Hallo liebe Leute,
Ich habe ein kleines Problem, zu welche ich gerne eine Auskunft hätte. Es betrifft das leidige Thema Winterdienst.
Aufgrund meines Arbeitgebers wohne ich in einer ländlichen Region in den Bergen Mitteldeutschlands - hier meint das Winter es durchaus ernst und das von Oktober bis Mai. Zu den Wohnungen hier gehören Stellplätze und Garagen, die für zusätzliches Geld gemietet werden konnten (ist auch notwendig, der im näheren Umkreis kaum Parkmöglichkeiten vorhanden - da lassen sich vielleicht sechs oder sieben Autos in der ganzen Siedlung abstellen). Zu diesen Stellplätzen führt eine steile Auffahrt.
Diese Auffahrt ist recht schmal und führt T-förmig in einer Straße - gegenüberliegend der steilen Auffahrt geht es eine Böschung hinunter.
In den Mietverträgen der Wohnungen ist der Winterdienst inkludiert.
Nun ist das Problem: Einige Mieter müssen bereits zwischen 5.00 und 6.00 Uhr los, um den Arbeitsplatz rechtzeitig zu erreichen. Ist es dabei durch Eis oder Schnee auf der Auffahrt glatt, dann gibt es da mit dem Auto kein Halten mehr - es geht umgebremst bzw. beschleunigend hinunter.
Im Besten Falle hat man der Straße wieder Haftung und kommt ruckartig zum stehen; Im schlimmeren Falle stellt sich das Auto quer und schlägt in eine der beiden - die Auffahrt umfassenden - Mauern ein. Im schlimmsten Falle könnte man umgebremst vor ein fahrendes Auto, einen Fußgänger oder über die Straße hinaus und die Böschung hinunter rutschen (so bisher Gott sei dank nicht passiert).
Aufgrund der ländlichen Lage ist eine alternative zum Auto nicht gegeben. Busse fahren nicht bzw. nicht im Ansatz dorthin, wo man hin muss. Der Bahnhof ist zu Fuß erst nach 40 Minuten (bei Glätte auch länger) zu erreichen und der erste Zug fährt irgendwann um 7.xx Uhr.
Daraufhin sprache wir mit dem Vermieter - und dieser verwies uns darauf, dass erst ab 7.00 Uhr geräumt werden müsse. So sei die gesetztliche Lage.
Daher wollten wir dem Vermieter eine Alternative anbieten: nach einstimmiger Absprache der Hausbewohner wären wir bereit, Räumen und Streuen selbst zu übernehmen; Die Arbeitnehmer morgens und abends - die übrigen Bewohner waren bereit, dies über den Tag zu übernehmen. Wir hatten dafür auch bereits einen Räumplan ausgearbeitet, wer wann verantwortlich wäre - einfach, um ein schlüssiges Konzept vorlegen zu können. So ist es auch in umliegenden Wohnungsanlagen geregelt.
Dafür war allerdings unser Wunsch, dass die Mietverträge angepasst werden: Die Räumpflicht auf die Anwohner umlegen und dafür die Kosten für die Räumung von der Warmmiete runternehmen.
Das wurde von unserem Vermieter abgelehnt - da gab es jetzt kein großes Geschrei oder großen Streit oder so. Unser Vermieter sagte einfach, dass er das so nicht möchte.
Ich will unseren Vermieter auch nicht als bösen Menschen hinstellen: Eigentlich kommt man wirklich sehr gut mit ihm klar und er kümmert sich sonst um alles, worum gebeten wird (manchmal auch mehr, als er gesetztlich müsste) und er ist auch so ein netter Mensch.
Nun ist meine Frage: Was können wir als Mieter noch tun, vorschlagen oder anbieten.
Für mich persönlich ist die Lage (leider) nicht tragbar. Um muss täglich um 5.30 los zur Arbeit (durch Bautellen und Schneelage auch durchaus schon 5.00 Uhr) und kann nicht bis sieben Uhr warten (6.00 Uhr beginnt nun mal die Arbeitszeit) - irgendwo fände ich es aber auch unfair, jeden Morgen die Arbeit zu übernehmen, für die ich eigentlich bezahle (und das auch nicht unbedingt wenig). Und ohne Streudienst das Auto heil die Auffahrt hinunterzubekommen, ist ein Glücksspiel.
Daher würde ich mich nach einer anderen Wohnung umschauen müssen - schweren Herzens, da es mir hier echt gut gefällt und so ein Umzug ja auch immer eine teure, anstregende und ärgerliche Geschichte ist.
Weiß da hier vielleicht einer einen Rat?
Liebe Grüße und vielen Dank im Vorraus.