Baustellenlärm seit mehr als 2 Jahren

  • Hallo zusammen!
    Ich wohne in einer Mietwohnung in NRW. Direkt gegenüber des Hauses, auf Seite des Schlafzimmers, befindet sich seit mittlerweile mehr als zwei Jahren eine Baustelle der Stadtwerke. Die Arbeiten beginnen täglich (außer am Wochenende) um ca. 5 Uhr morgens und hin und wieder dauern sie ohne Ankündigung die ganze Nacht an. So auch wieder die letzte Nacht. Für die Arbeiten wird eine Art Kompressor benötigt, der die komplette Arbeitszeit über lärmt. Der Krach ist so laut, dass er vorbeifahrende Autos und Straßenbahnen übertönt. Ich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich das nicht viel länger so hinnehmen kann. Schlafen ist ohne Oropacks meist nicht möglich und wenn man tagsüber ein Fenster auf machen möchte, hat man auch in den anderen Räumen der Wohnung auch keine Ruhe mehr.

    Mir ist klar, dass der Vermieter nichts mit der Baustelle zu tun hat, jedoch ist es aber doch trotzdem eine gewaltige Einschränkung in der "Wohnqualität" (wenn man das so nennen kann).
    Gibt es für mich eine Möglichkeit etwas zu unternehmen? Wäre es beispielsweise möglich eine Mietminderung anzustreben?

    Ich bedanke mich bereits jetzt für eure Antworten!

    Viele Grüße,
    Lisa

  • Hallo zusammen!
    Ich wohne in einer Mietwohnung in NRW. Direkt gegenüber des Hauses, auf Seite des Schlafzimmers, befindet sich seit mittlerweile mehr als zwei Jahren eine Baustelle der Stadtwerke. Die Arbeiten beginnen täglich (außer am Wochenende) um ca. 5 Uhr morgens und hin und wieder dauern sie ohne Ankündigung die ganze Nacht an. So auch wieder die letzte Nacht. Für die Arbeiten wird eine Art Kompressor benötigt, der die komplette Arbeitszeit über lärmt. Der Krach ist so laut, dass er vorbeifahrende Autos und Straßenbahnen übertönt. Ich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich das nicht viel länger so hinnehmen kann. Schlafen ist ohne Oropacks meist nicht möglich und wenn man tagsüber ein Fenster auf machen möchte, hat man auch in den anderen Räumen der Wohnung auch keine Ruhe mehr.

    Mir ist klar, dass der Vermieter nichts mit der Baustelle zu tun hat, jedoch ist es aber doch trotzdem eine gewaltige Einschränkung in der "Wohnqualität" (wenn man das so nennen kann).
    Gibt es für mich eine Möglichkeit etwas zu unternehmen? Wäre es beispielsweise möglich eine Mietminderung anzustreben?

    Ich bedanke mich bereits jetzt für eure Antworten!

    Viele Grüße,
    Lisa

    Hallo,

    kommt darauf an, wenn vor Mietvertragsschluss der Vermieter von den Bauarbeiten die absehbar gewesen sind wusste und dies mitgeteilt hat, bzw. hingewiesen ist eine Mietminderung nicht möglich.

    Ist dem nicht der Fall, dann wäre aufgrund der Arbeiten auch am Wochenende eine Minderung von 25% denkbar, hier mal ein paar Urteile diesbezüglich:

    http://www.mietminderung.org/mietminderung-baulaerm/

    Dennoch bin ich der Meinung, hier bevor man eine Kürzung der Miete vornimmt, sich rechtsicheren Rat einzuholen.

    Gruß
    BHShuber

  • Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Den Artikel finde ich schon mal sehr hilfreich :)
    Die Baustelle war vor Mietvertragsschluss nie Thema. Daher könnte ich da eventuell Chancen haben.

  • Das Problem, was ich hier sehe, ist der Zeitraum der Beeinträchtigung von zwei Jahren.

    Nicht wenige Gericht sind der Meinung, dass ein Mietminderungsanspruch verwirkt ist, wenn der Mangel über einen so langen Zeitraum hingenommen wurde.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Die Baustelle war vor Mietvertragsschluss nie Thema. Daher könnte ich da eventuell Chancen haben.


    Aber nur vielleicht... Konkret: Wer oder was war früher: Mietbeginn oder Baustelle?

  • Das Problem, was ich hier sehe, ist der Zeitraum der Beeinträchtigung von zwei Jahren.

    Nicht wenige Gericht sind der Meinung, dass ein Mietminderungsanspruch verwirkt ist, wenn der Mangel über einen so langen Zeitraum hingenommen wurde.

    Ja über sowas habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Da war ich wahrscheinlich wieder etwas zu tolerant. Die erste Zeit denkt man sich "Es muss gemacht werden und kann ja nicht so lange dauern." Dann kommt ne Phase in der man hofft/ denkt, dass die jeden Moment fertig werden müssten. Man rechnet ja nicht damit, dass man mal eben über zwei Jahre eine Baustelle vor die Türe gesetzt bekommt. Aber irgendwann ist dann einfach Schluss und man "kann nicht mehr".

  • Aber nur vielleicht... Konkret: Wer oder was war früher: Mietbeginn oder Baustelle?


    Definitiv der Mietbeginn. Die Baustelle kam erst als ich schon bestimmt 2 Jahre hier wohnte.

  • Hallo,

    wir haben eine ganz ähnliche Situation. Wir wohnen seit 5 Jahren in unserer Wohnung. Kurz nach unserem Einzug begann ein Nachbar, in seinen Garten auszubauen (komplette Fertigstellung ist bis heute nicht erfolgt). Nun begann derselbe Nachbar Ende letzten Jahres auch noch damit, in seinem Garten ein weiteres Haus zu bauen (im Grunde direkt neben/unter unserem Balkon). Da alles in Eigenregie bzw. mit Hilfe von "Schwarzarbeitern" erfolgt, dauert es so 1. lange und finden 2. die Arbeiten oft abends oder an Samstagen statt. An die gesetzlichen Ruhezeiten hält sich der Nachbar aber.

    Insbesondere bei der Balkonnutzung sind wir stark eingeschränkt, aber auch bei geschlossenen Türen und Fenstern ist der Lärm in der Wohnung zu vernehmen.

    Kann man da was machen oder besteht keine Aussicht auf eine Kürzung der Miete?

  • Kann man da was machen oder besteht keine Aussicht auf eine Kürzung der Miete?


    Ja, in dem man einen eigenen Thread eröffnet und nicht als Trittbrettfahrer auf einen anderen Thread aufspringt. Oder bist du Lieschen mit einem neuen Nick?

  • Hallo,


    Kann man da was machen oder besteht keine Aussicht auf eine Kürzung der Miete?

    Hallo,

    nun erkläre doch bitte mal, was kann dein Vermieter denn jetzt für die von dir geschilderte Sachlage?

    Am besten er heuert ein paar Taliban an, die dir mittels Sprengstoff mit einem einzigen Knall ein wenig Ruhe verschaffen oder wie stellst du dir das vor?

    Du möchtest gerne deinen Vermieter für etwas abstrafen, wofür er nicht im Ansatz was kann, noch wenn alles behördlich genehmigt ist, etwas tun kann.

    In diesem Fall würde ich nun eigenmächtig die Miete um 100% kürzen, dann hat sich das Thema zumindest für den Vermieter ziemlich schnell erledigt.

    Gruß

    BHShuber

  • Sorry, ich bin neu hier im Forum und kenne es aus anderen Foren, dass nicht wahllos neue Themen eröffnet werden sollen.

    Aber danke für die nette Begrüßung!

    BHShuber
    Natürlich kann der Vermieter nichts dazu. Aber man liest ja die wildesten Geschichten, wann man bei Baulärm das Recht auf eine Kürzung der Miete hat. Letzten Endes wird meine Wohnqualität doch erheblich eingeschränkt...

    Einmal editiert, zuletzt von a_tetzlaff (26. Oktober 2016 um 15:00)

  • Sorry, ich bin neu hier im Forum und kenne es aus anderen Foren, dass nicht wahllos neue Themen eröffnet werden sollen.


    Du bist doch nicht Lieschen und dein Thema ist auch nicht wahllos, sondern ganz und gar dein spezielles. Also mach nen neuen Thread auf.

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