Soll ich meinen Vermieter sagen, dass er die Kosten für eine Rohrreinigung übernehmen soll?

  • Hallo,

    das Wasser in der Dusche in dem von mir gemieteten Haus läuft zu langsam ab und Rohrreiniger hilft inzwischen kaum noch. Eine Saugglocke hilft auch nicht. Ich vermute, dass die immer wiederkehrende Verstopfung aufgrund einer ungünstigen Bauweise der Abflussleitung verursacht wird.

    Ich habe meinen Vermieter mitgeteilt, dass eine professionelle Rohrreinigung notwendig ist. Er hat geantwortet, dass Rohrverstopfungen normalerweise nicht Sache des Vermieters sind. Er schlägt vor, dass ich eine von ihm genannte Firma mit der Beseitigung der Verstopfung beauftrage. Wenn die Verstopfung auf bauliche Mängel zurückzuführen ist, wird er die Rechnung bezahlen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Verstopfung nicht verursacht habe. Denn als ich vor einiger Zeit eine Saugglocke benutzt habe, habe ich keine Haare gesehen, sondern kleine braune Teilchen. Selbst wenn Haare die Verstopfung verursachen, ist es nicht möglich, ein Sieb zu benutzen, denn sonst läuft das Wasser zu langsam ab und läuft aus der Dusche auf den Fußboden. Das langsame Ablaufen kommt nicht etwa von Haaren auf dem Sieb, sondern vom Sieb selber. Ich habe das schon versucht.

    Die Dusche ist relativ neu und wurde eingebaut, laut meinem Vermieter, kurz bevor ich vor gut einem Jahr eingezogen bin. Der Abfluss hat einen großen, runden, abnehmbaren Deckel, wie man das heutzutage bei neuwertigen Duschen kennt. Dieser Deckel fängt die meisten Haare auf.

    Ich habe im Internet recherchiert und herausgefunden, dass normalerweise der Vermieter dafür sorgen muss, dass Rohrleitungen frei sind und für die Beseitigung von Verstopfungen zahlen muss. Es sei denn, der Vermieter kann nachweisen, dass der Mieter die Verstopfung verursacht hat. Ich habe auch gelesen, dass der Auftrag an den Installateur normalerweise vom Vermieter kommt, denn wer beauftragt, zahlt.

    Ich habe die Befürchtung, dass wenn ich den von meinem Vermieter vorgeschlagene Installateur beauftrage, der Installateur schreiben könnte, dass ich die Verstopfung verursacht habe, obwohl das nicht die Wahrheit ist. Vielleicht hat mein Vermieter genau diesen Installateur genannt, weil er weiß, dass der Installateur das so machen wird, damit der Vermieter nicht zahlen muss.

    Ich habe bis jetzt ein relativ gutes Verhältnis mit meinem Vermieter gehabt. Deshalb zögere ich, ihm zu schreiben, dass normalerweise er die Kosten für die Rohrreinigung übernehmen muss. Sonst befürchte ich, dass das Verhältnis nachher angespannt ist und es Probleme zwischen mir und ihm geben könnte. Vielleicht wird er dann verlangen, dass ich die Kosten für die Beseitigung von Abnutzungsschäden übernehme, wenn ich ausziehe, wie z. B. Kratzer am Parkettboden, die von der Bewegung von Bettfüßen entstanden sind. Er hat bereits gesagt, dass wenn ich die Kalkflecken von den gläsernen Duschkabinetüren nicht entfernen kann, muss ich die Türen ersetzen.

    Was ratet ihr mir in diesem Fall? Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

    2 Mal editiert, zuletzt von abc123 (27. September 2017 um 09:46)

  • Ich vermute, dass die immer wiederkehrende Verstopfung aufgrund einer ungünstigen Bauweise der Abflussleitung verursacht wird.

    Die Dusche ist relativ neu und wurde eingebaut

    Es wird Dir nicht gefallen aber meine Vermutung lässt darauf schliessen, dass Dinge in den Abfluss gelangen, die nicht da hinein gehören.

    Allerdings ist der Handwerker vom VM zu beauftragen, auf keinen Fall von Dir. Die Rechnung zahlt dann der Verursacher der Verstopfung, man kann dies aufgrund der Materialien, die sich da befinden, leicht feststellen. Am besten wäre natürlich, wenn Du selbst bei der Abflussreinigung auch zugegen sein könntest.

  • Alles klar, danke. Das ist hilfreich zu wissen, dass der Vermieter den Handwerker beauftragen soll. Das ist ein sehr guter Tipp, dass ich bei der Abflussreinigung dabei sein soll.

  • Aus der Ferne lässt sich kaum beurteilen, woran das nun konkret liegen kann.

    Ich selbst hatte das Problem und einen VM, der erst gar nicht auf den Gedanken kam, es könne am Einbau des Rohres liegen, so schnell war er mit dem Spruch es liege wohl amVerhalten seines M bei der Hand.

    Es stellte sich dann heraus, dass der Grund nicht meine Nutzung sondern ein falscher Tiefpunkt des Rohres war, den die Handwerker des VM zu verantworten hatten - schon beim Einbau.....

    VM möchten sicher gerne solche Kosten abwälzen.

    Lösung: Frage Handwerker an, die einen KV anfertigen und sich die Dusche dazu ansehen. Ev kostet der KV ein paar Eur, die jedoch meist kaum imerhältnis stehen zu den Kosten, die dir entstehen können, wenn Du dich auf den Handwerker-Kumpel Deines VM einlässt.

    Auf keinen Fall selbst einen Auftrag erteilen - es ist Sache des VM, die Wohnung in einem ordentlichen Zustand zu halten. Es gilt: wer denanz bestellt, bezahlt ihn auch.

    Je selbstverständlicher Du - freundlich aber betsimmt - argumentierst, desto weniger stapft Dir der VM auf der Nase rum!

  • Hatte das selbe Problem in meiner damaligen Wohnung.Es lag bei uns an alte Bleileitungen die noch verbaut waren,wo ein T Stück sich nach und nach aufgelöst hat .Erst verstopfte dieses dann brach es bei der Reinigung der Firma da diese mit einer Spirale rein gegangen sind .

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