung war nicht bereit diesen Fall zu übernehmen, obwohl man diese in dringenden Fällen kontaktieren muss, was die Abwesenheitsmail mitgeteilt hat. Dies ist hier der Fall gewesen, doch ich musste eine Woche warten. Eine telefonische/Email Rückmeldung bezüglich der Kündigung habe ich nicht erhalten und musst dort selbst anrufen, um überhaupt zu wissen was nun auf mich zukommen könnte. Insgesamt war die Kommunikation sehr mühsam.
Fragen:
1. Ist es möglich, dass ich aus dieser Situation verlustfrei rauskomme? Die Abwicklung des Vertrags war meiner Meinung nach nicht ganz in Ordnung. (Fern)kommunikation, fehlender Mietvertrag bei der Anmietung, Belehrung von Rechten und Pflichten, unvollständige Beschreibung der Immobilie.
2. Hätte ich mehr Chancen, wenn ich noch Mieter der Wohnung wäre? Theoretisch könnte man die Kündigung der Anmietung anfechten, da nur ich diese unterschrieben und nicht die andere Person, welcher der "offizielle" Mieter ist. Wäre es für die Situation vorteilhaft es zu tun? Könnte ich somit verlustfrei rauskommen, falls ich für das erste Szenario keine Chancen hätte?
Anwalt wurde diesbezüglich selbstverständlich kontaktiert. Es geht mir hier darum zu sehen, wie meine Chancen stehen verlustfrei rauszukommen und was ich tun kann. Hat jemand Erfahrung gemacht in solchen Fällen bzw. ist so etwas ähnliches schon mal passiert, wo der Mieter in Recht war? Mir ist bewusst, dass ich Fehler gemacht habe, aber die Immobilienverwaltung auch meiner Meinung nach.
Ich bedanke mich schon einmal für jede hilfreiche Antwort.
Vielen Dank fürs durchlesen meines Falls.
MfG